Verschiedenes

Zentrale Meldestelle bei Störungen des Stromnetzes

Logo-allgaeunetz-allgaeu-kempten-energieversorger AllgäuNetz GmbH & Co KG
via Markt Oberstdorf
am 21.06.2021
Bei einem Stromausfall, einer Stromstörung oder Schäden an einer Stromleitung erreichen die Oberstdorfer Bürgerinnen und Bürger ganzjährig und rund um die Uhr die zentrale Störungsmeldestelle, Telefon 0800 2521-222 (kostenlos)

Der technische Service und die Betreuung des Oberstdorfer Stromnetzes obliegen dem Leitungsverbund AllgäuNetz GmbH & Co. KG.

Die Mitarbeiter der zentralen Netzleitstelle in Kempten leiten die Behebung sofort in die Wege und setzten sich mit den zuständigen Mitarbeitern vor Ort in Verbindung.

Zum Sommeranfang

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 21.06.2021
BRK Oberallgäu gibt Tipps zur Ersten Hilfe bei starkem Sonnenbrand

Zugegeben, angesichts des anhaltend nasskalten Frühlings mag man es kaum glauben, aber am 21. Juni ist Sommeranfang. Für den Fall, dass das Wetter sich doch noch den allgemeinen Erwartungen an diese Jahreszeit anpassen sollte, hat Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu Tipps zur Ersten Hilfe bei starkem Sonnenbrand.

„Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung ersten Grades“, stellt Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, klar. „Zu erkennen ist er an der stark geröteten, schmerzenden und berührungsempfindlichen Haut. Das Problem ist, dass ein starker Sonnenbrand schwere Zellschäden mit sich bringt, die noch Jahre später zu Hautkrebs führen können.“ Als Erste Hilfe-Maßnahmen rät er: „Bringen Sie die Person in den Schatten. Kühlen Sie die gerötete Haut mit einem feuchten Tuch. Sollte ein größeres Hautareal verbrannt sein und womöglich Fieber und Schüttelfrost hinzukommen, wenden Sie sich an einen Arzt.“

Damit es gar nicht erst zu akuten Sonnenschäden oder der Gefahr späterer bösartiger Hauterkrankungen kommt, appelliert der Fachmann: „Bitte seien sich nicht nachlässig, sondern schützen Sie sich und vor allem empfindliche Kinderhaut mit geeigneter Kleidung und durch das regelmäßige Auftragen eines entsprechenden Sonnenschutzmittels. Setzen Sie Ihre Haut nicht der prallen Sonne aus. Eine Kopfbedeckung und ein T-Shirt sind beim Sonnenbaden ein Muss. Babys unter einem Jahr müssen auf jeden Fall im Schatten bleiben!“

Helm auf!

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 19.06.2021
Anlässlich des Weltfahrradtages am 3. Juni bittet Peter Fraas, der Rettungsdienstleiter des BRK Oberallgäu, alle Allgäuer Radler: „Bitte tragt immer einen geeigneten Helm. Viele schwere Kopfverletzungen sind dadurch vermeidbar.“

„Die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer, die wir im Rettungsdienst behandeln, hat sich merklich erhöht, das liegt auch am Boom der E-Bikes“, sagt Peter Fraas. „Das Problem wird dadurch verschärft, dass leider immer weniger Radler einen Helm tragen.“ Nachvollziehbar ist dies für den erfahrenen Notfallsanitäter nicht. „Jeder weiß, dass ein qualitativ hochwertiger, gut sitzender Fahrradhelm schwere Kopfverletzungen deutlich abmildern oder ganz verhindern kann.“

Warum die Leute trotzdem auf diesen leicht zu bekommenden Schutz verzichten, darüber könne er nur spekulieren. „Vielleicht ist es Eitelkeit - ein Fahrradhelm schmeichelt ehrlich gesagt den wenigsten - muss er aber auch nicht. Vielleicht ist es Leichtsinn oder Nachlässigkeit und der Gedanke, auf der kurzen Strecke wird schon nichts passieren“. Das treffe bedauerlicherweise nicht immer zu. Im vergangenen Jahr ließen rund 430 Radler ihr Leben im deutschen Straßenverkehr. Laut Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen vermieden werden, wenn alle Radfahrer grundsätzlich einen Helm tragen würden.

