Aus der Gemeinde

Verdienstmedaille Vera Ginzel Nov. 2018

Bundesverdienstmedaille für Vera Ginzel

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 15.11.2018
Seit vielen Jahren engagiert sich Vera Ginzel ehrenamtlich in der Hospiz- und Seniorenarbeit. Jetzt wurde das außergewöhnliche soziale Wirken der Oberstdorferin mit der Bundesverdienstmedaille gewürdigt.

„Ehrenamtliches Engagement spannt ein stabiles Netz über alle gesellschaftlichen Bereiche“, betonte Landrat Anton Klotz bei der Feierstunde im Landratsamt, „Bürgerinnen und Bürger, die sich in dieser Weise für andere einsetzen, leisten einen wesentlichen Beitrag zu einem menschlichen, wertebewussten Miteinander in unserer Gemeinschaft.“
Seit 2005 wirkt Vera Ginzel als Hospizbegleiterin im Hospizverein Kempten-Oberallgäu, (Gruppe Oberstdorf). Kennengelernt hatte sie diese Tätigkeit durch die jahrelange Pflege ihres inzwischen verstorbenen Ehemannes. Die Oberstdorferin steht unheilbar kranken Menschen bei und nimmt sich ihrer in intensiven Gesprächen an. Bis zur letzten Sekunde verweilt sie bei Sterbenden. Auf diese Weise verbrachte sie ganze Nächte bei Heimbewohnern in der letzten Phase ihres Lebens.
Vor zehn Jahren hat die engagierte Frau zudem den Besuchsdienst im BRK-Haus der Senioren in Oberstdorf übernommen. Dort veranstaltet sie regelmäßig Kaffee- und Spielenachmittage, hilft bei Feiern und Ausflügen mit und unterstützt das Musiktherapie-Projekt der Einrichtungsleitung. „Dank Ihnen kann das Haus seinen Bewohnern ein umfangreiches Beschäftigungsprogramm bieten“, sagte Landrat Klotz bei der Überreichung der Bundesverdienstmedaille. Dafür nehme Vera Ginzel „keinen Cent“, sondern agiere zum Teil sogar auf eigene Kosten. Seit 2010 engagiert sie sich zudem im Heimbeirat der BRK-Senioreneinrichtung.

Bild
Feierstunde im Landratsamt (von links): Landrat Anton Klotz, Vera Ginzel und dritter Bürgermeister Gerhard Schmid.

Foto: Cilia Schramm

Vorbereitung zu den allgemeinen Kommunalwahlen 2020 können anlaufen

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via Markt Oberstdorf
am 15.11.2018
Im März 2020 finden die nächsten allgemeinen Kommunalwahlen statt; die bayerische Staatsregierung wird den Wahltag spätestens sechs Monate vor der Wahl festsetzen.

Aufstellungsversammlungen für die sich bewerbenden Personen für alle vier Wahlen (Landrats-, Kreistags-, Bürgermeister- und Gemeinderatswahl) können bereits ab dem 01. Dezember 2018 durchgeführt werden.

Für Fragen rund um das Thema Aufstellungsversammlung steht im Landratsamt Oberallgäu das Team Wahlen unter der E-Mail-Adresse: wahlen@lra-oa.bayern.de gerne zur Verfügung. Fehler in der Aufstellungsversammlung führen in aller Regel zur Nichtzulassung des Wahlvorschlags, da sie nicht mehr geheilt werden können. Nur durch eine erneute Aufstellungsversammlung kann dann noch ein gültiger Wahlvorschlag eingereicht werden.

Unterlagen wie zum Beispiel Formulare für die Aufstellungsversammlung und die Wahlvorschläge erhalten Sie zu einem späteren Zeitpunkt für die Gemeindewahlen bei den jeweiligen Gemeinden und für die Landkreiswahlen beim Kreiswahlleiter im Landratsamt Oberallgäu.

Advent

Oberstdorfer Advent

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 15.11.2018
Leise fallende Schneeflocken, klirrende Kälte, wärmender Glühwein und heimeliger Kerzenschein – der Advent verbreitet eine ganz besondere Stimmung. Im Rahmen des Oberstdorfer Advents werden vom Besinnlichkeit und Tradition großgeschrieben.

Samstag, 8. Dezember „Klöüsezidd“

15.00 - 19.00 Uhr Adventsmarkt im und vor dem Oberstdorf Haus
15.30 - 16.15 Uhr „Das Cello“ mit Ulrike Loesch-Tenzer und Schülern der Musikschule
17.00 - 17.30 Uhr Anzünden der zweiten Kerze im Kurpark
17.30 - 18.30 Uhr Bolsterlanger Jodler, Jodler-Duo Christine Kimpfler und Reinhold Wagner, Illertaler Saitenmusik, Harfen-Duo Paulina Span und Katharina Schugg. Oberstdorf Haus.

Sonntag, 9. Dezember „Kinder im Advent“

15.00 - 18.00 Uhr Adventsmarkt im und vor dem Oberstdorf Haus
16.00 - 17.00 Uhr Programm gestaltet von Kindern der Grundschule und des Kindergarten St. Nikolaus.Oberstdorf Haus.

Samstag, 15. Dezember „Klassischer Advent“

15.00 - 19.00 Uhr Adventsmarkt im und vor dem Oberstdorf Haus
15.30 - 16.15 Uhr Mit dem Trachtenverein Oberstdorf durchs Jahr
17.00 - 17.30 Uhr Anzünden der dritten Kerze im Kurpark
17.30 - 18.30 Uhr Anja Heinz-Civelek, Andi Braunsch, Markus und Martin Kerber,ars-choralis von und mit Michael Hanel. Oberstdorf Haus.

Samstag, 22. Dezember „A riebege Schtünd“

15.00 - 19.00 Uhr Adventsmarkt im und vor dem Oberstdorf Haus
15.30 - 16.15 Uhr Krippenspiel mit Oberstdorfer Kinder
17.00 - 17.30 Uhr Anzünden der vierten Kerze im Kurpark
17.30 - 18.30 Uhr Oberstdorfer Jodler, Catharina Stehle-Natterer, Hinterstuinar Hiertemuseg, Familiengesang Kreszentia Willam, Bläsergruppe der Musikkapelle Oberstdorf, Schöllanger Alphornbläser. Oberstdorf Haus

Begleitende Veranstaltungen

Jeweils Samstag: 19 Uhr Adventliche Abendmesse, Katholische Pfarrkirche
5. Dezember: 16.30 Uhr Nikolausfeier, Loretto/Josefskapelle
6. Dezember: 9 Uhr Heilige Messe zum Nikolaustag, Klausenkapelle
14. Dezember, 17 Uhr Familienwanderung, Treffpunkt Minigolfplatz am Mühlacker
16. Dezember, 20 Uhr „`s wiehnächded“ - Volksmusik zum Advent, Katholische Pfarrkirche
20. Dezember, 19 Uhr „Bergwachtmesse“ mit der Jodlergruppe Oberstdorf, Katholische Pfarrkirche
23. Dezember, 17 Uhr Weihnachtsliedersingen, Evang. Christuskirche
26. Dezember, 17 Uhr Oberstdorfer Lichterkrippe, Evang. Christuskirche
27. Dezember, 20 Uhr „zu Bethlehem geboren“ Volksmusik zur Weihnachtszeit, Katholische Pfarrkirche

Volkstrauertag

Einladung zur Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 14.11.2018
Der Markt Oberstdorf ehrt die Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft am Sonntag, 18. November 2018, an der Kriegergedächtniskapelle im Ehrenhain des alten Friedhofs.

Die Vereine sammeln sich mit ihren Fahnenabgeordneten um 9.15 Uhr am Bahnhofplatz.
Der Feier um 10:20 Uhr gehen die Gedächtnisgottesdienste in der Katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist und in der Evangelischen Christuskirche um 9:30 Uhr voraus.

Die Hinterbliebenen, die örtlichen Vereine und die Bürger des Marktes Oberstdorf bitte ich, an der Gedenkfeier teilzunehmen.

MARKT OBERSTDORF
Laurent O. Mies, 1. Bürgermeister

Zukunft der Mobilität in Bergtälern_Nov.2018

Fahrerlose Taxis im Oberallgäu?

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via Markt Oberstdorf
am 13.11.2018
Abschlussveranstaltung der Studie „Zukunft der Mobilität in Bergtälern“. Testfelder für autonomes Fahren und hochautomatisierte Fahrzeuge sprießen derzeit aus dem Boden. Aus Sicht des Landkreises Oberallgäu ist es dabei bedauerlich, dass es bislang kaum Einsatzszenarien im ländlichen Raum gibt.

Der Landkreis setzt sich gemeinsam mit der Hochschule Kempten dafür ein, dass die technischen Anforderungen eines Einsatzes in Allgäuer Bergtälern bei der zukünftigen Fahrzeugentwicklung berücksichtigt werden. Sie werden davon von der Universität Innsbruck sozialwissenschaftlich begleitet und über ein INTERREG-Kleinprojekt gefördert.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden am 12.11.2018 vorgestellt. Es hat sich klar gezeigt, dass sich die neuen Fahrzeuge äußerlich nicht wesentlich von heutigen Bussen unterscheiden werden. Kapazitäten von mindestens acht bis idealerweise 20 Personen, eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 40 kmh und eine Reichweite von etwa 100 km sind die Mindestanforderungen. Den Unterschied würden die ‚Inneren Werte‘ machen: Es würde regional produzierter Strom als Energiequelle eingesetzt, der Platz für den Fahrer könnte anderweitig genutzt werden. Ein solcher Bus wäre rund um die Uhr nutzbar und würde ganz neue Möglichkeiten in den Tälern schaffen, wo heute ein flexibles ÖPNV Angebot unbezahlbar ist.

Im Rahmen des Projekts wurden auch vorhandene Konzeptfahrzeuge wie zum Beispiel in Bad Birnbach auf ihre Fähigkeiten getestet und in einem virtuellen Modell möglicher Strecken geprüft. Diese eignen sich bisher aufgrund verschiedener technischer, aber auch zulassungsrechtlicher Hürden noch nicht für einen Feldversuch im Allgäu.

