Verschiedenes

Buchtipp: Petra Cnyrim - Erklärs mir, als wäre ich 5

OBERSTDORF BIBLIOTHEK-NEU 11.11.2015 Oberstdorf Bibliothek
via Markt Oberstdorf
am 26.05.2020
Plastik ist schlecht – aber warum eigentlich? Das Internet ist längst kein Neuland mehr – aber wissen Sie, was eine Blockchain ist? Und beziehen wir unsere Rohstoffe bald aus dem All?

In der Welt von heute wird uns vieles leichter gemacht oder abgenommen und doch ist sie komplizierter denn je. Dieses Buch ist für all die Menschen geschrieben worden, die sich nicht damit abfinden wollen, etwas nicht zu verstehen. Interessante Fragen rund um die relevanten Themen unserer Zeit werden auf möglichst einfache Art und Weise erklärt.
*Sind elektrische Zigaretten gesünder?
*Kann man Schwarze Löcher sehen?
*Was passiert bei einem Burn-out?

OBERSTDORF BIBLIOTHEK

Öffnungszeiten
Die Oberstdorf Bibliothek ist Montag bis Mittwoch von 14 bis 18 Uhr und Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet.

Bitte tragen Sie beim Bücherei-Besuch eine Mund-Nase-Bedeckung und beachten Sie:
Es dürfen max. vier Einzelpersonen gleichzeitig die Bibliothek betreten
Den Besuch bitte so kurz wie möglich halten.
Halten sie einen Abstand von 1,5 m zu den Mitmenschen
Vorläufig ist eine Nutzung der Computer und Drucker nicht gestattet.

Die Bücherei ist mit der Ortsbuslinie, Haltestelle Sonthofener Straße/Burgbichl/P1, gut erreichbar. Für die Anfahrt mit dem PKW stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Kontakt:
OBERSTDORF BIBLIOTHEK,
Rubinger Straße 8 (Gymnasium),
Oberstdorf
E-Mail: bibliothek@markt-oberstdorf.de
Tel. 08322 940 62 18

Was Sie zur Rettungsgasse wissen müssen

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 26.05.2020
Aufgrund der aktuellen Reiseeinschränkungen und der allgemeinen Unsicherheit planen viele Deutsche dieses Jahr einen Urlaub im eigenen Land oder in Nachbarländern, die schnell mit dem Auto erreichbar sind.

Im Zusammenhang damit erklärt Wilfried Helmes, der Wachleiter der BRK-Rettungswache Kempten, die Regeln, die für die Bildung einer Rettungsgasse auf Autobahnen und mehrspurigen Straßen gelten.

„Wichtig ist, dass eine Rettungsgasse frühzeitig gebildet wird, also schon bei stockendem Verkehr“, betont Wilfried Helmes. „Denn wenn die Fahrzeuge erst einmal dicht auf dicht stehen, ist es meist nicht mehr möglich, nach links und rechts auszuweichen. Dies ist aber unbedingt nötig, damit Rettungskräften bei einem Unfall schnellstmöglich zur Unglücksstelle gelangen können. Wenn hier Zeit verloren geht, kann das Menschenleben kosten“, mahnt er. Im Folgenden finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Rettungsgasse.

Wo gilt die Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse?
Auf Autobahnen oder mehrspurigen Straßen außerhalb von geschlossenen Ortschaften.

Wie funktioniert die Rettungsgasse?
Die Rettungsgasse wird immer zwischen dem ganz linken und den übrigen Fahrstreifen gebildet. Das heißt, die Fahrzeuge auf der linken Spur weichen nach links aus und alle anderen weichen so weit wie möglich nach rechts aus. Bei mehr als zwei Fahrspuren bleibt somit immer die 2. Spur von links für Einsatzfahrzeuge frei.
Als Eselsbrücke empfiehlt Wilfried Helmes die folgende „Daumen-Regel: „Nehmen Sie eine Hand so, dass der Daumen nach links zeigt. Er symbolisiert die linke Fahrspur. Der Abstand zwischen Daumen und den anderen Fingern stellt die Rettungsgasse dar.“

Wer darf durch die Rettungsgasse fahren?
Die Rettungsgasse darf ausschließlich von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei, von Fahrzeugen des Straßendienstes und des Pannendienstes sowie vom Bundespräsidenten befahren werden.

Folgen bei Nichtbeachtung
Wer sich nicht an die gesetzlichen Regelungen hält, dem drohen ein Bußgeld in Höhe von mindestens 200 Euro und zwei Punkte in Flensburg. Zudem ist ein einmonatiges Fahrverbot möglich. Wilfried Helmes: „Die wohl wichtigste Folge ist aber, dass aufgrund des unnötigen Zeitverlusts Menschen sterben können. Denken Sie daran: Es könnte auch Sie selbst treffen.“

Wie sieht es in anderen EU-Ländern aus?

Österreich, Schweiz, Luxemburg, Slowenien, Tschechien, Polen: Hier gelten im Prinzip dieselben Regeln wie in Deutschland.

Frankreich, Spanien: Einsatzfahrzeugen muss die Möglichkeit gegeben werden, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren. Eine Regelung wie in Deutschland gibt es nicht.

Italien, Niederlande: Hier gibt es keine speziellen Vorschriften.

Erste Hilfe bei Grillunfällen

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 20.05.2020
BRK gibt Tipps zum richtigen Umgang mit Verbrennungen

Der Sommer naht mit großen Schritten und in vielen Gärten und auf Balkons werden die Grills angeworfen. Dabei sollte jeder Einzelne Vorsicht walten lassen. Denn laut Deutscher Gesellschaft für Verbrennungsmedizin kommt es in Deutschland jedes Jahr zu etwa 4.000 Grillunfällen mit zum Teil schweren Verletzungen. Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu, hat Tipps, wie man im Notfall richtig reagiert.