„Das Problem ist, dass man als Radler bei einem Zusammenstoß mit einem Auto oft auf die Motorhaube oder den Querholm prallt“, erklärt Peter Fraas. „Dabei wird der Kopf unmittelbar in Mitleidenschaft gezogen. Die Verletzungen reichen von Gehirnerschütterungen bis hin zu Schädelbrüchen oder Hirnblutungen.“ Er appelliert an den gesunden Menschenverstand alle Fahrradfahrer: „Ein Unfall ist schnell passiert. Tragt deshalb immer einen Fahrradhelm, auch bei Kurzstrecken, und seid damit auch Kindern ein Vorbild. Das kann unter Umständen Leben retten.“

Wichtig zu wissen:
Fahrradhelme müssen nach einem Sturz ausgetauscht werden. Auch ein versehentliches Fallenlassen ist bedenklich, denn schon bei einem leichten Aufprall können Mikrorisse in der Schale entstehen, die im Ernstfall den Schutz erheblich mindern.

Untersuchungen zufolge hat der anhaltende E-Bike-Boom die Unfallzahlen erhöht. Die Elektroräder werden verstärkt von älteren Personen benutzt, die sonst nicht mehr Fahrradfahren würden. Häufig werden Geschwindigkeit, Gewicht und Bremsverhalten unterschätzt. Hier sind Probe- und Übungsfahrten auf Plätzen ohne Straßenverkehr sinnvoll.

Generell gilt: Halten Sie sich an die Verkehrsregeln, fahren Sie auf Straßen und einspurigen Radwegen nicht gegen die Fahrtrichtung und achten Sie auf Fußgänger. Achten Sie als Radler auf eine gute Beleuchtung, Reflektoren und allgemein gute Sichtbarkeit. Geben Sie beim Abbiegen deutlich Handzeichen und tragen Sie keine Kopfhörer.

Grillen in freier Natur

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 18.06.2021
Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz (BayNatSchG) darf grundsätzlich jeder zum Genuss der Naturschönheiten und zur Erholung alle Teile der freien Natur ohne behördliche Genehmigung und ohne Zustimmung des Grundeigentümers oder sonstigen Berechtigten unentgeltlich betreten.

Dieses so genannte Betretungsrecht gilt jedoch nur für Freizeitgestaltung und Sportausübung, die dem Naturgenuss und der Erholung dienen.
Das Entzünden und Betreiben offener Feuer zum Grillen oder als Lagerfeuer in der freien Natur ist mehr als nur ein „normales Betreten“ und wird daher nicht vom Betretungsrecht gedeckt. Dafür ist stets die Zustimmung des Grundstücksberechtigten - für das Sammeln von Brennholz im Wald auch die Zustimmung des Waldbesitzers - erforderlich.

Das Entzünden und Betreiben offener Feuer ist in Natur-, Wild- und Landschaftsschutzgebieten grundsätzlich verboten. Die Schutzgebiete sind in der Regel beschildert. Alle Seitentäler südlich von Oberstdorf liegen jeweils in einem Landschaftsschutzgebiet, damit ist das Grillen in diesen Bereichen nicht erlaubt.
Wer gegen die naturschutz-, forst-, jagd-, wasser-, abfallrechtlichen oder Brandschutzbestimmungen oder die Anzeigepflicht bei Veranstaltungen verstößt, handelt ordnungswidrig und kann mit Geldbuße belegt werden.