Um weiter an den Ideen arbeiten zu können, werden derzeit Gespräche mit möglichen Partnern aus der Automobilentwicklung geführt. Diese beschränken ihre Projekte noch auf die Ballungsräume, wo viele potentielle Fahrgäste hohe Gewinne versprechen. Automatisierte Fahrzeuge wären dort jedoch nur ein weiteres Angebot neben vielen Mobilitätsformen.

Im ländlichen Raum stellen sich zwar höhere Anforderungen an die Fahrzeuge, dafür würde teilweise erstmalig eine ernsthafte Alternative zum privaten PKW geschaffen. Die automatisierten, elektrischen Fahrzeuge hätten eine viel höhere Auslastung und könnten dadurch, sowie durch ihren elektrischen Antrieb, zum Klimaschutz wie auch zur regionalen Wertschöpfung beitragen. Teil der Abschlussveranstaltung war daher auch die Vernetzung mit Partnern aus der Wirtschaft, um ein mögliches Förderprojekt für die Zukunft zu skizzieren.

Schritt halten mit der Fahrzeugentwicklung muss natürlich auch die Infrastruktur. Dazu zählen die Netzabdeckung oder auch eine Leitstelle, die wie im Flugverkehr für geordnete Abläufe sorgt. Und schließlich müssen auch die Vorgaben von Einsatzgrenzen ausgearbeitet werden, zum Beispiel Streckenführung, Tageszeiten, Sicherheitskonzepte, und so weiter. So hat dieses erste Projekt Fragen beantwortet, aber mindestens ebenso viele Fragen aufgeworfen. Im Rahmen eines Elektromobilitätskonzepts möchte der Landkreis Oberallgäu im kommenden Jahr weitere Antworten finden.

Bild:
Landrat Anton Klotz mit den Projektpartnern.
Copyright Landratsamt Oberallgäu, Heike Schmitt

ZUSATZINFORMATION

Autonomes Fahren – was ist das?
Die Geschichte des Autos ist eigentlich die Geschichte der Fahrerassistenzsysteme. Diese Helferlein, wie Parkassistent oder Spurhaltesysteme, unterstützen und entlasten den Fahrer bei vielen Fahraufgaben. Aktuell wird an vielen Stellen, wie z.B. in Bad Birnbach oder in Hamburg sogar getestet, ob man nicht ganz auf einen Fahrzeugführer verzichten kann mit dem Einsatz autonomer Fahrzeuge. Dazu gibt es viele Testgebiete, wie z.B. ein Teilstück der Autobahn A9 zwischen München und Nürnberg. In solchen Testgebieten können viele Fragestellungen untersucht werden wie z.B. ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen ein Fahrzeug vollkommen selbstständig auf einer Autobahn in vergleichsweise überschaubaren Verkehrsszenarien bewegen kann. Es gibt auch Testgebiete in Städten, wie z.B. in Bad Birnbach, um die Tauglichkeit autonomer Fahrzeuge in städtischen Szenarien zu untersuchen. Die ländlichen Verkehrsszenarien wurde bisher nicht in Angriff genommen. Ein solcher Einsatz, z.B. in einem längeren Bergtal, mit den dort typischen Randbedingungen, wie erschwerten Witterungsverhältnissen und unterschiedlichsten Verkehrsteilnehmern, ist neu. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist dabei von höchster Priorität.

Neue Leiterin für das Kreisjugendamt Oberallgäu

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via Markt Oberstdorf
am 13.11.2018
Zum 1. November 2018 hat Marina Papadimitriou die Leitung des Kreisjugendamtes im Landratsamt übernommen.

Sie folgt damit auf Claudia Ritter, die bereits zum 1. Oktober die Leitung des Bereichs Personalmanagement im Landratsamt übernommen hat und seitdem für rund 600 Beschäftigte, Beamte und Auszubildende verantwortlich zeichnet.

„Mit Frau Papadimitriou konnten wir eine erfahrene, kompetente und engagierte Führungskraft für die wichtige Aufgabe der Jugendamtsleitung gewinnen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und Fortsetzung und Weiterentwicklung der erfolgreichen Arbeit der vergangenen Jahre“, betont Landrat Anton Klotz.

Marina Papadimitriou bringt umfangreiche Fachkenntnisse sowie einschlägige Berufs- und Führungserfahrungen mit. Nach einer Ausbildung zur Kommunikationselektronikerin und einer Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin absolvierte Marina Papadimitriou ein berufsbegleitendes Studium im Bereich Social-, Healthcare- and EducationManagement an der Steinbeis-Hochschule Berlin. Nach beruflichen Stationen als Jugend- und Heimerzieherin sowie Teamleitung einer Außenwohngruppe und Streetworkerin in der mobilen Jugendarbeit in Stuttgart war Papadimitriou fünf Jahre als Sachgebietsleiterin im Jugendamt Friedrichshafen tätig.

Landschaftspflege Nov/Dez 18

Streuwiesen – ein Beitrag zur Biodiversität

Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten e. V.
via Markt Oberstdorf
am 13.11.2018
In den kommenden Wochen pflegt der Landschaftspflegeverband zusammen mit Oberstdorfer Landwirten bei Kornau brachgefallene Streuwiesen. Damit werden seltene Arten und das einmalige Landschaftsbild erhalten.

„So a nixige Wies!“ denkt sich manch einer, wenn er vor einer Moorwiese steht. Schwer zu mähen sind die Wiesen mit dem quietschfeuchten, moosigen Untergrund und all den Grasbulten. Ein nahrhaftes Futter werfen sie auch nicht ab, aber gute Streue. Das Mahdgut dient als saugfähiges Einstreu, kann aber auch als ballaststoff- und mineralstoffreiches Jungvieh-Futter eingesetzt werden.

Streuwiesen beherbergen eine Fülle an Arten, die auf die feucht-kühlen, aber lichten Bedingungen angewiesen sind. Neuerdings ist das Insektensterben in aller Munde, aber in Oberstdorf gibt es sie noch: Arktische Smaragdlibelle, Randring-Perlmuttfalter, Moor-Wiesenvögelchen. Moosbeeren glänzen auf den Moospolstern und laden zum Essen ein.
Im Herbst färben sich die Moor- und Streuwiesenlandschaften im Allgäu malerisch orange-rot wegen des welkenden Pfeifengrases.

Zahlreiche Landwirte mähen die wertvollen Streuwiesen noch und tragen damit zum Erhalt einer vielfältigen und extrem artenreichen Kulturlandschaft bei. Mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft sind viele Extensivflächen rund um Oberstdorf verbracht, so auch einige Streuwiesen bei Kornau. Streufilz und aufkommende Sträucher und Bäume lassen den lichtbedürftigen und konkurrenzschwachen Offenlandarten (z. B. Orchideen) keine Chance.

Laut dem Masterplan Klimaschutz des Landratsamtes verzeichnet der Landkreis Oberallgäu seit 2004 einen Waldzuwachs von 1.704 ha Fläche. Da produktive Flächen für die Nahrungsmittelherstellung gebraucht werden, sind es meist artenreiche Extensivwiesen, die durch Aufforstung oder natürlichen Sukzession verloren gehen – eine Entwicklung, die zum Verlust zahlreicher Allgäuer Blumenwiesen führt.

Der Landschaftspflegeverband hat in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Markt Oberstdorf, den Grundeigentümern und ortsansässigen Landwirten Streuwiesen südlich von Kornau an der B19 wiederhergestellt. Wo einst dichter Fichtenaufwuchs stand, blühen heute wieder Orchideen und Wollgräser. Die renaturierten Streuwiesen werden künftig von Oberstdorfer Landwirten bewirtschaftet und damit langfristig erhalten.

Die Moore und Streuwiesen im Allgäu haben deutschlandweit eine ganz einzigartige Funktion. Nur hier kommen diese über alle Höhenstufen hinweg vor, was temperatursensiblen Arten in Zeiten des Klimawandels die Möglichkeit gibt, auf höher gelegene Biotopflächen auszuweichen. Damit diese sogenannte „Moortreppe“ funktioniert, werden viele intakte Moorflächen als Trittsteine benötigt. Seit vielen Jahren wertet daher der Landschaftspflegeverband im Landkreis Oberallgäu bedeutsame Flächen auf.
In diesem Spätherbst werden Streuwiesen im Moorgebiet östlich von Kornau mit Hilfe bayerischer Landschaftspflege-Fördermittel aufgewertet. Durch Entbuschung und Pflegemahd können diese Flächen als Lebensraum erhalten und der Blick in die Landschaft geöffnet werden.

Der Landschaftspflegeverband dankt der Gemeinde, allen Grundeigentümern und den umsetzenden Landwirten, die dieses Projekt erst möglich machen.

Weitere Infos zur Landschaftspflege und zu Projekten des Landschaftspflegeverbandes finden Sie unter www.landschaftspflege-allgaeu.de.

Bild: Nach der Landschaftspflege
Foto: Leonie Schäfer

Straße gesperrt

Sperrung der Hermann-von-Barth-Straße

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 12.11.2018
Am 14. November ist die Hermann-von-Barth-Straße im Bereich Haus-Nr. 38 für den gesamten Verkehr gesperrt. Grund der Sperrung sind Geothermiebohrungen.

Anlieger frei bis Baustelle.

Baustelle

Fuggerstraße am 13. und 14. November gesperrt

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 12.11.2018
Die Fuggerstraße ist zwischen Clemens-Wenzeslaus-Straße und Ludwigstraße am 13. und 14. November für den gesamten Verkehr gesperrt. Grund sind Asphaltierarbeiten.

Trickbetrügern ein Schnippchen schlagen

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via Markt Oberstdorf
am 12.11.2018
Wertvolle Tipps, wie ältere Menschen Trickbetrügern ein Schnippchen schlagen können, standen im Mittelpunkt des bestens besuchten Senioren-Informationstages im Landratsamt.

