Sofi – Begegnung. Beratung. Gemeinschaft.
Das mobile Beratungsfahrzeug "Sofi" des Caritasverbands Kempten-Oberallgäu und der Diakonie Allgäu ist fertiggestellt, technisch ausgestattet und ab sofort einsatzbereit. Sofi soll künftig ein neuer Baustein für wohnortnahe Unterstützung im Oberallgäu und Kempten sein, die soziale Beratung niedrigschwellig und barrierearm dorthin bringt, wo Menschen ihren Alltag leben.
Vorgestellt wurde das Fahrzeug am 25. Februar 2026 erstmals öffentlich beim Wochenmarkt in Oy-Mittelberg. Dort konnten Besucherinnen und Besucher den Innenraum besichtigen, mit Fachkräften sprechen und das Konzept kennenlernen, das künftig in der gesamten Region unterwegs sein wird. Dieser erste Termin zeigte bereits, wie niedrigschwellige Präsenz Vertrauen schafft, ganz nach dem Gedanken: kurze Wege, spontane Gespräche, direkte Zugänge.
„Schon bei diesem ersten Termin in Oy-Mittelberg haben wir gespürt, dass Interesse und Bedarf da ist. Menschen kamen einfach vorbei, haben ein Gespräch gesucht und das ganz ohne Termin, ohne Hemmschwelle. Genau das ist Sofi.“, so Stefan Raichle vom Caritasverband.
Hinter dem Projekt steht der Caritasverband Kempten-Oberallgäu e.V. gemeinsam mit der Diakonie Allgäu e.V. Beide Träger verfolgen ein gemeinsames Ziel: Beratung, Information und Begegnung nicht nur in festen Gebäuden anzubieten, sondern mobil im Alltag der Menschen. Das Fahrzeug wurde dafür gezielt umgebaut, mit diskretem Gesprächsbereich, technischer Ausstattung und offenem Begegnungsteil. So entsteht laut Anja Klemm, Projektmitarbeiterin der Diakonie Allgäu, ein Ort, der zugleich Beratungsstelle, Treffpunkt und Informationsraum ist: „Caritas und Diakonie ziehen hier an einem Strang, weil wir beide wissen: Wer Hilfe braucht, soll sie dort bekommen, wo er lebt. Mit Sofi machen wir diesen Anspruch mobil und konkret erfahrbar.“
Die Idee zu Sofi liegt in einer Entwicklung, die viele ländliche Räume prägt: weite Wege zu Anlaufstellen, eingeschränkte Mobilität einzelner Bevölkerungsgruppen und steigender Bedarf an persönlicher Unterstützung. Hier setzt das Projekt an. Nicht als Ersatz bestehender Angebote, sondern als flexible Ergänzung. Das Fahrzeug kann Marktplätze, Gemeindeflächen oder Veranstaltungen anfahren und dort spontan Beratung ermöglichen, ohne Termin und ohne bürokratische Hürden.
Finanziert wurde das Vorhaben im Rahmen der europäischen LEADER-Förderung zur Stärkung ländlicher Regionen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 166.000 Euro, wovon bis zu 64.983,30 Euro aus Fördermitteln stammen. Die Investition zielt langfristig auf stabile soziale Strukturen und bessere Erreichbarkeit von Hilfeangeboten im Alltag der Bevölkerung ab.
„Dank der LEADER-Förderung und dem Engagement beider Träger konnten wir Sofi verwirklichen. Aber das ist erst der Anfang. Unser Ziel ist es, Sofi langfristig als festen Bestandteil der sozialen Infrastruktur im Oberallgäu zu etablieren, denn der Bedarf wird nicht kleiner.“, so Martin Rüster, von der Diakonie.
Termine und Einsatzorte werden gemeinsam abgestimmt, sodass das Angebot möglichst passgenau in bestehende Strukturen eingebunden wird.
Erste Stationen stehen bereits fest - weitere Informationen über das Projekt und den genauen Fahrplan unter nachstehendem Link oder per E-Mail an hallo@sofi-mobil.de.
Regionalentwicklung Oberallgäu