Der Weg zum Zukunftsbild war klar strukturiert und in mehrere Phasen gegliedert.
Am Anfang stand die Bestandsaufnahme. Ziel war es, zu verstehen, wo Oberstdorf heute steht – als Lebensraum, als Tourismusdestination und als Gemeinschaft. Dafür wurden umfangreiche Daten ausgewertet, Interviews geführt und Umfragen bei Einheimischen, Gästen und potenziellen Gästen durchgeführt. Auch bestehende Gutachten und langfristige Entwicklungen wurden berücksichtigt.
Dabei wurde deutlich, dass Oberstdorf viele Stärken hat. Die einzigartige Natur mit ihren unterschiedlichen Höhenlagen bietet vielfältige Erlebnisräume. Gäste schätzen vor allem Ruhe, Erholung und Ursprünglichkeit. Gleichzeitig zeichnet sich der Ort durch ein starkes Engagement der Bevölkerung, ein aktives Vereinsleben und einen gewachsenen Ortskern mit Charakter aus.
Gleichzeitig wurden auch Herausforderungen sichtbar. Die Gästezahlen entwickeln sich unterschiedlich, insbesondere im Winter sind Rückgänge bei Aufenthaltsdauer und Nächtigungen zu beobachten. Zudem verändern sich die Erwartungen der Gäste, etwa an Qualität, Infrastruktur und Angebote. Auch Themen wie Wohnraum, Verkehr, Ganzjahresangebote und die Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur spielen eine wichtige Rolle.
Auf dieser Grundlage folgte die Phase der Zukunftscollagen. In Workshops entwickelten die Teilnehmenden konkrete Vorstellungen davon wie Oberstdorf im Jahr 2035 aussehen könnte. In kleinen Gruppen entstanden sogenannte Zukunftscollagen, die unterschiedliche Perspektiven und Ideen sichtbar machten. Themen waren unter anderem nachhaltige Mobilität, neue Arbeitsformen, Gesundheit, regionale Entwicklung und das gesellschaftliche Miteinander.
Diese Ideen wurden zusammengeführt, weiterentwickelt und zu einem gemeinsamen Zukunftsbild verdichtet. So entstand eine klare inhaltliche Ausrichtung, die als Leitlinie für die kommenden Jahre dient.
Mehr Informationen zur Bestandsaufnahme und einen Blick auf die Zukunftscollagen finden Sie hier:
www.zukunftsbild-oberstdorf.de