Hinweis: In Corona-Zeiten gelten bei der Ersten Hilfe besondere Regelungen zum Eigenschutz

- Wenn möglich Mindestabstand von 1,50 m einhalten
- Mund-Nasen-Schutz und Einmal-Handschuhe tragen
- bei direktem Kontakt mit Verunfalltem: auch dessen Nase und Mund mit Tuch abdecken
- Hände sauber waschen oder desinfizieren

„Immer wieder kommt es beim Grillen zu gefährlichen Unfällen, weil flüssige Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus in die heiße Glut gespritzt werden“ weiß Frank Schönmetzler. „Dabei kann es zu meterhohen Stichflammen kommen. Umstehende Personen werden dann vor allem an Oberkörper, Armen und Oberschenkeln verbrannt, bei Kindern ist häufig der Kopfbereich betroffen. Neben Brandverletzungen der Haut kann es durch das Einatmen der heißen Gase auch zu Verbrennungen der Atemwege kommen. Beides kann, je nach Schweregrad, lebensbedrohlich sein“, warnt er und rät dringend: „Verwenden Sie darum nur feste Grillanzünder oder Pasten.“ Zudem sollte der Grill auf einen festen Untergrund gestellt werden, sodass er nicht wackelt. Kinder und Haustiere sollten nicht in der Nähe des Grills herumtoben und immer im Auge behalten werden. Sicherheitshalber sollte immer ein mit Wasser gefüllter Eimer oder ein Feuerlöscher bereit stehen.“ Der Experte hält eine Reihe von wichtigen Verhaltensregeln bei Brandverletzungen parat.

Was tun im bei Verbrennungen?

- Menschen, deren Kleidung brennt, aufhalten. Kleidung sofort mit Wasser übergießen, mit einer Decke löschen oder auf dem Boden wälzen. ACHTUNG! Auf keinen Fall Decke mit synthetischen Materialien (z.B. Fleece) zum Löschen verwenden. Diese verschmelzen mit der Haut!
- Heiße Stoffe, die unmittelbar auf die Haut gelangt sind, mit der Haut verklebte Kleidung oder in die Haut eingebrannte Materialien dürfen nicht entfernt werden. Dabei könnten Haut und Gewebe mitgerissen werden. Mit der Haut verklebte Kleidung darf lediglich umschnitten werden.
- Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen, dabei Atemwege freihalten
- Kleinflächige Verbrennungen (nicht größer als die Handfläche des Betroffenen) sofort zur Schmerzlinderung 10-15 Minuten lang mit fließendem, handwarmem Wasser kühlen. Kein zu kaltes Wasser oder Eis verwenden. => Gefahr von Unterkühlung und Erfrierungen!
- Ist dem Verletzten kalt, sofort mit dem Kühlen aufhören!
- Nach dem Kühlen die Wunde mit sterilem Tuch (Verband- bzw. Metallinetuch) leicht abdecken und evtl. den Arzt aufsuchen
- Größere Brandwunden und Verbrennungen am Rumpf wegen der Gefahr von Unterkühlung und der daraus resultierenden Kreislaufbelastung nicht kühlen! Arzt aufsuchen oder Rettungsdienst 112 rufen.
- Sind mehr als fünf Prozent der Körperoberfläche verbrannt, Rettungsdienst 112 rufen. Faustregel: Handinnenfläche des Betroffenen entspricht einem Prozent der Körperoberfläche.
- Nach Versorgung der Wunde => Beine des Betroffenen hochlagern, bis Rettungsdienst kommt
- Brandblasen sollten nicht geöffnet werden, da dies das ungehinderte Eindringen von Keimen ermöglicht
- Keine Hausmittel (Mehl o.Ä.) verwenden

- Bei Kreislaufproblemen des Betroffenen => Erste Hilfe-Maßnahmen anwenden, Rettungsdienst 112 rufen

o Betroffener ist bei Bewusstsein => mit dem Verletzten sprechen, beruhigen, Oberkörper hoch lagern
o Bei Schocksymptomen (kalter Schweiß, Blässe, Schwindel) => auf den Rücken legen, Beine hochlagern
o Bei Bewusstlosigkeit
 stabile Seitenlage
 eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
 ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren. Während Corona gilt: Atmung am besten mit Abstand, anhand des Hebens und Senkens des Brustkorbs prüfen
o bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen bis Rettungsdienst eintrifft. Während Corona gilt: bei haushaltsfremden Personen derzeit auf Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Ausnahme: Familienmitglieder und Kleinkinder

Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig entsprechende Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

Spenden Sie Blut!

Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes
via Markt Oberstdorf
am 20.05.2020
Mittwoch, 17. Juni, von 16.30 bis 20 Uhr, im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche, Oberstdorf

Online-Vortrag zum Thema Smart-Home

Energie- und Umweltzentrum Allgäu
via Markt Oberstdorf
am 20.05.2020
Mit Smart-Home-Lösungen Energie zu sparen, ist in aller Munde. Was bedeutet das? Wie kann das gehen? Diese und andere Fragen beantwortet der Energieberater Stefan Schleszies in seinem Online-Vortrag am Dienstag, 16. Juni.

Es handelt sich dabei um ein kostenloses Angebot im Rahmen der gemeinsamen Energieberatung des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza!) und der Verbraucherzentrale. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr. Es besteht die Möglichkeit, dem Referenten schriftlich Fragen zu stellen. Die Anmeldung für den Vortrag erfolgt online. Die entsprechenden Infos und Anmelde-Links sind unter www.eza-allgaeu.de zu finden.