Keine persönlichen Daten am Telefon preisgeben, sich von fremden Anrufern nicht unter Druck setzen lassen und bei Verdacht sofort die Polizei verständigen – diese Ratschläge gab Referent Günter Drewke seinen rund 100 Zuhörern im großen Sitzungssaal. Vom Enkeltrick über Schockanrufe und Callcenter-Betrug bis hin zu Gaunern an der Haustür schilderte der ehrenamtliche Seniorenberater des Polizeipräsidiums Schwaben-Süd/West detailliert die Vorgehensweisen der Täter.

Nach dem Vortrag von Anna-Maria Stüttgen über „knochenstarke“ Ernährung drängten sich die Besucher an einem Buffet, bestückt mit gesundem Imbiss und Obst. „Im Lauf des Lebens nehmen Festigkeit und Stabilität der Knochen ab. Mit einer ausgewogenen, calciumreichen Ernährung und gezielter Bewegung können Sie jedoch etwas dagegen tun“, gab die Diätassistentin ihrem Publikum mit auf den Weg. Von der Demenzhilfe Allgäu über regionale Pflege- und Betreuungsangebote bis hin zum öffentlichen Gesundheitsdienst waren zahlreiche Wohlfahrtsverbände und Institutionen mit Infoständen vertreten.

„Wir wollen mit diesem siebten Informationstag des Landkreises Oberallgäu unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger informieren, damit sie in unserer Region einen erfüllten Lebensabend nach ihrer beruflichen Phase genießen können“, betonte einleitend Gisela Bock. Als Seniorenbeauftragte des Landkreises Oberallgäu hatte sie die Veranstaltung mit Helen Schmidmeier vom Kreis-Seniorenamt organisiert.

Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern habe der Landkreis Oberallgäu ein umfangreiches Angebot geschaffen, das den speziellen Bedürfnissen älterer Menschen gerecht werde, sagte Landrat Anton Klotz als Schirmherr der Veranstaltung. Das engmaschige Netzwerk solle ältere Menschen zuverlässig tragen und ihnen einen möglichst langen Verbleib in ihrem vertrauten Wohnumfeld ermöglichen.

Falkenstraße 14.-16. November 18

Sperrung der Falkenstraße

Logo KDO Kommunale Dienste Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 12.11.2018
Die Falkenstraße in Tiefenbach wird saniert und ist daher am 14. teilweise und am 15. November für den gesamten Verkehr gesperrt.

Am 14. November wird der Asphaltbelag auf gesamter Breite ca. 3 cm stark abgefräst. Während der Fräsarbeiten sind die Zufahrten zu den Anliegergrundstücken grundsätzlich möglich, es kann aber zu zeitweisen Verkehrsbehinderungen kommen.

Vorbehaltlich entsprechender Witterung wird am Donnerstag 15. November, ab 7 Uhr, die Fahrbahn zur Aufbringung des Haftklebers und anschließendem Einbau des neuen Asphaltbelages vollständig für alle Fahrzeuge gesperrt. Die Straße soll am Freitag 16. November ab ca. 6 Uhr wieder für den Fahrverkehr geöffnet werden.

Fußgänger können die Straße/Wiese während der Straßensperrung mit Einschränkungen nutzen.

"Zukunftskino“ im Oberallgäu und Kempten

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via Markt Oberstdorf
am 08.11.2018
Am 23. November startet in Weitnau mit dem Film „Zeit für Utopien“ die Filmreihe „Zukunftskino - Filme und Gespräche für neue Lösungen“.

Veranstalter sind die Öko-Modellregion Oberallgäu-Kempten sowie das Klimaschutzmanagement des Landkreises Oberallgäu und der Stadt Kempten.

Filme können nicht die Welt verändern, sehr wohl aber unseren Horizont erweitern - das ist das Motto der Filmreihe „Zukunftskino“.

Von November 2018 bis April 2019 werden in fünf Oberallgäuer Kommunen und der Stadt Kempten Filme gezeigt, die Mut machen und Lösungen auf Fragen unserer Zeit aufzeigen. Nachhaltigkeit, Landwirtschaft und Klimaschutz stehen dabei im Fokus.
An jeden Film schließt sich ein Podiumsgespräch an das, passend zum Thema des Films, lokale Initiativen vorstellt und Raum für Gedankenaustausch und Diskussion bietet.

Die Filmvorführungen finden in Weitnau, Altusried, Bad Hindelang, Fischen, Kempten und Durach statt - das Zukunftskino kommt also wohnortnah zu allen Bürgerinnen und Bürgern im Oberallgäu und Kempten, der Eintritt ist kostenfrei!

Weitere Informationen sowie das Programm sind unter www.allgaeu-klimaschutz.de/zukunftskino zu finden. Außerdem liegen in den Rathäusern Programmflyer aus.

Das Programm:

Zeit für Utopien, Dokumentarfilm Ö / 2018, Regie: Kurt Langbein
23.11.2018, 20.00 Uhr, Gasthof Goldener Adler, Weitnau

Die 4. Revolution - Energy Autonomy, Dokumentarfilm D / 2010, Regie: Carl-A. Fechner
07.12.2018, 20.00 Uhr, Theaterkästle, Altusried

More than honey, Dokumentarfilm CH, D, Ö / 2012, Regie: Markus Imhoof
25.01.2019, 20.00 Uhr, Kurhaus, Bad Hindelang

Das System Milch, Dokumentarfilm D, I / 2017, Regie: Andreas Pichler
15.02.2019, 20.00 Uhr, Kurhaus Fiskina, Fischen

Der Bauer und sein Prinz, Dokumentarfilm UK / 2013, Regie: Bertram Verhaag
17.03.2019, 11.00 Uhr, Colosseum, Kempten

Tomorrow, die Welt ist voller Lösungen, Dokumentarfilm F / 2015, Regie: Cyril Dion, Mélanie Laurent
April 2019, 20.00 Uhr, Jugendkulturwerkstatt Durach (der genaue Termin wird unter www.allgaeu-klimaschutz.de/zukunftskino bekannt gegeben.)

Weitere Infos: Koordinationsstelle Klimaschutz im Landratsamt Oberallgäu: klimaschutz@lra-oa-bayern.de.Tel.: 08321/612-743 / 08321/612-617

Imagefilm_Nov. 2018

1,43 Minuten

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 08.11.2018
Arbeiten beim Markt Oberstdorf – hier bietet nicht nur die Natur Perspektiven

Informationen zur öffentlichen Verwaltung finden Interessierte auf der Homepage www.markt-oberstdorf.de. Seit Neuestem ist unter der Rubrik Aktuell - Karriere beim Markt Oberstdorf - auch ein Imagefilm eingestellt. Neben den modernen Arbeitsbedingungen und dem lebenswerten Umfeld vermittelt dieser Kurzfilm den Leitgedanken der Gemeinde: Wir sind ein Dorf mit Gemeinsinn und Charakter. Familiär, sportbegeistert, weltoffen & traditionell.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Marktes Oberstdorf zeigen den Arbeitsalltag in einer öffentlichen Verwaltung - 1,43 Minuten lang. Schauen Sie gern zu uns herein.

Sollten Sie den Film auf unserer Homepage nicht öffnen können, verwenden Sie bitte folgenden Link:
https://www.youtube.com/watch?v=_EfVCJo-Wv4

Straßen, Wege und Wanderwege gesperrt

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 31.10.2018
Seit dem 30. Oktober sind folgende Straßen, Wege und Wanderwege für jeglichen Fußgänger- und Fahrverkehr gesperrt:

1. Wanderweg Richtung Moorbad und Jägerstand
2. Wanderweg Rubinger Oy (Dummelsmoosbrücke bis Campingplatz Rubinger Straße)
3. Rautweg in Tiefenbach
4. Wanderweg Karatsbichl – Ziegelbach
5. Bergkristall (Waldesruh – Bergkristall)
6. Wanderweg Widumer Weiher – Schöllanger Burg
7. Alber Gschwender Weg
8. Wanderweg Wirtshaus Reichenbach- Berg Öschlesweg
9. Wanderweg Schreinerei Raps- Untere Seelenbachbrücke
10. Wanderweg Hölltobel, Trettachtal
11. Zufahrt Gerstruben, Trettachtal

Grund für die Sperrungen sind Sturmschäden bzw. deren Beseitigung.

Ein genauer Zeitpunkt der Aufhebung der Sperrung kann derzeit nicht genannt werden.

Klimaschutztag im Landratsamt

115px-Wappen Landkreis Oberallgaeu svg Landkreis Oberallgäu
via Markt Oberstdorf
am 30.10.2018
Im Juli 2017 hat der Kreistag den „Masterplan 100% Klimaschutz im Oberallgäu“ verabschiedet. Das war der Startschuss für die Umsetzung vielfältiger Klimaschutzprojekte in unserem Landkreis im Rahmen des Masterplanprogramms.

Über ein Jahr ist seither vergangen - ein Jahr, in dem insbesondere auch die Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises mitgenommen werden sollten auf dem Weg zu 100% Klimaschutz im Oberallgäu: Die „Oberallgäuer Klimameisterschaft“ mit dem Stromsparwettbewerb und die „Solar-Offensive“ waren die großen Klimaschutz-Kampagnen dieses Jahres.

Beide Kampagnen neigen sich nun dem Ende zu und damit ist der Zeitpunkt gekommen, die eifrigsten Stromsparer sowie die aktivsten Solar-Kommunen bekannt zu geben und auszuzeichnen.
Die Auszeichnungen erfolgen im Rahmen eines Klimaschutztages im Landratsamt Oberallgäu, der neben den Preisverleihungen auch Vorträge und Firmenpräsentationen rund um Energie und Photovoltaik sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm bereit hält.

Zum Klimaschutztag am Samstag, 17. November 2018 von 10:00 bis 12:30 Uhr sind auch interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.
Bitte melden Sie sich dafür bei der Koordinationsstelle Klimaschutz an:
Anmeldung und weitere Infos: Koordinationsstelle Klimaschutz im Landratsamt Oberallgäu: klimaschutz@lra-oa-bayern.de.Tel.: 08321/612-743 / 08321/612-617

Oberstdorf ist weiterhin Fairtrade-Gemeinde

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 30.10.2018
Der Markt Oberstdorf erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Gemeinde.