Auch beim erlaubten Feuermachen sollte die allgemeine Verpflichtung zum Schutz der Natur beachtet werden (§ 1 BNatSchG). Verhalten Sie sich stets so, dass die Lebensgrundlagen für wild wachsende Pflanzen und wild lebende Tiere soweit wie möglich erhalten, nicht mehr als unvermeidbar beeinträchtigt und gegebenenfalls wieder hergestellt werden.

  • Machen Sie keinen unnötigen Lärm.
  • Wählen Sie den Platz für eine Feuerstelle so, dass keine Brandgefahr für die Umgebung entstehen kann, mindestens 100 Meter von einem Wald und leicht entzündlichen Stoffen entfernt. Und mindestens fünf Meter von Gebäuden aus brennbaren Stoffen, vom Dachvorsprung ab gemessen mindestens fünf Meter von sonstigen brennbaren Stoffen. Suchen Sie möglichst einen Platz in der Nähe eines Gewässers, um Wasser zum Feuerlöschen zu haben.
  • Verwenden Sie als Brennstoff für das Grillfeuer nur Grillkohle, für Lagerfeuer nur trockenes Holz. Altöle, Altreifen oder Kunststoffe etc. dürfen keinesfalls verwendet werden.
  • Halten Sie das Feuer ständig unter Aufsicht. Löschen Sie es bei starkem Wind. Wenn Sie das Feuer verlassen, müssen Feuer und Glut ganz erloschen sein.
  • Wenn Sie den Platz endgültig verlassen, stellen Sie so weit wie möglich den Zustand her, wie er sein sollte.
  • Lassen Sie keine Abfälle, auch kein Brennmaterial, zurück. Seien Sie sich als echter Naturfreund nicht zu schade, auch einmal liegen gebliebenen Müll anderer zum nächsten Abfallbehälter mitzunehmen.

Jeder Einzelne von uns muss schonend mit Natur und Landschaft umgehen, damit wir und unsere Nachkommen auch in Zukunft darin Lebensgrundlage und Erholung finden können!

Öffentliche Grillplätze
Öffentliche Grillplätze gibt es in Altusried, Balderschwang, Betzigau, Immenstadt, Obermaiselstein, Oy-Mittelberg, Sonthofen, Weitnau und Wertach. In Oberstdorf ist kein Grillplatz ausgewiesen.

Grüngutannahme Oberstdorf

Logo KDO Kommunale Dienste Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 14.06.2021
Öffnungszeiten: 2. Juni. bis 30. September - Montag, Mittwoch, Freitag 13:30-16:30 Uhr, Samstag 9:00-11:30 Uhr.
Appell an Hundehalter

Raus aus meinem Essen

115px-Wappen Landkreis Oberallgaeu svg Landkreis Oberallgäu
via Markt Oberstdorf
am 11.06.2021
Der Landkreis Oberallgäu bedankt sich gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband und den Kreisjagdverbänden Oberallgäu und Kempten bei allen Hundehaltern, die die Hinterlassenschaften ihres vierbeinigen Lieblings zuverlässig beseitigen und den natürlichen Jagdtrieb ihres Hundes unter Kontrolle halten.

Alle Tierfreunde wissen, wie wichtig qualitativ hochwertiges Futter für die Gesundheit und Fitness der uns anvertrauten Tiere ist. Das ist bei Kühen nicht anders als bei Hunden.

Gutes Futter zu ernten ist für unsere Bauern oft gar nicht so einfach, denn trotz aller Mühen und Anstrengungen, macht auch das Wetter häufig einen Strich durch die Rechnung. Umso wichtiger ist es, vermeidbare Beeinträchtigungen bei der Futterqualität zu vermeiden. Dazu gehört natürlich auch die Verschmutzung durch Hundekot.