Überwältigende Mengen an Kleiderspenden

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 20.05.2020
Viele Menschen in Kempten und dem Oberallgäu nutzen die Zeit der Ausgangsbeschränkungen, um die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen und zu entrümpeln. Dabei wird offenbar auch so mancher Kleiderschrank durchsortiert.

Die noch tragbaren Stücke wandern oftmals in die vielerorts bereitstehenden Altkleider-Sammelcontainer gemeinnütziger Hilfsorganisationen. Beim BRK bereiten die derzeitigen Mengen an Kleidung bei aller Freude sogar schon logistische Probleme.

Das BRK hält in Kempten und dem Oberallgäu Sammelcontainer für gut erhaltene Kleidungsstücke bereit. Die platzen gerade aus allen Nähten. „Zurzeit erhalten wir so viele Kleiderspenden, dass wir die Container teilweise zweimal pro Woche leeren müssen. Kaum sind sie geleert, sind sie auch schon wieder voll“, sagt Susanne Kultus, die Leiterin der Kleiderläden des BRK Oberallgäu mit einem Lächeln, das in ein Stirnrunzeln übergeht. „Wir freuen uns zwar über die große Spendenbereitschaft, kommen durch die Mengen an Kleidung aber mittlerweile an unsere Kapazitätsgrenzen, was die Sortierung und Lagerung der Alttextilien angeht.“ Die Situation wird dadurch erschwert, dass die Kleiderläden des BRK in Immenstadt und Kempten, in denen viele der gut erhaltenen Stücke sonst zum kleinen Preis weiterverkauft werden, im Zuge der Corona-Krise geschlossen wurden (der Kleiderladen in Kempten wurde mittlerweile wieder geöffnet, jener in Immenstadt ist nach wie vor geschlossen). Somit staut sich die Ware.

Deshalb hat das BRK folgende Bitten an alle Kleiderspender:
- Bitte lagern sie Ihre Kleiderspenden zunächst noch zu Hause an einem geschützten und trockenen Platz und geben Sie sie erst ab, wenn sich die allgemeine Situation wieder normalisiert hat.
- Bitte stellen Sie keine gefüllten Tüten vor oder neben (überfüllte) Sammelcontainer. So vermeiden wir alle zusammen eine Vermüllung der Abgabestellen.
- Bitte spenden Sie ausschließlich brauchbare und saubere Textilien - keinen anderweitigen Müll oder Lumpen. Sonst entsteht für uns ein hoher Entsorgungsaufwand, der der guten Sache widerspricht.

Susanne Kultus appelliert: „Wir möchten uns bei allen bisherigen und künftigen Spendern bedanken. Bitte unterstützen Sie uns weiter, indem Sie diese Hinweise beherzigen.“

ENERGIETIPP

Energie- und Umweltzentrum Allgäu
via Markt Oberstdorf
am 18.05.2020
Online-Vorträge zu den Themen Stromsparen, Photovoltaik und Stromspeicher

Mit kostenlosen Online-Vorträgen erweitern das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) und die Verbraucherzentrale ihr Energieberatungsangebot. Der erste Online-Vortrag am Montag, 25. Mai, beschäftigt sich mit den Fragen, wie der Stromverbrauch im Haushalt gesenkt werden kann und welche Informationen auf der Stromrechnung zu finden sind. Ein zweiter Online-Vortrag am Mittwoch, 27. Mai, zeigt Hausbesitzern auf, welche Möglichkeiten ihnen eine Photovoltaikanlage und ein Stromspeicher bieten. Den Referenten können schriftlich Fragen gestellt werden.

Die Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr.
Die Anmeldung erfolgt online und ist kostenlos.
Die entsprechenden Infos und Anmelde-Links sind unter www.eza-allgaeu.de zu finden.

Allergischer Schock nach Insektenstich

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 18.05.2020
BRK erklärt richtiges Verhalten bei Anaphylaxie

Viele Menschen sind allergisch gegen Insektengift. Stiche von Wespen und Bienen, aber auch von Hummeln, Hornissen oder Bremsen können für sie lebensbedrohlich werden. Für die Betroffenen selbst, aber auch für Angehörige und Begleitpersonen ist es darum wichtig, genau zu wissen, was im Notfall zu tun ist. Margret Spieß, die stellvertretende Leiterin Rettungsdienst bei BRK Oberallgäu, gibt hilfreiche Tipps zum richtigen Verhalten.