Vor zwei Jahren erhielt der Markt Oberstdorf von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig die Auszeichnung für das Engagement zum fairen Handel, für das sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Der Marktgemeinderat hielt die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest und im Bürgermeisterbüro und bei den Sitzungen des Marktgemeinderats werden fair gehandelte Getränke eingesetzt. Eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.
Oberstdorf ist eine von über 560 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.
Weiter Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne finden Sie unter www.fairtrade-towns.de

Sie bieten fair gehandelte Waren in ihrem Geschäft an oder verwenden fair gehandelte Produkte in Ihrem Gastronomiebetrieb oder in Ihrer Organisation?
Dann werden Sie doch Teil der Fairtrade-Gemeinde Oberstdorf. Bitte sprechen Sie uns an.
Markt Oberstdorf, Christine Uebelhör, Tel. 08322 700-7105, E-Mail: c.uebelhoer@markt-oberstdorf.de

Neue Ladestationen für E-Autos

Logo EVO Energieversorgung Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 30.10.2018
Sauber und lautlos durchs Allgäu fahren und dabei Natur und Landschaft bewahren – mit strombetriebenen Fahrzeugen, welche mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden – kann genau das wahr gemacht werden.

In Oberstdorf können nun an drei Ladestationen die Akkus wieder aufgeladen werden: in der Nebelhornstraße 53, Prinzregenten-Platz 1 und am Parkplatz in der Sonthofener Straße 19. Pro Ladesäule können maximal zwei E-Autos gleichzeitig laden. Pro Ladepunkt ist eine Ladeleistung von 11 Kilowatt gewährleistet. Bei der Nutzung von einem Ladepunkt stehen dem Fahrzeug 22 kW zur Verfügung. Sind beide Ladepunkte an der Ladesäule belegt, lädt das Fahrzeug mit 11 kW.
Spontanes Laden an den Ladesäulen: Über den AdHoc Zugang kann man den Ladepunkt jederzeit mit einem Smartphone und einer Kreditkarte freischalten.

Preise AdHoc, AC-Ladesäulen:
Startpauschale 1,00 Euro /Ladevorgang
Preis pro kWh 35 ct./kWh
Standzeitgebühr 2 ct/min (1,20 Euro/h)

Große Schritte in Richtung neue Oberstdorf Therme

Tourismus Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 30.10.2018
Im Jahr 2005 hat der damalige Marktgemeinderat Oberstdorfs beschlossen, die Bausubstanz, die Technikkomponenten und die Elektrik der Oberstdorf Therme aus dem Jahr 1971 in Form mehrerer Gutachten überprüfen zu lassen.

Die durch die Gutachten festgestellten und notwendigen Maßnahmen konnten in den Folgejahren abgearbeitet werden und trugen so zum Erhalt der Therme bei. Im Jahr 2012 wurde im Rahmen einer Neuwertermittlung ein Standsicherheitsgutachten für eine Brandschutzversicherung durchgeführt und ein erneuter Sanierungsbedarf ermittelt, welcher zu weiteren Instandsetzungsmaßnahmen geführt hat.
2015 hat der Marktgemeinderat beschlossen, dass die Oberstdorf Therme weiterhin im Besitz des Marktes Oberstdorfs bleibt und am bestehenden Standort weiter betrieben werden soll. Dies wurde zudem durch ein damals initiiertes Bürgerbegehren gefordert.
Ebenso wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, welche die notwendigen Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen aufzeigen und gleichzeitig Ideen für Erweiterungen liefern sollte, um die Marktfähigkeit der Therme zu erhalten. Hier wurde durch das Ingenieurbüro eine Summe von mindestens 19 Millionen Euro ermittelt, welche notwendig gewesen wäre, den Altbestand der Therme zu sanieren. Dieses Ergebnis war der Startschuss für die Diskussion zum Neubau einer Therme und eine seitdem methodisch strukturierte Herangehensweise durch die Gremien und die Verwaltung.
Zunächst wurden die Bedürfnisse unserer Gäste und Einheimischen für eine neue Oberstdorf Therme im Rahmen einer Befragung ermittelt. Ebenso wurden eine Potential- und Konkurrenzanalyse und eine standörtliche Machbarkeitsanalyse und Angebotsentwicklung erstellt. Das Ergebnis mündete in einen Masterplan, der vom Marktgemeinderat in seiner 2. Fassung am 09.05.2018 als Basis für alle weitergehenden Planungen beschlossen wurde.
Parallel dazu wurde ein europaweites Interessensbekundungsverfahren durchgeführt. Bei diesem Verfahren möchte der Fördergeber erfahren, ob am Privatmarkt möglicherweise Interesse besteht, ein multifunktionales Bade-, Wellness- und Saunaangebot zu den Bedingungen von Oberstdorf selbstständig zu erbauen und zu betreiben. Dieses Verfahren wurde im Oktober 2017 von den Kurbetrieben mit dem Ergebnis abgeschlossen, dass es keinen privatwirtschaftlichen Interessenten für den Bau und Betrieb der neuen Oberstdorf Therme gibt.
Um für den Neubau der Therme auch Fördergelder zu erhalten, setzt die Regierung von Schwaben, als möglicher Fördergeber, weitere Mindestanforderungen voraus, die für eine Förderfähigkeit erfüllt sein müssen. Beispielsweise muss sichergestellt sein, dass die Kosten für eine Sanierung der Bestandstherme mindestens 80 Prozent der Kosten eines Neubaus betragen. Ein Bestandsgutachten einschließlich Wirtschaftlichkeitsbetrachtung konnte diese Voraussetzung sicherstellen. Zudem muss es sich bei dem Neubau um eine „multifunktionale Anlage“ handeln. Ein reines Schwimmbad beispielsweise würde nach RÖFE (Richtlinien zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen) nicht gefördert werden.

Die technischen Einschränkungen, wie teilweise nicht mehr erhältliche Ersatzteile oder Mängel in der Raumluft- und Ablufttechnik, sicherheitstechnische Schwachstellen, die einen Weiterbetrieb der heutigen Therme nicht mehr ermöglichen und nicht zuletzt der Fachkräftemangel, machten eine Schließung der Therme nach 47 Betriebsjahren am 15. August dieses Jahrs unumgänglich. Der ermittelte, kurzfristig zu leistende Sanierungsbedarf von mindestens 662.000 Euro, um den Betrieb der Therme mit allen sicherheitsrelevanten und technisch notwendigen Maßnahmen aufrecht zu erhalten, war betriebswirtschaftlich nicht zu vertreten.
Im September wurde dem Marktgemeinderat der Projektstrukturplan von den Kurbetrieben Oberstdorf vorgestellt. Dieser teilt den Rück- und Neubau der Oberstdorf Therme in Teilprojekte und strukturierte Einzelprozesse und zeigt eindrücklich die Komplexität dieses Bauprojektes. Beispielsweise sind wir als öffentlicher Auftraggeber an komplizierte und dadurch auch oft langwierige Ausschreibungs- und Vergabeprozesse gebunden. Die Planungs- und Bauzeit kann daher nicht mit einem privaten Bauvorhaben verglichen werden. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen des Architektenwettbewerbs. Damit soll für die Fläche des Bestandsgrundstücks eine optimale Gebäudelösung gefunden werden. Als wichtigsten Schritt gilt dabei die Ausfertigung der sogenannten Auslobung, welche für die Architekten das inhaltliche Handwerkszeug darstellt und die Rahmenbedingungen festlegt, die bei der Planung und Erstellung eines Entwurfs zu beachten sind. Diese Auslobung beinhaltet ein Raum- und Funktionsprogramm, diverse Anforderungen an das Grundstück und den Thermenneubau, Gestaltungsrichtlinien, rechtliche Grundlagen und vieles mehr. Im Dezember soll diese vom Marktgemeinderat beschlossen werden, um anschließend in einer europaweiten Ausschreibung veröffentlicht zu werden. Der Gewinner des Architektenwettbewerbes als Ergebnis von insgesamt 20 möglichen Vorschlägen/Architektenentwürfen soll im September 2019 feststehen.
Für den Architektenwettbewerb, das Bebauungsplanverfahren oder aber für den Rückbau notwendige Gutachten wie etwa Immissionsschutzgutachten, Verkehrsgutachten, Baugrundgutachten oder Schadstoffgutachten sind bereits erstellt bzw. werden aktuell finalisiert.
Aktuell befindet sich das Projekt im Zeitplan, sodass der Neubau einer innovativen, authentischen und zukunftsfähigen Oberstdorf Therme schnellstmöglich vorangetrieben wird.

Freibergstraße_Nev. 2018

Freibergstraße gesperrt

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 29.10.2018
Vom 25. Oktober bis 23. November ist die Freibergstraße zwischen Zweistapfenweg und Einmündung Spielhahnstraße für den gesamten Verkehr gesperrt. Grund ist die Neuverlegung der Wasserleitung.

Der Verkehr wird umgeleitet über Zweistapfenweg - Reithallenweg - Weststraße - Finkenstraße.

Moderne Batteriespeicher

115px-Wappen Landkreis Oberallgaeu svg Landkreis Oberallgäu
via Markt Oberstdorf
am 18.10.2018
Beirat für Energie und Klimaschutz informierte sich am 15. Oktober über moderne Batteriespeicher.

Die Oberallgäuer Unternehmen Stoll Gruppe GmbH aus Martinszell und KE-Tec GmbH aus Betzigau haben aus einem engen Bezug zum Umweltschutz heraus Speziallösungen für den Speichermarkt entwickelt und gaben dem Beirat für Energie und Klimaschutz nun im Rahmen einer Exkursion Einblicke in ihre Arbeit.