Die Jäger appellieren an die Hundehalter, diese in Jagdrevieren nicht unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen. Denn zu häufig stellt sich die Annahme „Mein Hund jagt nicht“ als Trugschluss heraus, sobald der Geruch eines Rehes oder eines Hasen die feine Hundenase erreicht und der Hundebesitzer dann fast keine Einwirkungsmöglichkeit mehr auf seinen vierbeinigen Begleiter hat.
Ein gehetztes und gerissenes Wildtier ist nicht zu akzeptieren! Es stirbt so sinnlos und vermeidbar oft auch langsam und qualvoll.

Wir bitten deshalb alle Hundehalter:
* Achten Sie darauf, dass Ihr Liebling sein Häufchen nicht auf „Almas Teller“ macht. Sollte es doch einmal passieren, nehmen Sie es bitte mit und entsorgen es in den dafür vorgesehenen Abfallbehältern oder daheim in der Mülltonne.
* Nehmen Sie ihren Hund an die Leine, damit die Versuchung unterbunden werden kann, Wildtiere zu jagen oder gar zu reißen. Nur so vermeiden Sie unnötiges Tierleid.
* Dies gilt ganz besonders in den nächsten Wochen, wo die Brut- und Setzzeiten unserer heimischen Wildtiere beginnen.

Wir vertrauen auf Ihre Umsicht und Ihre Tierliebe!

Danke.

Medizinischer Notfall bei Kindern – was tun?

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 10.06.2021
Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu gibt wichtige Erste Hilfe-Tipps

„Wenn bei Kindern plötzlich ein schwerer medizinischer Notfall eintritt - etwa durch einen Sturz vom Baum oder mit dem Roller, das Verschlucken von Kleinteilen oder ähnliches -, ist das für die Eltern oder anderen Begleitpersonen eine Extremsituation. Vor Angst, Schock und Verzweiflung fällt es ihnen oft schwer, schnell richtig zu handeln“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu.
Er rät darum allen Eltern: „Setzen Sie sich in ruhigen Momenten mit geeigneten Erste-Hilfe-Maßnahmen auseinander oder, noch besser, nehmen Sie an einem der vielen Kurse zur Ersten-Hilfe am Kind teil. Damit fühlt man sich im Notfall sicherer, kann die Handgriffe schneller abrufen und den Kindern tatsächlich schnell helfen.“

„Wenn kleine Kinder anfangen, ihre Umwelt zu erkunden, passieren manchmal Unfälle. Sich im Voraus mit möglichen Szenarien auseinanderzusetzen, bedeutet nicht, den Teufel an die Wand zu malen. Vielmehr sorgen Sie verantwortungsbewusst für einen hoffentlich niemals eintretenden Notfall vor“, sagt Frank Schönmetzler.

Der Experte, der selbst schon zahllose Kurse zur „Ersten Hilfe am Kind“ abgehalten hat, hat einige ganz grundlegende Tipps:

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben, auch wenn´s schwerfällt. Das Kind muss das Gefühl haben, dass Sie als Erwachsener die Situation im Griff haben. Panik würde sich auf den kleinen Patienten übertragen und die Situation für alle erschweren.
  • Begeben Sie sich auf Augenhöhe, sprechen Sie das Kind ruhig an. Wenn das Kind Sie nicht kennt, stellen Sie sich vor, beruhigen Sie es und sagen Sie, dass Sie es nicht alleine lassen werden.
  • Durch den Blickkontakt bekommen Sie einen ersten Eindruck, ob das Kind klar, wach und gut ansprechbar oder eher benommen ist.
  • Indem Sie vorsichtig Körperkontakt herstellen, es zum Beispiel leicht mit der Hand am Arm berühren, merken Sie, ob die Körpertemperatur (zu) heiß oder kalt ist.
  • Fragen Sie das Kind, wie es ihm geht und was passiert ist. Bitten Sie es, selbst auf die schmerzende Stelle zu zeigen.
  • Versorgen Sie eventuelle Wunden und trösten Sie den kleinen Patienten. Halten Sie das Kind warm.
  • Sollte das Kind bewusstlos sein, aber atmen, legen Sie es in die stabile Seitenlage.
  • Rufen Sie den Rettungsdienst unter 112.
  • Ist keine Atmung und kein Herzschlag vorhanden, müssen Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. Bei Kleinkindern und Säuglingen muss dabei Einiges beachten werden!

