Moorweiher – Ertüchtigung Damm- und Auslaufbauwerk, Vorstellung der Alternativen
Nachdem der Damm des Moorweihers bei Starkregenereignissen durchfeuchtet wird und überlaufen könnte, hat der Marktgemeinderat beschlossen, das Dammbauwerk nach Westen zu ertüchtigen und den Ablauf zur Trettach zu erneuern. Der Rundweg für Fußgänger soll dabei ohne Hindernisse über den Überlauf im Nordwesten führen. Das Vorhaben wird von den Kurbetrieben Oberstdorf, für den Wirtschaftshaushalt 2026 eingeplant. Aktuell wird der Pegel des Moorweihers durchgehend überwacht, sodass notwendige Maßnahmen sofort ergriffen werden können.
Kurbetriebe Oberstdorf; Überprüfung Prädikat Heilklimatischer Kurort und Kneippkurort
Der Marktgemeinderat Oberstdorf beschloss in seiner jüngsten Sitzung, die turnusmäßige Überprüfung der Prädikate „Heilklimatischer Kurort“ und „Kneippkurort“ einzuleiten. Damit soll die fast 90-jährige Tradition Oberstdorfs als anerkannter Heilklimatischer Kurort (seit 1937) und die über 60-jährige Anerkennung als Kneippkurort (seit 1964) fortgeführt werden.
Im Rahmen der Überprüfung werden unter anderem Klima- und Luftqualität, medizinisch-klimatologische Voraussetzungen, Kureinrichtungen und Ortshygiene begutachtet. Diese Gutachten erfolgen durch den Deutschen Wetterdienst sowie die Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Anerkennung als Kurort ist zugleich die rechtliche Voraussetzung für die Erhebung des Kurbeitrags und ein strategisches Leitmotiv für die Umsetzung des Zukunftsbildes von Oberstdorf.
Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln finanzieren die Kurbetriebe zahlreiche Angebote und Einrichtungen, die sowohl Gästen als auch der einheimischen Bevölkerung zugutekommen. Dazu zählen unter anderem die Kurhäuser in Oberstdorf und Tiefenbach, die Kurparks in Oberstdorf und den Ortsteilen, das weitläufige Wanderwegenetz, der Bewegungsparcours im Fuggerpark, die Kneippanlagen im Ösch und am Mühlacker, die Badeanlagen Naturbad Freibergsee und Moorbad am Rauhen, das Mobilitätsangebot mit Erweiterung der Ortsbuslinie 2 sowie künftig auch die Therme Oberstdorf mit ihrer Positionierung auf die gesundheitsorientierten Wellnessangebote auf Basis der vier Elemente Wasser, Erde (Kulinarik), Luft (Wellness) und Feuer (Sauna).
Mit der Überprüfung und Bestätigung der Kurort-Prädikate investieren die Kurbetriebe gezielt in Qualität, Gesundheitskompetenz und die Umsetzung der Erfolge von Oberstdorf mit der langfristigen Sicherung der touristischen Wertschöpfung. Damit wird die hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität von Oberstdorf als führender Kur- und Urlaubsort mitten in der Kraft der Allgäuer Alpen nachhaltig gesichert.
Errichtung eines Funkmastes auf Fl.Nr. 2321, Gmkg. Oberstdorf; Sachstandsbericht
Die Deutsche Telekom beabsichtigt, auf in den südwestlichen Öschwiesen die Einrichtung eines Mobilfunkmasts auf einem landwirtschaftlichen Grundstück.
Nachdem der Gesetzgeber den Mobilfunkausbau vorantreibt, sind die gesetzlichen Hürden für die Errichtung von Mobilfunkmasten niedrig.
Da das Vorhaben in einem von Bebauung freizuhaltenden Bereich und in den landwirtschaftlich und touristisch sensiblen Oberstdorfer Wiesen entsteht, hat der Marktgemeinderat beschlossen, sämtliche rechtlichen Mittel zu prüfen und auszuschöpfen, damit der Flächennutzungsplan eingehalten und das Vorhaben nicht realisiert wird.
Energie- und Klimabeirat; Sachstandsbericht
Dem Marktgemeinderat wurde der aktuelle Sachstandsbericht des Energie- und Klimabeirats vorgestellt. In den vergangenen zwei Jahren hat der Beirat in 14 Sitzungen mit großem ehrenamtlichem Engagement gearbeitet und zehn empfehlende Beschlüsse an den Marktgemeinderat bzw. an den Markt Oberstdorf ausgesprochen.
Der EKB versteht sich als Motor für die nachhaltige Entwicklung Oberstdorfs. Besonders wichtig sind der offene Austausch, gemeinsames Brainstorming und das Einbinden verschiedener Perspektiven.
Für die kommenden Jahre soll das neu erarbeitete Zukunftsbild Oberstdorf als Leitfaden dienen. Geplant ist, Schnittmengen mit den bestehenden Handlungsfeldern zu ermitteln, die Arbeit thematisch klar zu fokussieren und ein strukturiertes Vorgehen zu entwickeln.
Der Energie- und Klimabeirat erfüllt damit seine Rolle als Bindeglied zwischen Bürgern, Verwaltung und Politik in besonderer Weise. Der Erste Bürgermeister dankt allen Mitgliedern des Beirats für ihr großes ehrenamtliches Engagement.
Kommunale Wärmeplanung; Vorstellung des Zwischenstands - Information
Energie- und Wärmewende - Ein wichtiger Schritt für die Zukunft Oberstdorfs
Der Markt Oberstdorf und die Energieversorgung Oberstdorf GmbH arbeiten derzeit intensiv an ihrer kommunalen Wärmeplanung – also an der Frage, wie die Wärmeversorgung in Zukunft nachhaltiger, klimafreundlicher und verlässlich gestaltet werden kann. Das bedeutet: Wege zu finden, um langfristig ohne fossile Energien wie Öl, Gas oder Kohle auszukommen. Stattdessen sollen erneuerbare und alternative Energiequellen genutzt werden.
Mit der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung erfüllt die Gemeinde nicht nur gesetzliche Vorgaben, sondern leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Lebensqualität vor Ort.
Das zeigt: Oberstdorf übernimmt auch in diesem Bereich eine Vorreiterrolle und verfügt über großes Potenzial, die Energiewende auf lokaler Ebene aktiv zu gestalten.
Das Zukunftsbild eines „öko-intelligenten Naturdorfs“ beschreibt den angestrebten Erfolg Oberstdorfs: ein verantwortungsbewusster, zukunftsorientierter Lebensraum, der im Einklang mit der Natur steht und ein enkeltaugliches Leben ermöglicht.
Die kommunale Wärmeplanung leistet somit einen essentiellen Beitrag zu unserem Zukunftsbild und schafft eine Grundlage, für unseren gemeinsamen Lebensraum.
In der Sitzung wurde präsentiert, wie der aktuelle Planungsstand erarbeitet wurde, welche Daten dabei eine zentrale Rolle spielen, aus welchen Gründen sogenannte Quartiere (Gebiete) eingeteilt werden und wie die weitere Ausarbeitung aussieht.
In den kommenden Monaten wird auf Basis dieser Erkenntnisse ein Zielbild für die zukünftige Wärmeversorgung entwickelt.
Das Ergebnis des kommunalen Wärmeplans soll zeigen, welche potenzielle Quartiere sich in Zukunft ggf. für ein Wärmenetz eignen – oder auch nicht.
Ob und wie ein Wärmenetz in der Zukunft realisiert werden kann, wird im Anschluss der Wärmeplanung mit Machbarkeitsstudien geprüft und weiter untersucht.