Neuartige Batterien sind eine Schlüsseltechnologie der Energiewende und im Klimaschutz. Als Heimspeicher, im Elektroauto oder als Großbatterie im Stromnetz werden sie zunehmend zum Alltag. Die technologische Entwicklung macht rasante Fortschritte und die weltweite Nachfrage wächst stark. Auch Oberallgäuer Unternehmen sind erfolgreich dabei, diese neuartigen Geschäftsfelder international zu bewirtschaften.
Der Beirat für Energie und Klimaschutz verschaffte sich Rahmen seiner diesjährigen Exkursion direkt vor Ort bei der Stoll Gruppe sowie bei KE-Tec einen Eindruck von der Arbeit zweier dynamischer Oberallgäuer Unternehmen aus der Speicherbranche.
Beim Besuch der Fima Stoll in Martinszell standen die von Stoll vertriebenen Salzwasserspeicher im Mittelpunkt des Interesses. Geschäftsführer Markus Stoll erläuterte den Mitgliedern des Beirates die Funktionsweise dieser sehr sicheren, umweltfreundlichen und gut recycelbaren Speichertechnologie, die sich insbesondere für den stationären Einsatz eignet.
Ein Geschäftsfeld der Firma KE-Tec aus Betzigau ist das Testen und Recyceln von Lithium-Ionen-Zellen und -Batterien. Der Sicherheit und dem sicherer Einbau dieser Speicher kommt insbesondere in automobilen Anwendungen eine herausragende Bedeutung bei. Geschäftsführer Roland Weixler ermöglichte dem Beirat einen „Einblick“ in die Welt der Batterien, sowohl in der Theorie wie auch ganz praktisch beim Rundgang durch das dem Unternehmen angegliederte Batterie-Informations-Zentrum Allgäu (BIZA).
Landrat Anton Klotz zeigte sich am Ende des Tages erfreut und beeindruckt über die Dynamik der beiden besuchten Oberallgäuer Familienunternehmen, die im Zukunftsmarkt der Speichertechnologien international erfolgreich aktiv sind.

Infos und Kontakt: Koordinationsstelle Klimaschutz im Landratsamt Oberallgäu: klimaschutz@lra-oa-bayern.de.Tel.: 08321/612-743 bzw. 08321/612-617

Aus dem Landkreis

115px-Wappen Landkreis Oberallgaeu svg Landkreis Oberallgäu
via Markt Oberstdorf
am 02.10.2018
Die Servicestelle "Frau & Beruf" bietet verschiedene Fachvorträge an. Nach allen Vorträgen besteht die Möglichkeit, sich beraten zu lassen. Für die Fachvorträge ist eine Anmeldung erforderlich, Mindestteilnehmerzahl: Fünf Personen.

Tel. 08321 612-234 vormittags, per E-Mail: ilona.authried@lra-oa.bayern.de
oder Telefon 0831 2525 8050, E-Mail: Frau-und-Beruf@kempten.de

Vortrag: Wie bewerbe ich mich?
Referentin: Patricia Mühlebach
22. Oktober, 9 bis 11 Uhr, Raum 2.07, 2. OG, Landratsamt

Vortrag: 450,-- € Job und das war es jetzt für mich?
Referentin: Patricia Mühlebach
12. November, 9 bis 11 Uhr, Raum 2.07, 2. OG, Landratsamt
3. Dezember, 9 bis 11 Uhr, Raum 2.07, 2. OG, Landratsamt

*Vortrag: Soziale Absicherungen in der Selbständigkeit *
Referentin: Sabine Kohl
15. Oktober, 9 bis 11 Uhr, Raum 2.07, 2. OG, Landratsamt

Kommunale Energieberatung

Gemeindewerke Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 02.10.2018
Die Gemeindewerke Oberstdorf bieten weiterhin für alle Oberstdorfer Bürgerinnen und Bürger eine kostenlose Energieberatung an.

Der Energieberater Gerhard Schmid informiert zu allen energierelevanten Themen, wie zum Beispiel Neubau, Altbau-Sanierung, Solarenergie, Heizung, Wärmedämmung, effizienter Stromeinsatz, Stromsparpotentiale, Förderungen, etc.

Die Beratungen finden jeden zweiten Mittwoch im Monat statt, in der Zeit zwischen 17 und 18.30 Uhr.

Termine erhalten Sie bei Ulrike Metternich, Gemeindewerke Oberstdorf, Telefon 911-131.

Verkehrssicherheit Äste und Sträucher

Überhängenden Bewuchs an Straßen und Wegen entfernen

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 02.10.2018
Durch überhängende Äste und Sträucher wird der Verkehr auf Gehsteigen und Fahrbahnen behindert. Gerade Gehsteige sind durch herausragende Sträucher häufig fast nicht passierbar.

Gleiches gilt für Straßen ohne Gehsteig, bei denen Sträucher oder Äste Sicht behindernd in die Fahrbahn ragen.
Ebenso tragen nur gut sichtbare Verkehrszeichen zur Verkehrssicherheit bei.

Der Markt Oberstdorf als Straßenbaubehörde hat für die Sicherheit auf öffentlichen Straßen zu sorgen und die Beseitigung von evtl. Gefahren zu veranlassen.

Grundstückseigentümer und Bürger des Marktes Oberstdorf werden daher dringend gebeten, den überhängenden Bewuchses vor dem Wintereinbruch zu beseitigen und dafür zu sorgen, dass Verkehrszeichen gut sichtbar sind. Abgesehen von der Unzulässigkeit können Grundstückseigentümer zum Kostenersatz bei evtl. Schadensereignissen herangezogen werden.

Stellenangebot: Mitarbeiter (m/w/d) für das Bürgerbüro/Verkehrswesen

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 01.10.2018
Der Markt Oberstdorf sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Mitarbeiter (m/w/d) für das Bürgerbüro/Verkehrswesen in Voll- oder Teilzeit.

Ihr Aufgabengebiet umfasst schwerpunktmäßig:
Melde- und Passwesen
Gewerbewesen
Verkehrsüberwachung (Innendienst)
Verkehrswesen
Ausnahmegenehmigungen
Allgemeine Antragsbearbeitung überwiegend im Front-Office-Bereich

Wir freuen uns auf:
Selbstständige und strukturierte Arbeitsweise
Freude am Umgang mit Bürgern
Teamfähigkeit und ein hohes Maß an Motivation
Idealerweise mit Verwaltungsausbildung (BL I)

Das bieten wir Ihnen:
Voll- oder Teilzeitbeschäftigung mit den Leistungen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)
Die Mitarbeit in einem hochmotivierten und kollegialen Team
Flexible Arbeitszeiten
Einen sicheren, modernen und attraktiven Arbeitsplatz an dem Sie Ihre interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit ausüben

Sie suchen eine neue Herausforderung? Dann senden Sie uns Ihre Bewerbung bis zum 22.10.2018.
Markt Oberstdorf,
Personalamt,
Prinzregenten-Platz 1,
87561 Oberstdorf
Email: personalamt@markt-oberstdorf.de

Neu im Bergsportbericht Oberstdorf

Tourismus Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 27.09.2018
Der Freizeitdruck auf die Allgäuer Hochalpen ist groß wie nie. Mit der Kampagne „Zämed Duss“ will Tourismus Oberstdorf den rücksichtsvollen Umgang miteinander und den respektvollen, nachhaltigen Umgang mit der Natur fördern und auf bestehende Regeln der Naturschutzverordnung hinweisen.

In der Online-Version des Bergsportberichts wird ausführlich auf die wichtigsten Punkte eingegangen. Sollte freier Platz in der PDF-Version des Bergsportberichts zur Verfügung stehen, werden wechselnde Schwerpunkte selektiv auch darüber abgebildet.

Der Block „Sicherheit am Berg“ wurde durch die Initiative der Bergwachtbereitschaft Oberstdorf eingefügt.
Darin sind übersichtlich die wichtigsten Faktoren zur Unfallvermeidung aufgeführt, zudem sind darin weitere Punkte zu den Themen Tourenplanung und Ausrüstung zu finden.
Daneben liegt der der Schwerpunkt im Appell an die eigene Verantwortung, Rücksicht, Vorsicht und Vernunft am Berg.
Derzeit wird dieser Block aus Platzgründen nur auf der Onlineversion des Bergsportberichts abgebildet.

Jahresabschlüsse 2017

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 21.09.2018
Jahresabschlüsse 2017 des Marktes Oberstdorf und seiner Eigenbetriebe Tourismus Oberstdorf, Sportstätten Oberstdorf,

Kernhaushalt Markt Oberstdorf
Für den Markt Oberstdorf war 2017 aus finanzieller Sicht ein sehr gutes Jahr. Die Jahresrechnung ergab ein wesentlich besseres Ergebnis als es die Haushaltsplanung vorsah. Das Ergebnis 2017 weist im Verwaltungshaushalt (laufender Betrieb) einen Überschuss von 5.678.314 Euro aus, der im Vermögenshaushalt für Investitionen und Tilgungen zur Verfügung steht.
Im Haushaltsplan waren 3.871.700 Euro vorgesehen. Die gesetzlich geforderte Mindestzuführung wurde um 3.025.014 Euro überschritten.
Im Vermögenshaushalt (Investitionshaushalt) wurden von der veranschlagten Kreditermächtigung in Höhe 5.519.000 Euro insgesamt 2.600.000 Euro beansprucht.

Tourismus Oberstdorf
Das Geschäftsjahr 2017 der Kurbetriebe Oberstdorf schließt mit einem Jahresüberschuss von 212.037 Euro ab. Das Planergebnis mit einem Betriebsverlust von 36.000 Euro wurde deutlich übertroffen. In 2017 wurden 2.611.216 Übernachtungen und 474.274 Gästemeldungen verzeichnet.

Sportstätten Oberstdorf
Die Sportstätten schlossen das Geschäftsjahr 2017 mit einem Verlust von 1.440.021 Euro ab. Dieses Ergebnis übersteigt den Planansatz um 152.000 Euro. Der wesentliche Grund ist ein Buchverlust aus dem Abgang von Anlagevermögen.