Besonderheiten der Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Säuglingen und Kleinkindern
„Bei Säuglingen und Kindern muss man als Helfer die Herz-Lungen-Wiederbelebung dem altersbedingten Atemrhythmus, dem Atemvolumen und der Herzfrequenz anpassen“, betont Frank Schönmetzler.

Säugling
* Zwei Fingerkuppen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbs des Säuglings (unteres Drittel des Brustbeins) platzieren.
* Mit zwei Fingern das Brustbein ca. ein Drittel bis zur Hälfte (ca. 4 cm) tief nach unten drücken.

Kleinkind
* Den Ballen einer bzw. von zwei Händen auf die Mitte des Brustkorbs (unteres Drittel des Brustbeins) platzieren.
* Über den Brustkorb des Kindes beugen und mit gestrecktem Arm das Brustbein ca. ein Drittel bis zur Hälfte (ca. 5 cm) tief nach unten drücken. Darauf achten, dass die Finger nicht auf der Brust liegen.

Generell gilt:
* Das Brustbein nach jedem Mal Drücken vollständig entlasten, ohne dabei den Kontakt zwischen Hand und dem Brustkorb des Kindes aufzugeben.
* 30-mal das Brustbein nach unten drücken (Frequenz: 100- bis max. 120-mal pro Minute!)
* Druck- und Entlastungsdauer sollten gleich sein.
* Fall nötig: Nach 30 Druckmassagen den Säugling / das Kleinkind zweimal beatmen.
* Ist ein AED-Gerät (Defibrillator) in der Nähe, holen Sie es oder lassen Sie es von einem Umstehenden holen.
* Schließen Sie das Gerät (ggf. unter Verwendung der Klebeelektroden für Kinder zwischen einem und acht Lebensjahren) an das Kind an und folgen Sie den weiteren Sprachanweisungen des AED-Gerätes.

Infos und Termine zu den Erste Hilfe-Kursen am Kind des BRK Oberallgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/leichte-sprache/kurse/erste-hilfe/rot-kreuz-kurs-erste-hilfe-am-kind.html

Blut spenden trotz Corona-Impfung?

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 10.06.2021
Am 14. Juni ist Weltblutspendetag. Ob man als Geimpfter zur Blutspende gehen darf und was man zum Blutspenden in Zeiten von Corona sonst noch wissen sollte, erklärt Stephanie Melder, Sachbearbeiterin Blutspendewesen des BRK Oberallgäu.

Blutpräparate, also Erythrozytenkonzentrate, Thrombozytenpräparate und Blutplasma, sind für sehr viele Kranke und Verletzte die einzige Überlebenschance. Denn bis heute gibt es keine künstliche Alternative für gespendetes Blut. Täglich werden allein in Bayern 2.000 Blutspenden benötigt. Da diese aber nur 42 Tage haltbar sind, ist es wichtig, dass kontinuierlich Blut gespendet wird – auch in Pandemie-Zeiten.

Stephanie Melder vom BRK Oberallgäu betont: „Blutspendetermine unterliegen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. Ganz grundsätzlich gilt: Nur wer fit und gesund ist, darf zur Blutspende kommen. Wer Infektionssymptome wie Halskratzen, Schüttelfrost, Husten, Kurzatmigkeit, Fieber oder dergleichen aufweist, wird nicht zur Spende zugelassen und sollte zu Hause bleiben.“ Im Hinblick auf Corona sagt sie: „Wer selbst Corona hatte, darf vier Wochen nach der Ausheilung wieder Blut spenden. Bei Personen, die Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person hatten sowie für Rückkehrer aus Corona-Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten gelten Einschränkungen zwischen 10 und 14 Tagen.“

Und wie sieht es mit Geimpften aus?