Ein allergischer (auch: anaphylaktischer) Schock ist die schlimmste Notfall-Situation, die bei einem Allergiker, zum Beispiel nach einem Insektenstich, auftreten kann. Dabei werden große Mengen Histamin im Körper freigesetzt, was eine sofortige Erweiterung der Blutgefäße verursacht. Hierdurch sinkt der Blutdruck schlagartig ab. Das Herz muss immer schneller schlagen, um den Blutdruck aufrechtzuerhalten. Häufig führt dies bereits nach wenigen Minuten zu Bewusstlosigkeit oder sogar zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand.
Margret Spieß vom BRK rät: „Schon bei den ersten Anzeichen eines allergischen Schocks, wie beispielsweise Schwindel, innerer Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfall, Schluck- und Sprechbeschwerden, kribbelnden Händen und Füßen, Fließschnupfen, Heiserkeit, Atemnot oder Herzklopfen sollten Betroffene und Begleiter sofort reagieren und den Notruf 112 verständigen sowie umgehend die verschriebenen Medikamente aus dem Notfallset anwenden.“
Erste-Hilfe-Maßnahmen bei allergischen Reaktionen durch Insektenstiche
- Bei bekannter Allergie gilt: Nach dem Stich sofort handeln
- Bei Bienenstichen: Stachel, der in der Haut steckt, mit dem Fingernagel wegschnippen (ACHTUNG: Stachelblase nicht quetschen!)
- Falls vorhanden: Notfall-Set anwenden
- Notruf 112 verständigen
- Enge Kleidungsstücke, vor allem am Hals, lockern oder entfernen
- Bei Atmungsproblemen: sitzende Haltung
- Bei Schocksymptomen (kalter Schweiß, Blässe, Schwindel): auf den Rücken legen, Beine hochlagern (bei gleichzeitiger Atemnot: stattdessen sitzen)
- Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
- Ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren
- Bei fehlender Atmung und Herzschlag: Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen (Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung – dabei auf Eigenschutz achten)
„Grundsätzlich ist es wichtig, über die eigene Allergie und die Allergieauslöser Bescheid zu wissen“, betont Margret Spieß. „Darum sollte bei Verdacht ein Allergietest, z.B. beim Hautarzt durchgeführt werden. Verschreibt der Arzt ein Notfalls-Set, sollten der Betroffene und seine Angehörigen sich unbedingt mit der Handhabung vor allem der Adrenal-Fertigspritze vertraut machen, denn im akuten Notfall zählt jede Sekunde. Jedes Jahr im Frühjahr sollte das Haltbarkeitsdatum des Notfall-Sets überprüft werden. Das Set sollte in der warmen Jahreszeit immer mitgeführt werden – es kann überlebenswichtig sein.“

Das BRK geht „LIVE“

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 14.05.2020
Der Kreisverband (KV) Oberallgäu des BRK bietet in Kooperation mit der Digital Event Marke „OnActive“ und deren regionalem Partner wildgeist GmbH & Co KG professionelle Videoschulungen für Fachpersonal im Rettungsdienst an.

Der Start der Reihe für medizinische Fachvorträge erfolgte vergangenen Dienstag.

Neue Wege in Zeiten von Corona einschlagen zu müssen, betrifft auch die regelmäßig stattfindenden Fort- und Weiterbildungen für Rettungskräfte des BRK.

Die bestmögliche Versorgung der Patienten und der maximale Schutz für Mitarbeitende im Rettungsdienst müssen dabei gleichbedeutend an erste Stelle gesetzt werden. Daher hat das BRK des Kreisverbandes Oberallgäu nun eine digitale Fachvortragsserie gestartet. In Kooperation mit der Firma „OnActive“ und dem lokalen Partner wildgeist GmbH werden in deren Kemptener Büro Live-Video-Vorträge zu medizinischen Fachthemen produziert.

Vergangenen Dienstag fand bereits die erste Sendung zum Thema „RSI bei COVID-19 Patienten im Rettungsdienst (schnelle Narkoseeinleitung)“ statt. Fachdozenten aus dem Bereich ‚Ausbildung Rettungsdienst‘ des KV Oberallgäu erläuterten in einem Live-Vortrag zunächst die Chancen und Risiken der Notfallnarkose bei COVID-19 Patienten. Darauf folgte eine Live-Demonstration zur Abarbeitung der neuen Checklisten für die Notfallnarkose mit Unterstützung von Dr. Christian Nußbickel, Facharzt für Anästhesie und leitender Notarzt der ARA-Flugrettung.
Während der Schulung konnten die Teilnehmer aktiv Fragen einreichen, die im Anschluss an den Vortrag von den jeweiligen Fachgebietsexperten beantwortet wurden.

Bei den mehr als 100 Teilnehmern fand diese erste Veranstaltung großen Zuspruch. Ein wichtiger Grundstein für die Ausweitung des Konzeptes zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurde damit gelegt. Weitere Vorträge sind bereits in Planung.

Angst vor Ansteckung

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 06.05.2020
Erste Hilfe in Corona-Zeiten sieht anders aus - BRK erklärt, welche Maßnahmen aufgrund von Corona beachtet werden müssen

Im Fall eines Notfalls ist jeder Bürger gesetzlich verpflichtet, Hilfe zu leisten. Dabei gilt: die Hilfe muss im Maße der Zumutbarkeit und ohne erhebliche eigene Gefahr vorgenommen werden. Doch wie sieht es damit angesichts der Corona-Pandemie aus, wo viele Menschen große Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus haben? „Die gesetzliche Pflicht zur Ersten Hilfe besteht auch trotz des Risikos einer Ansteckung, jedoch gibt es in der aktuellen Situation einige Besonderheiten“, betont Dr. med. Andreas Baumgarten, Chefarzt des BRK Kreisverbandes Kempten-Oberallgäu und gibt hilfreiche Tipps.

Sichere Erste-Hilfe-Maßnahmen in Zeiten von Corona

1. An erster Stelle steht immer die eigene Sicherheit, gerade jetzt, da mit der Ansteckungsgefahr ein zusätzliches Risiko besteht. Wenn möglich sollte ein Mindestabstand von 1,50 Meter gewahrt werden. Dies liegt jedoch im Ermessen der helfenden Person.

2. Wenn näherer Kontakt notwendig ist, zum Beispiel bei Verletzungen, sollten Sie alle umsetzbaren Hygienemaßnahmen anwenden. Mund und Nase der hilfebedürftigen Person sollten mit einem Tuch abgedeckt und auch das eigene Gesicht geschützt werden. Auch das Tragen von Einweg-Handschuhen ist sinnvoll.

3. Unabhängig von der Distanz ist es eine wesentliche Erste Hilfe, den Notruf 112 anzurufen.

4. Wenn die verunglückte Person bei Bewusstsein ist, sollten Sie mit ihr sprechen, sie beruhigen, sie darüber informieren, dass Hilfe unterwegs ist und so lange bleiben, bis der Rettungsdienst vor Ort ist.

