Rathaustelegramm 23. September 2016

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Dieser Newsletter wurde am 23.09.2016 11:47:50 versendet
Oberstdorfer Wappen

[Sehr geehrter Herr Max Mustermann]

mit diesem Rathaustelegramm informiere ich Sie über die Sitzung des Marktgemeinderates vom 22. September 2016.

Das Gremium beriet über folgende Themen:

  • Energieversorgung Oberstdorf;
    Projektvorstellung Kraftwerk Illerursprung
  • Generalsanierung Heini Klopfer Skiflugschanze;
    Auftragsvergaben
  • FIS Nordische Skiweltmeisterschaften 2021 Oberstdorf;
    Information
  • Haushalt 2016; Halbjahresberichte
  • Jahresabschlüsse 2015

Mit freundlichen Grüßen

Laurent O. Mies
1. Bürgermeister

1200

Energieversorgung Oberstdorf;
Projektvorstellung Kraftwerk Illerursprung

Die Energieversorgung Oberstdorf GmbH (EVO) plant an der Trettach die Errichtung einer Laufwasserkraftanlage „Illerursprung“. Diese soll die bestehende, sanierungsbedürftige Wasserkraftanlage "Trettach 2" ersetzen.
Die EVO beantragte beim Landratsamt Oberallgäu die wasserrechtliche Gestattung für das Vorhaben:

  • Neubau des Trettachwehres als Schlauchwehr mit Fischaufstiegshilfe und Fußgängersteg analog zum geplanten Hochwasserschutz Trettach an der Stelle des jetzt vorhandenen Wehres (etwa Höhe Einmündung Schlosserstraße in Hermann-von-Barth-Straße)
  • Neubau der Wasserfassung mit Einlaufkanal, Kiesschleuse und Restwasserschnecke
  • Verlegung der Hermann-von-Barth-Straße im Bereich der neuen Wasserfassung
  • Neubau einer ca. 2,3 km langen erdverlegten Druckleitung mit Trettachdüker von der Wasserfassung an der Trettach bis zum geplanten Krafthaus an der Iller
  • Neubau eines Krafthauses mit offenem Unterwasserkanal zur Einleitung des Triebwassers in die Iller
  • Teilverfüllung des bisher genutzten Triebwasserkanals der Wasserkraftanlage "Trettach 2" in den wasserbenetzten Bereichen.

Die Fassung des Triebwassers erfolgt orografisch links der Trettach. Nach ca. 340 Metern Verlauf links der Trettach quert der Triebwasserkanal ca. 40 Meter flussauf der Brücke Dummelsmoos/Plattenbichl mittels Düker die Trettach. Die Druckleitung führt in der Folge durch die Rubinger Oy, unterquert die Kreisstraße OA 4 ca. 130 Meter östlich des Campingplatzes und führt weiter zum geplanten Krafthaus nahe der Iller. Das Triebwasser wird dort zur energiewirtschaftlichen Nutzung voraussichtlich über eine Franzcis-Spiral-Turbine und eine Diagonal-Turbine genutzt. Über einen offenen Unterwasserkanal wird es in die Iller eingeleitet.
Der Mindestwasserabfluss in die Trettach wird orografisch links am Fassungsbauwerk abgegeben. Er soll auch über eine Schneckenturbine (Restwasserschnecke) energiewirtschaftlich genutzt werden. Die Schneckenturbine ermöglicht zugleich den Fischabstieg. Der Fischaufstieg soll weiterhin durch den bestehenden Fischpass ermöglicht werden. Der Fischpass wird an das umzubauende neue Wehr angepasst.

Generalsanierung Heini Klopfer Skiflugschanze;
Auftragsvergaben

Der Marktgemeinderat vergab den Auftrag für den/die Schneeerzeuger an die Techno Alpin Deutschland GmbH, Vierkirchen, zum Angebotspreis von netto 81.785 Euro.
Den Auftrag für Heizung-Lüftung-Sanitär am Schrägaufzug und Kampfrichterturm erteilte das Gremium an Heckelmiller Haustechnik, Sonthofen, zum Angebotspreis von netto 70.609 Euro.

Nordische Skiweltmeisterschaften 2021 Oberstdorf;
Information

Im Gremium berichtete Bürgermeister Mies über den Sachstand zu den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2021. Hinsichtlich der bestehenden Sportanlagen im Langlaufstadion Ried und der Erdinger Arena wurden die Eigentums- und Betriebsstrukturen erläutert. Eigentümerin dieser Anlagen ist die Nordische Skisport GmbH & Co.KG. Diese sind an die Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG) verpachtet. Die Langlaufanlagen betreiben die gemeindlichen Sportstätten.

Zielvorgabe für die Weltmeisterschaft 2021 ist die Nachhaltigkeit für die Bevölkerung und dem Tourismus in Oberstdorf bei notwendigen Investitionen und der Veranstaltung sowie einen gemeinsamen Nutzen für den Leistungssport und Breitensport zu erreichen.
Derzeit wird an zwei Handlungsfeldern gearbeitet: das Bauprogramm und die Organistionsstruktur zur Durchführung der Weltmeisterschaften. Notwendige Investitionen werden geklärt und mit den Beteiligten abgestimmt. Für die Organisation der Verwanstaltung soll eine neue Veranstaltungs-GmbH gegründet werden. Aus Haftungsgründen wird dies nicht von der bestehenden SVG abgewickelt.
Über das weitere Vorgehen zu den Weltmeisterschaften 2021 wird der Gemeinderat regelmäßig informiert.