Zum Thema Corona-Impfung heißt es seitens des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes: „Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut (dieses ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit, das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständig ist, Anm.d.Red.) grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Gegen SARS-CoV-2 geimpfte Personen können weiterhin Vollblut, Plasma und Thrombozyten spenden, sofern sie die generell geltenden Zulassungskriterien erfüllen. Allerdings empfehlen wir, rein vorsorglich, einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.“
Ebenfalls wichtig zu wissen: „Die Blutspende führt nicht zu einer schlechteren Wirkung der SARS-CoV-2-Impfung.“ Auch der Erhalt von Blutpräparaten einer gegen Corona geimpften Person sei unbedenklich. Eine Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gilt nach Angaben des Paul Ehrlich-Instituts als ausgeschlossen.

Stephanie Melder ergänzt: „Zum Schutz für die Spender und ehrenamtlichen Helfer werden bei unseren Blutspendeterminen folgende Maßnahmen umgesetzt“

  • Sinnvoll ist eine Online-Terminreservierung unter www.blutspendedienst.com/terminreservierung. Diese reduziert Wartezeiten beim Blutspendetermin.
  • An allen Eingängen der Blutspendelokale hängen Plakate mit Checklisten aus. Nur wer alle Aussagen bestätigen kann, darf das Spendelokal betreten.
  • Bei allen Terminen wird auf die Einhaltung der AHA-Regeln geachtet.
  • Im Spendelokal gilt FFP2-Maskenpflicht.
  • Die Spendeliegen werden mit einem Abstand von mind. 1,5 m aufgebaut.
  • Für Armstütze und auf Wunsch auch für das Kopfteil werden hygienische Einmalunterlagen verwendet.
  • Die Kontaktflächen auf den Spendeliegen werden regelmäßig desinfiziert.
  • Die Handschuhe der Mitarbeiter werden nach jedem Spender desinfiziert oder gewechselt.
  • Die Räumlichkeiten werden regelmäßig gelüftet.
  • Anstelle des üblichen Imbiss werden Care-Pakete gereicht.

Hier die nächsten Blutspendetermine
Freitag, 11. Juni, Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, 16-20 Uhr
Mittwoch, 30. Juni, Bad Hindelang, Katholisches Pfarrheim, 16-20 Uhr
Montag, 5. Juli, Kempten, BRK Haus, Haubenschloßstr 12, 15-20 Uhr
Dienstag, 6. Juli, Kempten BRK Haus, Haubenschloßstr 12, 15-20 Uhr
Freitag, 9. Juli, Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, 16-20 Uhr
Montag, 12. Juli, Altusried, Grund- und Mittelschule, 16.30 – 20.30 Uhr
Dienstag, 13.Juli, Sulzberg, Grundschule, 17 – 20.30 Uhr

Alle aktuellen Blutspendetermine sind zu finden unter
https://www.blutspendedienst.com/blutspendetermine

Fahrfertigkeitstrainings 2021

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 22.05.2021
Die Gebietsverkehrswacht Oberallgäu Süd e.V. bietet wieder Fahrfertigkeitstrainings an.

12. Juni Pkw
26. Juni Pkw
10. Juli Pkw
24. Juli Pkw - Senioren 65 +
18. Sept. Pkw
25. Oktober Pkw
09. Oktober Pkw

Die Trainings finden bei jedem Wetter statt: Sonthofen, Grüntenkaserne, Salzweg (Richtung Berghofen)
Beginn jeweils 9 Uhr, Ende gegen 13.30 Uhr

Frühzeitige Anmeldung erforderlich unter www.verkehrswacht-oa-sued.de/projekte/fahrtrainings-buchen.
Infos unter Tel. 0171-8037860, P. Schad

Situationsbedingt findet das Training bis auf weiteres unter Berücksichtigung der Corona–Schutzauflagen statt. Die Verkehrswacht ist zuversichtlich, dass die Termine stattfinden können.