Gemeindewerke Oberstdorf
Das Jahresergebnis der Gemeindewerke Oberstdorf umfasst die Geschäftstätigkeit der Gemeindewerke mit Kommunalen Diensten und den Ergebnisses der Energieersorgung Oberstdorf GmbH und Wasserversorgung Oberstdorf GmbH. Diese Organschaft schließt im Jahr 2017 mit einem Jahresüberschuss von 1.490.854 Euro ab und liegt mit 410.554 Euro über dem Planansatz. Aus dem Jahresüberschuss werden an den Kernhaushalt der Gemeinde 250.000 Euro abgeführt.

Therme Zeitstrahl_2018

Oberstdorf Therme: Projektstrukturplan für den Neubau

Tourismus Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 21.09.2018
Am 6. September stellten die Kurbetriebe Oberstdorf dem Marktgemeinderat den aktuellen Projektstrukturplan der Oberstdorf Therme vor.

Das komplexe Projekt wurde in Teilprojekte mit einzelnen Arbeitsprozessen und Leistungspaketen definiert. Eine zeitliche Gliederung und so genannte Meilensteine machen die Abhängigkeiten einzelner Prozesse deutlich.
Als wesentliche Grundlage aller weiterführenden Prozesse gilt dabei der Masterplan. Seit 2014 beschäftigten sich die Kurbetriebe mit dem Projekt. Strukturiert wurde damals ein Marketingprozess eingeleitet, der im Wege einer Markterkundung die Bedürfnisse der zukünftigen Gäste der Oberstdorf Therme ermittelt hat. Ergänzend hierzu wurden alle Stakeholder – also Zielgruppen mit Interesse am Projekt Oberstdorf Therme – in den Ermittlungs- und Entscheidungsprozess eingebunden. Auf dieser Grundlage ist der Masterplan erstellt worden, der in seiner aktuellen Fassung als Planungsinstrument dient.
Für die umfangreichen Rückbau- und Entsorgungsmaßnahmen wird derzeit ein Schadstoffgutachten erstellt und eine Inventarisierung zur Veräußerung von Wertgegenständen durchgeführt. Parallel dazu wird ein Architektenwettbewerb vorbereitet. Die Inhalte des Auslobungstextes, welche die Basis des Architektenwettbewerbs bilden, sollen dem Marktgemeinderat erstmalig im Oktober vorgestellt werden. Ein für den Neubau notwendiges Immissionsgutachten ist ebenfalls derzeit in Erarbeitung.
Strukturiert und professionell wird in allen Ebenen der Verwaltung daran gearbeitet, für die zukünftigen Gäste der Oberstdorf Therme ein optimales, authentisches und vielfältiges Bade- und Saunaangebot zu erschaffen. Bei einem voraussichtlichen Baubeginn im Oktober 2020 und einer Bauzeit von 20 bis 22 Monaten ist derzeit davon auszugehen, dass im Juli 2022 die neue Oberstdorf Therme eröffnen kann.

Ehrungen 2018

Wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 20.09.2018
Der Markt Oberstdorf zeichnete Franz Bisle mit der Verdienstmedaille und Karl Geiger und Vinzenz Geiger mit der Verdienstspange Sport aus.

Verdienstmedaille für Franz Bisle

In Anerkennung und Würdigung seiner ehrenamtlichen Verdienste im
Bereich Sport, Kultur und Gesellschaft ehrte Bürgermeister Laurent Mies am 18. September Franz Bisle mit der Verdienstmedaille des Marktes Oberstdorf.
Mit dem Zitat von Korad Adenauer: „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat.“, stieg der Rathauschef in die Aufzählung der Verdienste von Franz Bisle ein.
Nach dem Abitur, das er als Jahrgangsbester abschloss, und dem Studium mit Ziel Realschullehramt unterrichtete Bisle Generationen von Schülern in Immenstadt und Sonthofen und beendete das aktive Berufsleben 2009 als Realschuldirektor. In den Jahren 2006 bis 2011 unterstütze er die Recherche zur Geschichte des Marktes Oberstdorf.
In der Politik hat der Oberstdorfer ebenfalls ein Wörtchen mitzureden – Bisle engagiert sich seit 2008 als Mitglied des Kreistags Oberallgäu für seine Heimat.
Auch beim Sport war mit ihm zu rechen. Mit Talent und Fleiß schaffte es Bisle als Skispringer bis in die Deutsche Nationalmannschaft und 1968/69 auch ins Team der Vierschanzentournee. Einen sehr achtbaren Erfolg errang er 1969, als Dritter der Deutschen Meisterschaften.
Dem Sport und speziell dem Skiclub Oberstdorf blieb Franz Bisle nach seiner aktiven Sportlerkarriere auch weiterhin eng verbunden. Er setzte sich engagiert für den Nachwuchs ein und war als Stützpunktleiter im Deutschen Skiverband tätig. Als Stadionsprecher an der Schattenbergschanze - bei ganz großen wie bei kleinen Veranstaltungen – stellte Bisle sein Talent unter Beweis, die Menschen zu unterhalten. Dieses Talent zeigte sich auch bei der 500-Jahr-Feier (1998) der Gemeinde, bei der er sich als Co-Regisseur einbrachte.
Ab 2003 startete Franz Bisle als Kabarettist, Autor und Spielleiter in der Rolle des Frater Gallus und las den Oberstdorfern beim Bockbierfest die Leviten. Dabei sah er bei den Ereignissen in Oberstdorf über die Jahre ganz genau hin und schrieb in unzähligen Stunden die Drehbücher. Allein für diese Arbeit, hast Du meinen größten Respekt.“, sagte der Rathauschef. Das sprichwörtiche Sahnehäubchen war aber das hervorragende komödiantische Schauspiel, das Bisle als Frater Gallus, als Oma, als Postler oder als Benedikta, alleine oder mit seinen Partnern dem Publikum servierte. Ganz nebenbei war Bisle damit auch Garant für eine jedes Mal voll besetzte Oybele-Halle. Gründe genug für den Marktgemeinderat die Auszeichnung mit der Verdienstmedaille zu beschließen.

Bild
Bürgermeister Laurent Mies dankte Franz Bisle für sein großartiges
Engagement für die Gemeinde und gab ihm mit Urkunde und
Verdienstmedaille auch die besten Wünsche mit auf den Weg.

Verdienstspange Sport für Karl Geiger und Vinzenz Geiger

Eingeladen zur Ehrung am 18. September waren ebenso Karl Geiger, Skispringer, und Vinzenz Geiger, Nordischer Kombinierer, mit ihren Familien. Beide Sportler starten für den Skiclub Oberstdorf und gehören dem Zoll-Ski-Team sowie der Lehrgangsgruppe I a des Deutschen Skiverbands an.

Im Alter von sechs Jahren sprang Karl Geiger das erste Mal von einer Schanze. Vom Fluggefühl begeistert, nahm er im Skiclub Oberstdorf seither am Training der Skispringer teil.
Mit dem fünften Platz in der Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix wurde er für den Weltcupauftakt 2012 in Lillehammer nominiert und punktete dort auf der Normalschanze und der Großschanze. Am 9. Dezember 2012 erreichte er den sechsten Platz beim Weltcup im russischen Sotschi. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2013 im tschechischen Liberec gewann er mit den Team-Kollegen die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb. Im Einzel belegte er den siebenten Rang. In der Saison 2013/14 erreichte Karl Geiger mit dem zweiten Platz beim Teamspringen in Klingenthal seinen ersten Weltcup-Podestplatz. Im Dezember 2014 wurde er erstmals in die Nationale Gruppe bei den Springen zur Vierschanzentournee 2014/15 nominiert. Im Dezember 2015 erfolgte die erneute Nominierung. Am 21. Februar 2016 erreichte Geiger beim Wettbewerb von der Normalschanze in Lahti den zweiten Platz. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang erreichte er Platz zehn auf der Normalschanze und Platz sieben auf der Großschanze. Zusammen mit den Team-Kollegen gewann Karl Geiger die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb.
Bei der ersten Weltcup-Station nach den Olympischen Winterspielen in Lahti gewann er mit Markus Eisenbichler, Richard Freitag und Andreas Wellinger den Mannschaftswettbewerb und erzielte damit seinen ersten Weltcupsieg.

Vinzenz Geiger wurde mit acht Jahren auf das Skispringen aufmerksam. Vier Jahre später stieg er auch noch auf die Langlaufskier und damit war er bei den Nordischen Kombinierern gelandet. Seine internationale Karriere begann im Rahmen des Alpencups im September 2012 in Oberstdorf. Bis heute gewann er dreimal einen Wettbewerb des Alpencups. Im Continental-Cup startete Geiger im Januar 2015 in Planica. In diesem Cup gelangen ihm im Februar 2016 in Ramsau zwei Siege. Im Weltcup nahm Vinzenz Geiger im Dezember 2015 an zwei Wettbewerben in Lillehammer teil. Zu Beginn der Weltcupsaison 2016/17 erreichte er zwei siebte und einen vierten Rang und landete im Dezember 2016 in Ramsau mit einem dritten Platz erstmals auf dem Podest. Zwei Silbermedaillen gewann Vinzenz Geiger bei den Juniorenweltmeisterschaften 2016 im rumänischen Râșnov in den Wettbewerben von der Normalschanze sowohl über die zehn Kilometer als auch im Mannschaftswettbewerb mit dem deutschen Team über die viermal fünf Kilometer. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2017 in Soldier Hollow gewann er im 5-km-Wettbewerb die Goldmedaille. Im Januar 2018 holte er gemeinsam mit Eric Frenzel im Teamsprint in Val di Fiemme einen Sieg im Weltcup. Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang gewann er im Teamwettbewerb mit der Mannschaft Gold und platzierte sich in den Einzelwettbewerben auf dem siebten und neunten Rang.