Haushalt 2016; Halbjahresberichte

Die Haushaltsentwicklung des gemeindlichen Kernhaushaltes sowie die vorläufigen Betriebsergebnisse der Eigenbetriebe Gemeindewerke, Kurbetriebe und Sportstätten Oberstdorf liegen innerhalb der Planung des laufenden Jahres.
Teilweise wird sogar ein besseres Ergebnis gegenüber dem Plananssatz erwartet.

Jahresabschlüsse 2015

Gemeindewerke

Das Jahresergebnis der Gemeindewerke Oberstdorf umfasst die Geschäftstätigkeit der Gemeindewerke mit Kommunalen Diensten sowie die Ergebnisse der Energieversorgung Oberstdorf GmbH (EVO) und Wasserversorgung Oberstdorf GmbH (WVO). Diese Organschaft schließt für das Jahr 2015 mit einem Jahresüberschuss von 1.187.783 Euro ab und liegt mit 905.783 Euro über dem Ansatz des Wirtschaftsplanes.
Im Einzelnen entfallen auf die EVO ein Gewinn von 1.763.810 Euro (lt. Wirtschaftsplan 350.000 Euro) und auf die WVO ein Verlust von 203.105 Euro (lt. Wirtschaftsplan 50.000 Euro).
Aus dem Jahresüberschuss werden an den Kernhaushalt der Gemeinde 282.000 Euro abgeführt.

Tourismus Oberstdorf weiter auf Erfolgskurs

Im Jahr 2015 haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland mit einem Plus von 3 % die Tourismusbetriebe in Deutschland über 436,4 Millionen Übernachtungen erzielt. Auch für die bayerischen Urlaubsorte war das Jahr 2015 ein Rekordjahr mit einem Plus von 3,4 % bei den Nächtigungen.
Oberstdorf konnte diese Werte noch übertreffen und erreichte mit 2.527.385 Übernachtungen ein Plus von 4,7% gegenüber dem Vorjahr. Dabei stiegen die Ankünfte um 10% auf fast 450.000 Meldungen an. Die Auslastung beträgt 41,5 % und liegt auch über dem Vorjahr.
Diese positive Entwicklung findet sich auch im Jahresergebnis der Kurbetriebe Oberstdorf. Im vierten Jahr in Folge wurde ein Jahresüberschuss erwirtschaftet.
Das Geschäftsjahr 2015 der Kurbetriebe Oberstdorf schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 559.611 Euro (Vj. 1.022.607 Euro) ab. Damit wurde das Planergebnis mit einem geplanten Betriebsverlust von -345.000 Euro deutlich übertroffen. Zum 31.12.2015 beträgt die Bilanzsumme 25.251.411 Euro (Vj. 26.247.737 Euro).
Mit dem positiven Jahresabschluss konnten in 2015 die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.331.111 Euro verringert werden. Sie betragen nun 11,9 Mio. Euro. Der handelsrechtliche Verlustvortrag aus den Vorjahren ist komplett abgebaut und damit die finanzielle Situation wesentlich gestärkt.

Sportstätten Oberstdorf investieren in Eisportzentrum

Die Sportstätten Oberstdorf haben auch im Jahr 2015 wieder in die Sanierung des Eissportzentrums investiert, um die Anlage für die nächsten Jahre fit zu machen. Dass sich dies ausbezahlt, zeigen die steigenden Patchverkäufe für Trainingseiszeiten an internationale Sportler. So wurde auch eine eigene Software für die Eisplanung hierzu angeschafft.

Die Gesamtleistung beträgt 2,50 Mio. Euro. Höhere Energiekosten infolge eines Defektes der Wärmepumpe haben das Ergebnis zusätzlich belastet. Aufgrund der Übernahme kommunaler Aufgaben weist der Jahresabschluss 2015 der Sportstätten Oberstdorf einen Fehlbetrag in Höhe von 969.934,20 Euro auf und wird durch den Markt Oberstdorf ausgeglichen.

Jahresrechnung Markt Oberstdorf

Das Jahr 2015 war aus wirtschaftlicher Sicht für den Markt Oberstdorf ein sehr gutes Jahr. Die Jahresabschlüsse ergaben wesentlich bessere Ergebnisse als die Planung vorsah.
Die Jahresrechnung 2015 des Kernhaushaltes weist im Verwaltungshaushalt (laufender Betrieb) einen Überschuss in Höhe von 5.780.275 Euro aus. Dadurch konnten die Tilgungen erwirtschaftet und 3,2 Mio. Euro für Investitionen zur Verfügung gestellt werden.
Im Vermögenshaushalt ergab sich ein Überschuss in Höhe von 270.000 Euro, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wurde. Größere Investitionen waren die Generalsanierung des Gymnasiums (387.900 Euro), der Bau von Straßen und Brücken (396.400 Euro), die Neugestaltung des Kurparks West (330.400 Euro) und die Sanierung der Kanalisation (587.900 Euro).
Für die Investitionen mussten Kredite in Höhe von 1.500.000 Euro aufgenommen werden. Im Haushaltsplan waren 2.262.100 Euro veranschlagt. Im Bereich des Kernhaushaltes konnten fast 1.028.000 Schulden abgebaut werden.
Der Schuldenstand des Marktes mit seinen Eigenbetrieben reduzierte sich um 2,6 Mio. Euro.

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