Notruf 112

BRK Bayerisches Rotes Kreuz
via Markt Oberstdorf
am 15.05.2021
„Hier ist der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst – bitte legen Sie nicht auf“ – diese Bandansage hört jeder, der im Notfall die 112 wählt.

Kurz darauf hat man einen Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle
persönlich am Telefon.
„Es ist deshalb wichtig, auf keinen Fall aufzulegen, denn die Ansage wiederholt sich so lange, bis eine Leitung frei ist. In der Regel werden die Anrufe innerhalb weniger Sekunden entgegengenommen“, erklärt Ingo Hofer, stellvertretender Leiter der ILS Allgäu.

Die Integrierte Leitstelle Allgäu wird seit dem Jahr 2010 von der
Stadt Kempten (Allgäu) betrieben. Hier wird der europaweite Notruf 112
entgegengenommen. Diese Notrufnummer gilt im Übrigen auch in allen
anderen EU-Mitgliedsstaaten und in weiteren Ländern wie z.B. Island,
Norwegen, Schweiz, Russland oder der Türkei.

„Der überwiegende Teil der Allgäuer Bevölkerung kennt die 112 als
Notrufnummer für Feuerwehr und Rettungsdienst mittlerweile, allerdings werden wir immer häufiger wegen Nichtigkeiten angerufen“, beschreibt Hofer eine gewisse Tendenz im Zuständigkeitsgebiet. Wenn ich am Wochenende einen Schnupfen habe, dann muss dafür nicht die 112 alarmiert werden.“
Es sei wichtig vor Absetzen eines Notrufs abzuwägen, ob wirklich eine
lebensbedrohliche Situation vorliege oder es Anzeichen für eine Bedrohung
gebe, so Hofer. „Bei Feuer, Verkehrsunfällen, akuten Notfallsituationen oder Anzeichen für eine akute Bedrohung, da ist umgehend die 112 zu wählen. Dann auch lieber einmal zu viel anrufen, als einmal zu wenig.“

Für Erkrankungen, bei denen man tagsüber den Hausarzt aufsuchen würde, steht außerhalb der Sprechzeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 zur Verfügung – weitere Infos hierzu unter www.116117.de.

Es sei auch ein Irrtum, dass man in der Notaufnahme eher drankomme, wenn man mit dem Rettungsdienst eingeliefert wurde. Auch die Notaufnahmen haben zwischenzeitlich auf den immer größer werdenden Ansturm reagiert. Mittels eines Triage-Systems werden die Patienten gesichtet und priorisiert, unabhängig davon, wann und über welchen Weg sie letztendlich in der Notaufnahme eintreffen.

Was nach dem Anruf der 112 passiert

„Unsere Leitstelle im Allgäu ist tagsüber mit fünf und nachts mit drei Mitarbeitern besetzt, die Anrufe entgegennehmen. Alle Disponenten haben eine feuerwehrtechnische sowie auch eine rettungsdienstliche Ausbildung. Von ihnen werden alle wichtigen Informationen abgefragt, um die für die jeweilige Situation erforderlichen und geeigneten Rettungsmittel anfordern zu können.
Die Zeiten, in denen jeder die 5-W-Fragen selbstständig runterbeten sollte, sind lange vorbei. Unser Personal ist professionell geschult und stellt alle Fragen, die benötigt werden. Es braucht also keiner Angst haben, etwas falsch zu machen“, erläutert Ingo Hofer.
Im Anschluss wird ein Meldebild erstellt und entschieden, welche Einsatzmittel benötigt werden: die Feuerwehr, der Notarzt, der
Rettungswagen oder der Krankenwagen. Bei einer akuten Lebensbedrohung bleibt der Mitarbeiter der Leitstelle häufig mit dem Anrufer so lange telefonisch verbunden, bis der Rettungsdienst vor Ort eingetroffen ist. „Bei einem Herzstillstand geben wir sofort über das Telefon Anweisungen für die Reanimation. Je schneller mit der Herzdruckmassage begonnen wird, umso größer ist die Überlebenschance.“