5. Wenn der Verunglückte bewusstlos ist, aber normal atmet, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage.

6. Bei einem Herz-Kreislaufstillstand sollten Sie in der aktuellen Situation auf die Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten und nur die Herzdruckmassage durchführen (100- 120 Mal pro Minute) – und zwar solange, bis der Rettungsdienst übernimmt.

7. Nach der Hilfeleistung sollten Ihre Hände gründlich und sorgfältig gewaschen und desinfiziert werden.

8. Geben Sie den Einsatzkräften Ihre eigenen Kontaktdaten, um erreichbar zu sein, für den Fall, dass bei der betroffenen Person nachträglich eine infektiöse Erkrankung festgestellt wird.

9. Wenn Sie zu einer Risikogruppe zählen, sollten Sie grundsätzlich zu Hause bleiben. Werden Sie dennoch draußen Zeuge eines Notfalls, müssen Sie abwägen, ob Hilfeleistungen an Fremden unter Rücksichtnahme auf die eigene Sicherheit möglich sind.

10. Ein Risikopatient mit Symptomen sollte an einem Patienten keine direkte Erste Hilfe leisten, sondern sich auf die Organisation der Hilfe beschränken und den Notruf 112 wählen.

Weiterbildungsberatung

115px-Wappen Landkreis Oberallgaeu svg Landkreis Oberallgäu
via Markt Oberstdorf
am 05.05.2020
Die Bildungsberatung des Landkreises Oberallgäu ist weiterhin von Montag bis Freitag zwischen 8.30 Uhr und 12.30 Uhr telefonisch und per E-Mail für Sie erreichbar.

Weitere Terminvereinbarungen sind ebenfalls möglich, persönliche Beratungsgespräche können im Moment jedoch nicht durchgeführt werden.
 Wir beantworten Ihre Fragen zur Aus- und Weiterbildung.
 Wir beraten zur beruflichen Aufstiegsqualifikation.
 Wir zeigen Ihnen neue berufliche Perspektiven auf.
 Wir bieten Ihnen individuelle Beratung, abgestimmt auf Ihre Person.
 Wir informieren über finanzielle Fördermöglichkeiten für Ihre Weiterbildung
Susanne Gendner, Tel. 08321 – 667350; E-Mail: bildungsberatung@oa-vhs.de

Neu ist der „Bildungsscheck“, eine Förderung der Bayerischen Staatsregierung in Höhe von 500 Euro für digitale Weiterbildung. Hierzu berät Sie Nico Meyer, Weiterbildungsinitiator bbw Kempten, Tel. 0831 52149-24, E-Mail: nico.meyer@bbw.de

Wissenswertes über Zecken

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 29.04.2020
Neueste Forschungen zeigen: es gibt keine Zeckensaison mehr. Aufgrund der Erderwärmung sind Zecken mittlerweile in vielen Regionen das ganze Jahr über aktiv, vor allem aber von März bis November.

Zeckenbisse sind zwar nicht zwangsläufig gefährlich, doch die Tiere sind Überträger der so genannten (Lyme)Borreliose oder der FSME, einer durch Viren ausgelösten Hirnhautentzündung. Das Allgäu zählt zu den Risikogebieten für diese schwerwiegende Erkrankung.

Zecken sind Spinnentiere. Sie sitzen im hohen Gras, im Garten, Unterholz, Gebüsch oder Laub. Streift ein Spaziergänger, Wanderer, Jogger, ein spielendes Kind oder ein Tier ihren Sitzplatz, lassen sie sich auf diesen neuen Wirt fallen. Dort suchen sie nach einer geeigneten Einstichstelle, was oft Stunden dauern kann. Bevorzugt machen sie es sich in Hautfalten bequem, beispielsweise unter den Achseln, in den Leisten, Gesäßspalten und Kniekehlen, hinter dem Ohr, zwischen den Zehen oder im Hals- und Nackenbereich. Zecken können aber auch einfach auf einem Bein, Arm oder dem Körper sitzen. Dort verankern sie sich und saugen sich mit Blut voll. Da der Speichel der Tiere ein Schmerzmittel enthält, ist der Stich schmerzlos, juckt nicht und bleibt somit oft unbemerkt.

Zeckenentfernung
Dr.med. Andreas Baumgarten, Chefarzt beim BRK Oberallgäu, rät: „Je früher Sie eine Zecke entfernen, umso besser. Wichtig ist, die Zecke nicht zu quetschen. Auch Hausmittel wie Öl, Alkohol oder Klebstoff dürfen nicht verwendet werden - sie lassen das Tier erbrechen. Dabei werden Krankheitserreger in die Wunde übertragen. Fassen Sie die Zecke mit einer Zeckenpinzette oder Zeckenkarte, die es in der Apotheke gibt, möglichst weit vorne am Kopf an. Ziehen Sie sie langsam, eventuell mit einer Drehbewegung heraus und desinfizieren Sie die Bissstelle. Konnte die Zecke nicht oder nicht ganz entfernt werden, gehen Sie zum Arzt.“