Die beiden jungen Sportler haben ihre Leistungen kontinuierlich gesteigert, so Mies, und weiter: „Ihr habt euch durchgebissen, mit Fleiß, Konzentration und Zielstrebigkeit, mit Disziplin und dem Glauben an Euch selbst. Rückhalt gibt es aus der Familie, von Freunden, Sportkollegen, Betreuern und natürlich auch den Trainern.“

Mit dem besonders schönen Erfolg – einer olympischen Medaille - krönten Vinzenz Geiger und Karl Geiger ihre junge Laufbahn bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang 2018.
Dafür, so beschloss der Marktgemeinderat, erhalten die beiden Ausnahme-Athleten in Anerkennung und Würdigung ihrer sportlichen Leistungen die Sportverdienstspange des Marktes Oberstdorf.

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Vinzenz Geiger und Karl Geiger nahmen die Urkunden und die Sportverdienstspangen bei einer Feierstunde im blauen Salon des Königlichen Jagdhauses aus den Händen von Bürgermeister Laurent Mies entgegen. Mies wünschte den beiden Sportlern für die Zukunft viel Erfolg und dazu das entscheidende Quäntchen Glück, das man zum Erreichen seiner Ziele braucht.

Endspurt bei den Klimaschutzkampagnen 2018

115px-Wappen Landkreis Oberallgaeu svg Landkreis Oberallgäu
via Markt Oberstdorf
am 19.09.2018
Stromsparwettbewerb und Solar-Offensive gehen in den Endspurt. Noch bis Ende Oktober ist die Teilnahme am Stromsparwettbewerb möglich; die meisten Angebote der Solar-Offensive gelten noch bis Ende des Jahres.

Ein Verwöhn-Wochenende in einem Allgäuer Bio-Hotel, ein lautloser Segelflug über die Oberallgäuer Bergwelt, ein Wochenende kostenlos Elektroauto fahren: beste Chancen auf diese und noch viele weitere Gewinne haben alle Teilnehmer am Stromsparwettbewerb 2017/2018. Denn bei diesen Gewinnen handelt es sich um drei der zahlreichen attraktiven Lospreise, die unter allen Teilnehmern des Stromsparwettbewerbs verlost werden – ganz unabhängig von der Höhe der Einsparung!
Und die eifrigsten und erfolgreichsten Stromsparer dürfen sich über die Hautgewinne freuen: ein Pedelec, ein Gutschein für ein A+++ Elektrogerät und ein Jahr kostenlosen Ökostrom.

Die Teilnahme am Stromsparwettbewerb ist denkbar einfach: Vergleichen Sie Ihre aktuelle Stromabrechnung mit jener aus der vorausgegangenen Abrechnungsperiode: Sie haben weniger verbraucht? Dann machen Sie mit und reichen Sie Ihre Abrechnungen zusammen mit dem Teilnahmeformular bei der Koordinationsstelle Klimaschutz im Landratsamt ein.
Das Teilnahmeformular kann bei der Koordinationsstelle Klimaschutz angefordert werden und steht außerdem unter https://www.allgaeu-klimaschutz.de/allgaeuer-klimameisterschaft.html zum Download bereit. Noch bis Ende Oktober können die Unterlagen eingereicht werden.

Und auch die Solar-Offensive Oberallgäu 2018 hat viel zu bieten: Solar-Kataster, Solar-Infoabende, Solar-Botschafter, tolle Rabatte und Aktionen regionaler Unternehmen aus der Solar-Branche. Nutzen Sie die Angebote und informieren Sie sich über die Vorteile und Chancen, die eine Photovoltaik-Anlage für die Eigenstromerzeugung bietet.

Zahlreiche Solarbotschafter, verteilt über das ganze Oberallgäu, stehen für einen unkomplizierten, unabhängigen und kostenlosen Erfahrungsaustausch gerne zur Verfügung. Attraktive Rabatte und Aktionen der teilnehmenden Solar-Unternehmen erleichtern die Entscheidung für den Einstieg in die eigene Stromproduktion - die meisten Angebote gelten noch bis Ende des Jahres!
Den Kontakt zu den Solar-Botschaftern und teilnehmenden Firmen finden Sie auf der Kampagnen-Website unter https://www.allgaeu-klimaschutz.de/solar-offensive.html. Hierüber erfolgt auch der Einstieg ins Solar-Kataster. Mit Hilfe des Solar-Katasters können Sie sich einfach und unverbindlich über die Eignung Ihres Hausdaches für Photovoltaik und Solarthermie informieren.
Dieser Herbst steht also nochmals voll und ganz im Zeichen des Klimaschutzes, denn der vergangene Hitzesommer hat es wieder gezeigt: unser Klima verändert sich und handeln müssen wir jetzt!

Infos und Kontakt: Koordinationsstelle Klimaschutz im Landratsamt Oberallgäu: klimaschutz@lra-oa-bayern.de.Tel.: 08321/612-743 / 08321/612-617

Fair gehandelte Karten für jeden Anlass

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 13.09.2018
Die Verwaltung des Marktes Oberstdorf verwendet jetzt fair gehandelte Karten für verschiedene Anlässe.

Diese Karten wurden in einer Werkstatt am Stadtrand von Kigali in Ruanda gefertigt. Von der Papierherstellung (wobei ausschließlich Altpapier verwendet wird), der Färbung, des Zuschnitts und den handwerklich aufwändigen Motiven bis zur Verpackung wird alles selber gemacht. Die Motive werden teilweise in England, von den verschiedenen Auftraggebern weltweit und vor Ort gestaltet.
In der Werkstatt arbeiten 60 junge Erwachsene, alles Waisen, die immer drei Monate lang in einem Zweierteam zusammenarbeiten. Die vergleichsweise gute Bezahlung ermöglicht den Mitarbeiter/innen kleine Häuschen oder kleine Wohnungen zu mieten und gut über die Runden zu kommen. Ein Sozialarbeiter schult alle Mitarbeiter/innen regelmäßig zu den unterschiedlichsten Lebensbereichen mit dem Ziel ein Leben in Selbständigkeit führen zu können. Dazu gehören Schulungen zur Gesundheitsvorsorge, Familienplanung, Haltung von Nutztieren, Informationen zur Weiterbildungen und vieles mehr.

Gemeinderätin Bergith Hornbacher-Burgstaller konnte im Rahmen einer Ruandareise diese Werkstätte besuchen und sich von diesem tollen Projekt persönlich überzeugen lassen.

Auch Sie können viele Menschen unterstützen, indem sie Karten aus dem fairen Handel kaufen. Erhältlich sind sie im Oberstdorfer Weltladen, Oststraße 24.

Neue Azubis bei TI und OTG_2018

Start in die Ausbildung

Tourismus Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 03.09.2018
Ihre Ausbildung zu Kaufleuten für Tourismus und Freizeit haben Sabrina Jäkel, Simon Fehr und Lara Eder im August bei den Kurbetrieben Oberstdorf begonnen. Die Oberstdorf Tourismus GmbH bildet Marilena Hadraschek zur Veranstaltungskauffrau aus.

Bürgermeister Laurent Mies und Ausbilderin Stefanie Fischer begrüßten die Auszubildenden im Team.

Die angehenden Fachkräfte durchlaufen während Ihrer Ausbildungszeit alle Bereiche der Kurbetriebe: von der Information über die EDV, die Buchhaltung und den Vertrieb bis zum Marketing und der Organisation der Veranstaltungen.

Nähere Informationen zu den Berufsbildern unter www.schwaben.ihk.de

Bild
von links: Stefanie Fischer (Ausbilderin), Sabrina Jäkel (Kauffrau für Tourismus und Freizeit), Simon Fehr (Kaufmann für Tourismus und Freizeit), Marilena Hadraschek (Veranstaltungskauffrau), Lara Eder (Kauffrau für Tourismus und Freizeit) und Bürgermeister Laurent Mies.

Bürgerportal

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 03.09.2018
Mit dem Service „Bürgerportal“ können Bürgerinnen und Bürger eine große Anzahl von behördlichen Formalitäten über das Internet abgewickeln.

Die Daten werden mit einem sicheren Verschlüsselungsverfahren an die Kommune übermittelt und können dort weiterverarbeitet werden.

Die Vorteile sind ein 24-Stunden-Service, Ersparnis oder Verkürzung von Behördengängen, bequeme und einfache Bedienung, Ausfüllhilfe durch elektronischen Dialog sowie sichere und geschützte Datenübertragung. Für die Begleichung anfallender Gebühren steht das Bezahlverfahren giropay zur Verfügung.

Der Link zum Bürgerportal:
www.markt-oberstdorf.de/leistungen/bürgerportal

Diese Leistungen können Sie künftig online erledigen:
Antrag Erweiterte Meldebescheinigung
Antrag Meldebescheinigung
Antrag Übermittlungssperre
Antrag Führungszeugnis
Abmeldung Hundesteuer
Anmeldung Hundesteuer
Einfache Melderegisterauskunft
Einzugsermächtigung
Passabfrage
Wahlhelfer online

Nicht alle Behördengänge können per Computer erledigt werden. Für bestimmte Vorgänge ist es auch künftig erforderlich, persönlich ins Rathaus zu kommen, beispielsweise für eine rechtllich vorgeschrieben Unterschrift. Das Bürgerportal bietet die Möglichkeit, bereits zu Hause die entsprechenden Formulare in Ruhe vorzubereiten und auszudrucken.

Mit der Bereitstellung der Online-Anwendungen hat der Markt Oberstdorf die Firma komuna GmbH, Altdorf, als vertrauenswürdigen Dritten beauftragt; beim Aufruf der Online-Anwendungen wird entsprechend verlinkt. Die Verbindung wird verschlüsselt mit 128-Bit SSL. Dieses Angebot wird ständig verbessert und erweitert.

www.markt-oberstdorf.de/leistungen/bürgerportal

Ticketverkauf für Winterhighlights

Logo Weiss Audi Arena Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 30.08.2018
Der Kartenvorverkauf für die Winterhighlights in Oberstdorf hat begonnen. Für die Vierschanzentournee sind bis zum 22. Oktober nur die 2-Tages-Pässe erhältlich

Vierschanzentournee
Bereits zum 67. Mal findet Winter die Vierschanzentournee statt.
Seien Sie live dabei beim traditionellen Auftaktspringen.
Top-Athleten aus über 20 Nationen hoffen auf einen gute Ausgangssituation für die weiteren Stationen.
Die Termine:
29./30.12.2018: Oberstdorf
31.12.2018/01.01.2019: Garmisch-Partenkirchen
03./04.01.2019: Innsbruck
05./06.01.2019: Bischofshofen

FIS Tour de Ski
Oberstdorf ist auch im kommenden Winter Teil der bedeutendsten Langlaufserie der Welt. Am 2. und 3. Januar 2019 ist die Weltelite in Oberstdorf am Start.
Vier Einzel-Weltcups, zwei Damen-Wettbewerbe und zwei Herren-Wettbewerbe, werden im Januar in Oberstdorf ausgetragen.
Am 2. Januar ein packender Massenstart am Egli-Hügel
Am 3. Januar ein 10km (Damen) bzw. 15km(Herren) Verfolgungswettkampf. .