Das Bundesland Bayern hat vor ein paar Jahren als erstes
Flächenbundesland die Telefonreanimation in allen Integrierten Leitstellen
eingeführt. „Erst vor kurzem konnten wir einen jungen Mann über das Telefon wiederbeleben und ein paar Tage später stand er dann persönlich bei uns vor der Tür, um sich zu bedanken. Das sind natürlich tolle und bewegende Momente, die einem im Gedächtnis bleiben. Selbst nach 20 Jahren Erfahrung in diesem Bereich“, freut sich Ingo Hofer. Er habe in den letzten Jahren aber auch deutliche negative Tendenzen feststellen müssen: „Viele Leute hören einem nicht aktiv zu und beantworten unsere Fragen nicht ausreichend oder nehmen nicht die Hilfe an, die wir ihnen anbieten. Stattdessen fordert man sofort den Rettungswagen oder Notarzt, wobei der Notarzt auch noch oft mit dem ärztlichen Notdienst verwechselt wird. Das ist bedauerlich, wie ich finde. Jeder will das Maximale bekommen und
das Schnellste. Oftmals haben meine Kollegen und ich mit Diskussionen am Telefon zu kämpfen oder werden sogar persönlich angegangen.“

Dem Rettungsdienst die Arbeit erleichtern

Die Integrierte Leitstelle Allgäu hat wie alle Rettungsleitstellen immer mehr
eingehende Notrufe zu verzeichnen. Bayernweit stieg die Anzahl der
Notfallereignisse in den letzten 10 Jahren in den Landkreisen und Städten um insgesamt 53%. Das geht aus dem aktuellsten Rettungsdienstbericht Bayern hervor.
Der überwiegende Teil der Notrufe sind Einsätze für den Rettungsdienst.
Wenn der Rettungsdienst zu einem Notruf ausrückt, dann zählt meist jede
Sekunde.
„Im Zuge des Europäischen Notruftags am 11.2. möchte ich die
Öffentlichkeit gerne nochmal sensibilisieren, unsere Rettungskräfte durch richtiges Verhalten zu unterstützen“, appelliert Peter Fraas, Leiter des Rettungsdienstes beim BRK Kempten-Oberallgäu. „Das fängt schon bei der Rettungsgasse an. Je besser unsere Einsatzfahrzeuge im Straßenverkehr durchkommen, umso schneller sind sie am Einsatzort, um Erste Hilfe zu leisten. Große Hausnummern, die von der Straße aus klar erkennbar sind, und vor allem Namensschilder an den Türen sind für uns extrem wichtig. In Wohnanlagen mit vielen Parteien gibt es oft nur eine Hausnummer für dutzenden Wohnungen. Wenn wir minutenlang durch das Treppenhaus irren müssen, dann kann das im schlimmsten Fall dramatisch
Folgen haben.“
Der Teamleiter des Rettungsdienstes und erfahrene Einsatzleiter
fordert außerdem: „Es ist immer hilfreich, wenn Einweiser unten auf der Straße auf uns warten und uns den Weg weisen. Im Notfall kann man auch einfach einen Nachbarn bitten, sich aufzustellen, wenn kein Familienmitglied greifbar ist.“ Ferner erleichtere es die Arbeit der Einsatzkräfte, wenn die Angehörigen bestimmte Unterlagen griffbereit hätten. Neben der Versicherungskarte gehörten dazu Dokumente über Vorerkrankungen, Arztbriefe und natürlich Medikamente, besonders bei chronisch kranken Patienten.

Adressen

Markt Oberstdorf
Prinzregenten-Platz 1
und Bahnhofplatz 3
87561 Oberstdorf

Tel. 08322 700 7000
Fax 08322 700 7209

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Freitag
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