Borreliose erkennen
Borreliose ist in ganz Deutschland verbreitet und kann unterschiedliche Auswirkungen haben. „Bis sich die ersten Krankheitszeichen zeigen, vergehen mindestens einige Tage bis mehrere Wochen. „Ein Anzeichen für eine mögliche Borrelien-Infektion ist auch die sogenannte Wanderröte - eine kreisrunde, scharf abgegrenzte Rötung mit hellem Hof rund um den Einstich, die mehrere Tage bis mehrere Wochen nach der Ansteckung auftreten kann. Da sie manchmal unauffällig ausfällt und nicht juckt, kann sie leicht übersehen werden. Daher sollten Sie die Einstichstelle über einen längeren Zeitraum gut beobachten“, rät der Experte. „Bei Auftreten der Wanderröte sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Es gibt aber auch viele Fälle von Borreliose ganz ohne Wanderröte.“
Ein anderes, selteneres Anzeichen der Borreliose ist ein einzelnes, schmerzloses, weiches blaurotes Knötchen in der Haut, das an jeder Körperstelle auftreten kann.
„In seltenen Fällen kommt es zu schweren Krankheitsverläufen der Lyme-Borreliose, die die Gelenke oder das Herz betreffen. Bei jedem zehnten Betroffenen befallen die Viren das Nervensystem. Anzeichen sind brennende und stechende Schmerzen, die vor allem nachts auftreten. Auch können Taubheitsgefühle, Seh- und Hörstörungen oder Lähmungen, vor allem der Gesichtsnerven, der Arme und Beine auftreten.“
Gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Sie ist aber bei frühzeitiger Diagnose in aller Regel gut mit Antibiotika behandelbar. Wird die Borreliose nicht mit Antibiotika behandelt, können die Erreger im Körper überdauern und nach Monaten bis Jahren späte Symptome verursachen, deren Ursache dann schwer zuzuordnen ist. Ob ein Mensch Borrelien im Körper trägt, kann der Arzt mit einer Blutuntersuchung feststellen.

FSME erkennen
„Im ungünstigsten Fall kann es durch den Zeckenstich zu einer FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis/Frühsommer-Gehirnhautentzündung) kommen. Die ersten grippeähnlichen Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen treten meist erst fünf bis zehn Tage nach der Infektion auf. Unbehandelt kann eine solche Hirnhautentzündung bis zum Tod führen“, sagt Dr. Baumgarten und betont: „Gegen FSME kann man sich schützen. Hier wird eine vorbeugende 3-fach Impfung empfohlen, die ab dem 1. Lebensjahr möglich ist.“

So beugen Sie Zeckenstichen vor
„Solange man bei Aufenthalten in der Natur auf Wegen bleibt und nicht mit Gräsern, Sträuchern, Bäumen usw. in Berührung kommt, ist die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenstiches gering. Ansonsten sollte man beim Spazierengehen, Wandern oder beim Sport gut schließende Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen. Wer eine lange Hose trägt und die Hosenbeine in die Socken steckt, sieht zwar vielleicht nicht gerade topmodisch aus, ist aber gut geschützt“, sagt Dr. Baumgarten. „Bei der Gartenarbeit bieten sich Gummihandschuhe und Gummistiefel an. Auf heller Kleidung sieht man die Tierchen, die mitunter kleiner als ein gemahlenes Pfefferkorn sind, besser. Zecken, die auf der Kleidung krabbeln, können Sie leicht mit einem Klebebandstreifen entfernen. Antizeckensprays oder -Lotionen auf Haut und/oder Kleidung bringen einen gewissen abwehrenden Effekt, sind aber keine Garantie gegen Zeckenstiche und ersetzen auch nicht die gründliche Kontrolle, die nach dem Aufenthalt im Freien erfolgen sollte.“

Wohin mit der Zecke?
„Zecken sollten so getötet werden, dass der Mensch nicht mit den Körperflüssigkeiten des Tieres in Kontakt kommt. Andernfalls können Krankheitserreger in den menschlichen Organismus gelangen – zum Beispiel durch eine kleine Wunde. Am wirkungsvollsten ist es, die Zecke mit einem festen Gegenstand zu zerdrücken. Dazu sollten die Zecke in einem zusammengefalteten Papier eingeklappt werden. Auch 40-prozentiger Alkohol, Chlorreiniger und Sagrotan machen den Blutsaugern den Garaus.“

Spannende Fakten über Zecken
- Zecken gibt es seit rund 350 Millionen Jahren
- Zecken können bis zu drei Wochen unter Wasser überleben.
- Abhängig von der Luftfeuchtigkeit können Zecken im Haus bis zu zehn Tage überleben und später zu einem Stich führen.
- Zecken auf der Kleidung überleben einen Waschgang bei 40 Grad.
- Im Wäschetrockner sterben Zecken bei Temperaturen von mindestens 60 Grad. Besser sind 70 Grad.
- Zecken können 24 Stunden bei bis zu -12 °C in einem Gefrierfach überleben. Wer sich für diese Methode entscheidet, sollte die Tiere mindestens 24 Stunden bei –20 °C einfrieren.
- Im Labor konnten Zecken, die Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung auskommen. In freier Natur überlebt der Gemeine Holzbock drei bis fünf Jahre ohne Blutmahlzeit.
- Zecken sind auch im Winter ab ca. 7 °C aktiv.
- Dass Zecken von Bäumen auf Menschen „springen“ ist ein Ammenmärchen.
- Eine in Deutschland neu aufgetauchte Zeckenart ist die Hyalomma-Zecke, die eigentlich in Südeuropa, Asien und Afrika heimisch ist. Diese so genannte "Super-Zecke" kann fünfmal so groß werden wie der 2,5 mm bis 4,5 mm große Gemeine Holzbock und kann schwerwiegende Krankheiten übertragen.

