Die Haushaltspläne des Marktes Oberstdorf werden von der Kämmerei (Finanzverwaltung) erarbeitet. Der Marktgemeinderat berät in mehreren Sitzungen darüber, trifft Entscheidungen, gibt Anregungen und stellt Anträge, die eingearbeitet werden. Am Ende fasst der Marktgemeinderat im Dezember Beschluss über die Finanzplanung des kommenden Jahres. Die Haushaltsplanung ist von genau definierten Zielen geprägt: ein genehmigungsfähiger, verantwortungsvoller Haushalt, der zukunftsweisend für Oberstdorf ist. Dieses Ziel erreichte die Verwaltung in allen kommunalen Haushaltsplänen.
Zum Ende der Legislaturperiode 2020-2026 des amtierenden Marktgemeinderates ein Blick zurück.
Das Jahr 2020 bleibt in Erinnerung mit einem Umfeld vieler Einschränkungen, wie Corona Pandemie, Haushaltssperre, Energiekrise, Wirtschaftskrise.
Das Gesamthaushaltsvolumen Markt und Eigenbetriebe betrug 95,4 Mio. Euro. Der Gesamtbetrag der Investitionen im Kernhaushalt des Marktes lag bei 21,4 Mio. Euro. Die Einnahmen/Ausgaben Vermögenshaushalt 2020 beliefen sich auf 15,4 Mio. Euro.
Die größten Investitionen waren der Neubau des Busbahnhofs, der Neubau der Dummelsmoosbrücke und die Sanierung der Grundschule sowie umfassende Investitionen in den Brandschutz inkl. Feuerwehrhaus Kornau. Die Kosten für die Sanierung der Abwasserbeseitigung in diesem Jahr lagen bei etwa 1,8 Millionen Euro.
Dank der umsichtigen Planung durch Kämmerei und Gemeinderat angesichts des schwierigen Umfelds mit steigender Inflation und steigendem Zinsniveau und damit einhergehenden Baupreissteigerungen beachtliche Leistungen auch im Jahr 2021. Das Gesamthaushaltsvolumen Markt und Eigenbetriebe: 90 Mio. Euro. Der Haushaltsplan 2021 wies insgesamt 14,9 Mio. Euro für Investitionen aus. Hiervon entfielen 3,8 Mio. Euro auf die Projekte Abwasserbeseitigung und Wohnbebauung, die sich durch Einnahmen selbst finanzieren. Einnahmen/Ausgaben Vermögenshaushalt 2021: 12,3 Mio. Euro.
Die größten Investitionen in diesem Jahr waren die Sanierung der Birgsauerstraße, Abschlusszahlungen für den Neubau des Busbahnhofs und die Sanierung der Grundschule. Knapp 700.000 Euro flossen im Jahr 2021 in die Breitbandförderung. Zudem stemmte der Markt Oberstdorf die Migration und Integration von Asylbewerbern mit Ablöse und Übernahme des Gebäudes in der Rubingerstraße vom Landkreis. Der Neubau der Therme begann mit Spatenstich Mitte September.
Die „Geister-WM“ 2021 wird uns allen in Erinnerung bleiben. Es blieb eine schwarze Null und der Wunsch, sobald wie möglich wieder eine vollwertige Nordische Ski-WM nach Oberstdorf zu holen.
Im Jahr 2022 betrug das Gesamthaushaltsvolumen Markt und Eigenbetriebe rund 105 Millionen Euro. Der Haushaltsplan 2022 wies insgesamt 18,7 Mio. Euro für Investitionen aus. Die Einnahmen/Ausgaben Vermögenshaushalt lagen bei 22,6 Mio. Euro. Die Sanierung der Grundschule, die Sanierung der Lawinengalerie Birgsauerstraße, der Neubau des Gewerbegebiets Karweidach und Tiefbaumaßnahmen für Parkeinrichtungen waren die größten Investitionen in diesem Jahr. Außerdem wurden Bus inklusive für Gäste und das 100-Euro-ÖPNV-Ticket für Einheimische eingeführt. Das Jahr 2022 weiterhin überschattet durch die Pandemie und Baupreissteigerungen durch die Weltlage.
Eine gewisse Rückkehr zur Normalität brachte das Jahr 2023, nachdem die WHO den „internationalen Gesundheitsnotstand“ aufhob und alle Arbeiten wieder unter normalen Umständen ausgeführt werden konnten.
Das Gesamthaushaltsvolumen Markt und Eigenbetriebe belief sich auf 122,3 Mio. Euro. Der Haushaltsplan 2023 wies insgesamt 23,8 Mio. Euro für Investitionen aus. Davon entfielen 4,8 Mio. Euro auf die Projekte Abwasserbeseitigung und 3,7 Mio. Euro auf die Wohnbebauung. Die Einnahmen/Ausgaben Vermögenshaushalt 2023 beliefen sich auf rund 22,2 Mio. Euro.
Die größten Investitionen waren die Grundschulsanierung mit 9,2 Millionen Euro, Tiefbaumaßnahmen für Parkeinrichtungen und Parkleitsystem, Hochbaumaßnahmen Rubingerstr. 7A/7B und Im Steinach 22 sowie Kauf eines Wohnhauses in der Hermann-von-Barth-Straße zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums.
Das Jahr 2024 brachte die Eröffnung der Grundschule mit Hort und die Fertigstellung des Wohnhauses in der Rubingerstraße 7A/7B. Das Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium wurde in die Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises Oberallgäu übergeben, nachdem die Erweiterungsplanung fertig und durch die Förderbeantragung der Neubau unumkehrbar war.
Das Gesamthaushaltsvolumen Markt und Eigenbetriebe betrug 119,6 Mio. Euro. Der Haushaltsplan 2024 wies insgesamt 12,02 Mio. Euro für Investitionen aus. Hiervon entfielen 4,2 Mio. Euro auf die Projekte Abwasserbeseitigung und 2,7 Mio. Euro auf die Wohnbebauung. In diesem Jahr erwarb der Markt Oberstdorf auch ein Drei-Generationen-Wohnhaus in der Rubingerstraße. Die Einnahmen/Ausgaben Vermögenshaushalt beliefen sich auf etwa 19 Mio. Euro.
Größte Investitionen: Abschlusszahlungen Grundschule, Planung Mittelschule, Straßenausbaumaßnahmen, u. a. Dietersbergerweg, Ludwigstraße, Sachsenweg, Am Faltenbach, Alpweg Gerstruben.
Die größten Investitionen im Jahr 2025 waren der Inklusionsspielplatz im Kurpark, die Straßenbeleuchtung, die Abwasserbeseitigung, z. B. Entwässerung der Ortskanäle und der Regenwasserkanal Jauchen. Geplante Einnahmen/Ausgaben Vermögenshaushalt 2025: 23,2 Mio. Euro.
In diesem Jahr wurde die kommunale Wärmeplanung aufgegleist und seit 14.12. ergänzt die zweite Ortsbuslinie den bestehenden Ortsbus, wodurch ein echter Ringbusverkehr im 15-Minuten-Takt entsteht.
Die Gesamtsumme der Investitionen aus dem Vermögenshaushalt des Kernhaushaltes belief sich von 2020 bis 2025 auf rund 115 Millionen Euro bei einer Erhöhung der Verschuldung um 6,2 Mio. Euro. Die verbleibenden 108,8 Mio. Euro kamen aus Eigenmitteln und Förderungen.
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