Öffnungszeiten Grüngutannahme Oberstdorf

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 28.04.2020
2. Mai bis 30. September - Montag, Mittwoch, Freitag von 13.30 bis 16.30 Uhr und Samstag von 9.00 bis 11.30 Uhr

Geschlossen:
Feiertag 1. Mai
Pfingsten 30. Mai bis 1. Juni

Kontakt: Kompostieranlage, Rubinger Str. 31, Oberstdorf, Tel. 08322 911-168
Den Öffnungszeiten-Kalender finden Sie auch unter
www.gemeindewerke-oberstdorf.de/produkte/kommunale-dienste/kompostierungsanlage.html

Notruf 112

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 06.02.2020
„Hier ist der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst – bitte legen Sie nicht auf“ – diese Bandansage hört jeder, der im Notfall die 112 wählt.

Kurz darauf hat man einen Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle
persönlich am Telefon.
„Es ist deshalb wichtig, auf keinen Fall aufzulegen, denn die Ansage wiederholt sich so lange, bis eine Leitung frei ist. In der Regel werden die Anrufe innerhalb weniger Sekunden entgegengenommen“, erklärt Ingo Hofer, stellvertretender Leiter der ILS Allgäu.

Die Integrierte Leitstelle Allgäu wird seit dem Jahr 2010 von der
Stadt Kempten (Allgäu) betrieben. Hier wird der europaweite Notruf 112
entgegengenommen. Diese Notrufnummer gilt im Übrigen auch in allen
anderen EU-Mitgliedsstaaten und in weiteren Ländern wie z.B. Island,
Norwegen, Schweiz, Russland oder der Türkei.

„Der überwiegende Teil der Allgäuer Bevölkerung kennt die 112 als
Notrufnummer für Feuerwehr und Rettungsdienst mittlerweile, allerdings werden wir immer häufiger wegen Nichtigkeiten angerufen“, beschreibt Hofer eine gewisse Tendenz im Zuständigkeitsgebiet. Wenn ich am Wochenende einen Schnupfen habe, dann muss dafür nicht die 112 alarmiert werden.“
Es sei wichtig vor Absetzen eines Notrufs abzuwägen, ob wirklich eine
lebensbedrohliche Situation vorliege oder es Anzeichen für eine Bedrohung
gebe, so Hofer. „Bei Feuer, Verkehrsunfällen, akuten Notfallsituationen oder Anzeichen für eine akute Bedrohung, da ist umgehend die 112 zu wählen. Dann auch lieber einmal zu viel anrufen, als einmal zu wenig.“

Für Erkrankungen, bei denen man tagsüber den Hausarzt aufsuchen würde, steht außerhalb der Sprechzeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 zur Verfügung – weitere Infos hierzu unter www.116117.de.

Es sei auch ein Irrtum, dass man in der Notaufnahme eher drankomme, wenn man mit dem Rettungsdienst eingeliefert wurde. Auch die Notaufnahmen haben zwischenzeitlich auf den immer größer werdenden Ansturm reagiert. Mittels eines Triage-Systems werden die Patienten gesichtet und priorisiert, unabhängig davon, wann und über welchen Weg sie letztendlich in der Notaufnahme eintreffen.

Was nach dem Anruf der 112 passiert

„Unsere Leitstelle im Allgäu ist tagsüber mit fünf und nachts mit drei Mitarbeitern besetzt, die Anrufe entgegennehmen. Alle Disponenten haben eine feuerwehrtechnische sowie auch eine rettungsdienstliche Ausbildung. Von ihnen werden alle wichtigen Informationen abgefragt, um die für die jeweilige Situation erforderlichen und geeigneten Rettungsmittel anfordern zu können.
Die Zeiten, in denen jeder die 5-W-Fragen selbstständig runterbeten sollte, sind lange vorbei. Unser Personal ist professionell geschult und stellt alle Fragen, die benötigt werden. Es braucht also keiner Angst haben, etwas falsch zu machen“, erläutert Ingo Hofer.
Im Anschluss wird ein Meldebild erstellt und entschieden, welche Einsatzmittel benötigt werden: die Feuerwehr, der Notarzt, der
Rettungswagen oder der Krankenwagen. Bei einer akuten Lebensbedrohung bleibt der Mitarbeiter der Leitstelle häufig mit dem Anrufer so lange telefonisch verbunden, bis der Rettungsdienst vor Ort eingetroffen ist. „Bei einem Herzstillstand geben wir sofort über das Telefon Anweisungen für die Reanimation. Je schneller mit der Herzdruckmassage begonnen wird, umso größer ist die Überlebenschance.“

Das Bundesland Bayern hat vor ein paar Jahren als erstes
Flächenbundesland die Telefonreanimation in allen Integrierten Leitstellen
eingeführt. „Erst vor kurzem konnten wir einen jungen Mann über das Telefon wiederbeleben und ein paar Tage später stand er dann persönlich bei uns vor der Tür, um sich zu bedanken. Das sind natürlich tolle und bewegende Momente, die einem im Gedächtnis bleiben. Selbst nach 20 Jahren Erfahrung in diesem Bereich“, freut sich Ingo Hofer. Er habe in den letzten Jahren aber auch deutliche negative Tendenzen feststellen müssen: „Viele Leute hören einem nicht aktiv zu und beantworten unsere Fragen nicht ausreichend oder nehmen nicht die Hilfe an, die wir ihnen anbieten. Stattdessen fordert man sofort den Rettungswagen oder Notarzt, wobei der Notarzt auch noch oft mit dem ärztlichen Notdienst verwechselt wird. Das ist bedauerlich, wie ich finde. Jeder will das Maximale bekommen und
das Schnellste. Oftmals haben meine Kollegen und ich mit Diskussionen am Telefon zu kämpfen oder werden sogar persönlich angegangen.“

Dem Rettungsdienst die Arbeit erleichtern

Die Integrierte Leitstelle Allgäu hat wie alle Rettungsleitstellen immer mehr
eingehende Notrufe zu verzeichnen. Bayernweit stieg die Anzahl der
Notfallereignisse in den letzten 10 Jahren in den Landkreisen und Städten um insgesamt 53%. Das geht aus dem aktuellsten Rettungsdienstbericht Bayern hervor.
Der überwiegende Teil der Notrufe sind Einsätze für den Rettungsdienst.
Wenn der Rettungsdienst zu einem Notruf ausrückt, dann zählt meist jede
Sekunde.
„Im Zuge des Europäischen Notruftags am 11.2. möchte ich die
Öffentlichkeit gerne nochmal sensibilisieren, unsere Rettungskräfte durch richtiges Verhalten zu unterstützen“, appelliert Peter Fraas, Leiter des Rettungsdienstes beim BRK Kempten-Oberallgäu. „Das fängt schon bei der Rettungsgasse an. Je besser unsere Einsatzfahrzeuge im Straßenverkehr durchkommen, umso schneller sind sie am Einsatzort, um Erste Hilfe zu leisten. Große Hausnummern, die von der Straße aus klar erkennbar sind, und vor allem Namensschilder an den Türen sind für uns extrem wichtig. In Wohnanlagen mit vielen Parteien gibt es oft nur eine Hausnummer für dutzenden Wohnungen. Wenn wir minutenlang durch das Treppenhaus irren müssen, dann kann das im schlimmsten Fall dramatisch
Folgen haben.“
Der Teamleiter des Rettungsdienstes und erfahrene Einsatzleiter
fordert außerdem: „Es ist immer hilfreich, wenn Einweiser unten auf der Straße auf uns warten und uns den Weg weisen. Im Notfall kann man auch einfach einen Nachbarn bitten, sich aufzustellen, wenn kein Familienmitglied greifbar ist.“ Ferner erleichtere es die Arbeit der Einsatzkräfte, wenn die Angehörigen bestimmte Unterlagen griffbereit hätten. Neben der Versicherungskarte gehörten dazu Dokumente über Vorerkrankungen, Arztbriefe und natürlich Medikamente, besonders bei chronisch kranken Patienten.

EUTB Allgäu

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 18.12.2019
Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung unterstützt und berät alle Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohte Menschen, aber auch Angehörige kostenlos bundesweit in allen Fragen zur Rehabilitation und Teilhabe.

Weitere Informationen unter:
www.teilhabeberatung.de
www.gemeinsam-einfach-machen.de
Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales:
030 221 911 006
Gebärdentelefon: gebaerdentelefon@sip.bmas.buergerservice

Kontakt zum EUTB Allgäu
Berghoferstraße 13, 87527 Sonthofen
Tel. 08321 6076215, E-Mail: a berthold@eutb-allgaeu.de

Wo bekomme ich Auskunft über Hochwassergefahren?

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 09.07.2019
Eine Information des Bayerischen Landesamts für Umwelt

Wissen Sie, ob Sie in einem Gebiet wohnen, das bei einem Fluss- Hochwasser überflutet werden könnte?
Das können Sie ganz einfach online nachschauen beim Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete: www.iug.bayern.de.

Nur wer sein eigenes Risiko kennt, kann sich auf den Hochwasserfall vorbereiten. Infos und Tipps finden sie im Infoportal www.hochwasserinfo.bayern.de

Und wie erfahren Sie, ob Sie im Hochwasserfall akut bedroht sind? In Bayern informiert Sie der Hochwassernachrichtendienst auf mehreren Wegen aktuell und schnell über Lageberichte, Warnungen, Wasserstände und Niederschläge. Das Online-Angebot erreichen Sie unter www.hnd.bayern.de.

Den bayernweiten Lagebericht können Sie auch über eine automatische Telefonansage (Tel. 0821/ 9071-59 76) abrufen.

Ebenso informieren Meldungen im Teletext des Bayerischen
Fernsehens (Seite 647) sowie im lokalen Rundfunk kurzfristig über Gefahren.

Im Hochwasserfall geben die Lageberichte mehrmals täglich einen Überblick zur Hochwassersituation und eine Vorschau auf die weitere Entwicklung. In den Warnungen beschreiben die Wasserwirtschaftsämter detailliert nach Landkreisen die Hochwasser-Situation.

Jeder kann darüber hinaus unter www.hnd.bayern.de die Wasserstände an den Pegel-Messstationen in seiner Nähe verfolgen.

Hinweis: Für Überschwemmungen, wie sie zum Beispiel durch örtlich begrenzte Starkregen (Gewitter) auftreten, können keine Warnungen und Vorhersagen erstellt werden.

Weitere Informationen sowie viele Tipps zur Hochwasservorsorge finden Sie unter www.hochwasserinfo.bayern.de, dem Informationsportal der bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung rund um das Thema Hochwasser.

Zentrale Meldestelle bei Störungen des Stromnetzes

Logo-allgaeunetz-allgaeu-kempten-energieversorger AllgäuNetz GmbH & Co KG
via Markt Oberstdorf
am 30.04.2019
Bei einem Stromausfall, einer Stromstörung oder Schäden an einer Stromleitung erreichen die Oberstdorfer Bürgerinnen und Bürger ganzjährig und rund um die Uhr die zentrale Störungsmeldestelle, Telefon 0800 2521-222 (kostenlos)

Der technische Service und die Betreuung des Oberstdorfer Stromnetzes obliegen dem Leitungsverbund AllgäuNetz GmbH & Co. KG.

Die Mitarbeiter der zentralen Netzleitstelle in Kempten leiten die Behebung sofort in die Wege und setzten sich mit den zuständigen Mitarbeitern vor Ort in Verbindung.