FIS Weltcup Skifliegen
Nach einer erfolgreichen Weltmeisterschaft auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze im Januar 2018 kehren die besten Skiflieger im Februar 2019 zurück nach Oberstdorf.
Zahlreiche Flüge über die 200-Meter Marke garantieren ein spannendes Skiflug-Wochenende.

FIS Weltcup Skispringen Damen 2019
Bereits zum fünften Mal werden die besten Skisprung-Damen für ein Weltcupwochenende nach Oberstdorf reisen. Vom 15. - 17. Februar 2019 wird es wieder einen Doppel-Weltcup von der Großschanze HS 137 geben.

Telefonisch
* Arena-Ticket-Allgäu / Skisport- und Veranstaltungs GmbH Hotline: +49 (0) 8322 / 80 90 - 350
* Eventim: +49 (0) 1806 / 200 111
* Tourismus Oberstdorf: +49 (0) 8322 / 700 2103 oder 2104
* Allgäuer Zeitung / Allgäuer Anzeigeblatt: +49 (0) 831 / 20 65 555

Online-Ticket-Shop
www.eventimsports.de/ols/oberstdorf-vvk/
www.arena-ticket-allgaeu.de/ticketbestellung/
Wir raten davon ab die Karten bei Zweitmarktplattformen wie z.B. Viagogo zu kaufen. Die Gültigkeit der Karten kann nicht garantiert werden.

Persönlich
Audi Arena Oberstdorf, Skisport und Veranstaltungs GmbH, Am Faltenbach 27, 87561 Oberstdorf,

Per Fax oder E-Mail
Fax: +49 (0) 8322 8090-301
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Weitere Vorverkaufsstellen
* Eventim - www.eventimsports.de/ols/oberstdorf-vvk/
* Tourismus Oberstdorf, Oberstdorf Haus, Tickethotline: 08322 / 700 2103 oder 2104

Kanalsanierungsarbeiten in Tiefenbach

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 23.08.2018
Der Markt Oberstdorf saniert ab Mitte September in Tiefenbach an verschiedenen Stellen die Kanäle. Die Sanierungsarbeiten werden in geschlossener Bauweise ausgeführt.

Vorteil dieser Bauweise ist, dass keine Baugruben nötig sind und daher Verkehrsbehinderungen auf ein Minimum reduziert werden können. Bei der geschlossenen Bauweise wird partielles oder durchgehendes Sanierungsmaterial (Part- bzw. Inliner) im Revisionsschacht eingeführt und eingebaut.

Tag für Tag werden die Abwasserkanäle im Gemeindegebiet Oberstdorf rund um die Uhr beansprucht. Zudem unterliegen die Abwasserleitungen einem Alterungsprozess. Um einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können, müssen Kanäle gewartet und inspiziert werden. Festgestellte Schäden müssen behoben werden, um den ungehinderten Abfluss des Abwassers zu gewährleisten. Der Markt Oberstdorf hat deshalb die dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten im Ortsteil Tiefenbach beauftragt. Für die Sanierungsarbeiten muss der Kanal vorab gereinigt werden. Hierzu wird von einem Spülwagen aus ein Schlauch in den Kontrollschacht eingefahren und per Wasserdruck vom Schacht zum Nächsten vorangetrieben. Beim Zurückziehen werden die Schmutzablagerungen mitgeführt und aufgenommen. Nebeneffekt der Spülung ist, dass Unter- und Überdrücke entstehen. Der Druckausgleich findet über die Kontrollschächte in der Straße statt. Zusätzlich kann der Druckausgleich auch über die angeschlossenen Grundstücksanschlusskanäle sowie über die Lüftungsleitungen der Hausinstallation stattfinden. Fachgerecht installierte Rückschlagklappen und sanitäre Anlagen können diesen Druck jedoch ohne Probleme ausgleichen.

Horst Graf verlässt Oberstdorf

Tourismus Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 23.08.2018
Tourismusdirektor Horst Graf hat dem Marktgemeinderat in seiner Sitzung am 14.08.2018 mitgeteilt, dass er nach Ablauf seines befristeten Beschäftigungsverhältnisses aus persönlichen Gründen nicht weiter zur Verfügung steht. Er wird Tourismus Oberstdorf zum 30.11.2018 verlassen.
Trettachsteg_2018

Trettachsteg gesperrt

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 22.08.2018
Der so genannte Trettachsteg zwischen Parkplatz Nebelhornbahn und Roßbichlstraße ist ab sofort gesperrt. Die Brücke kann lt. einem statischen Gutachten aus Sicherheitsgründen für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr nicht mehr genutzt werden.

Wolf im Oberallgäu unterwegs?

115px-Wappen Landkreis Oberallgaeu svg Landkreis Oberallgäu
via Markt Oberstdorf
am 08.08.2018
Gerissene Kälber verursachen seit einigen Wochen große Unruhe unter Landwirten und Älplern im Oberallgäu. Als Verursacher wird der Wolf vermutet.

Die Bilder der verendeten Kälber gleichen sich, eine zweifelsfreie Bestätigung fehlt jedoch bisher. Nachdem in der vergangenen Woche in Wertach nur wenige hundert Meter vom Ort entfernt innerhalb von zwei Tagen zwei gerissene und ausgeweidete Kälber aufgefunden wurden, hat sich Landrat Klotz kurzfristig mit Vertretern der Land- und Alpwirtschaft getroffen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Einhelliger Tenor war, dass die bislang vorgenommene Erstdokumentation vor Ort und der Zweitdokumentation in der Tierkörperbeseitigungsanstalt für einen eindeutigen Wolfsnachweis nicht ausreichend sind. Eine weitergehende Untersuchung der entnommenen Proben auf DNA-Spuren sei unverzichtbar, um Klarheit zu schaffen. Ergebnisse von den früheren Proben fehlen. Ergebnisse aus den Proben von letzter Woche seien dem Landesamt für Umwelt (LfU) zufolge frühestens Ende dieser Woche zu erwarten.

Landrat Anton Klotz bekräftigte seine bereits öffentlich geäußerte Forderung, dass in der Region zum Schutz der Nutztiere ein Abschuss von Wölfen zeitnah ermöglicht werden müsse. Präventive Maßnahmen wie die Errichtung von Zäunen oder den Einsatz von Herdenschutzhunden sei vor allem auf den etwa 600 Alpen in den Allgäuer Alpen mit rund 30.000 Rinder nicht machbar. Mittelfristig müsse die Region im Managementplan für die großen Beutegreifer in die Gebietskulisse „Wolf“ aufgenommen werden, um entsprechende Maßnahmen treffen zu können.

Dass es trotz mehrfacher Hinweise auf mögliche Wolfsichtungen und dem Auffinden gerissener Nutztiere im Oberallgäu bisher keinen gesicherten Nachweis eines Wolfes gibt, hat die betroffenen Landwirte auch finanzielle Folgen. Denn ohne einen solchen Nachweis können sie auch nicht mit einer Entschädigungszahlung rechnen.

Wen informiere ich bei einem Wolfsverdacht?

Landratsamt Oberallgäu – Behördennummer 08321 / 115
oder Ansprechpartner des Netzwerks Große Beutegreifer (abrufbar unter www.oberallgaeu.org)

Das Netzwerk Große Beutegreifer wurde bayernweit etabliert: Ehrenamtlich tätige Personen (Jäger, Vertreter Naturschutz, Förster, Landwirte) sind vor Ort als Ansprechpartner schnell erreichbar.
Ihre Hauptaufgabe ist die fundierte Dokumentation von möglichen Hinweisen (z.B. Fährten, Risse).

Was ist zu tun, wenn?

• Rissfunde an Nutztieren und Schalenwild sind unverzüglich zu melden.
• Der Riss ist unverändert zu belassen, nichts berühren!
• Hunde und Nutztiere vom Riss fern halten!
• Zuverlässige Beobachtungen wenn möglich fotografisch festhalten.

NWM 2021_Logo_Juli 2018

Logo offiziell vorgestellt

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 27.07.2018
Exakt 946 Tage vor dem Start der FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2021 in Oberstdorf/Allgäu wurde jetzt das Logo präsentiert, das der Großveranstaltung ihr Gesicht verleiht.

Es baut auf dem Logo auf, das bereits von der letzten Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf vom vergangenen Januar bekannt ist. Zum stilisierten Skispringer hat sich im O wie Oberstdorf nun ein Langläufer in derselben Anmutung gesellt. Gehalten ist das Ganze in pastellfarbigen Rot- und Blautönen, die die Farben des Marktes Oberstdorf sowie des Allgäus wiederspiegeln.
Zur Präsentation waren rund 300 Zuschauer gekommen. Auch drei Olympiateilnehmer erwiesen sich als sympathische Botschafter für das Sport-Großereignis, das von 23. Februar bis 7. März 2021 in Oberstdorf stattfindet. Skispringerin Katharina Althaus sowie die Nordischen Kombinierer Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger versicherten, dass sie sich schon jetzt riesig auf die Heim-WM freuen. Alle drei erinnerten sich noch an die Ski-WM von 2005, die sie im Kindergartenalter, in der Grundschule oder wie Rydzek als 13-Jähriger direkt vor der Haustüre miterlebt hatten. Doppelolympiasieger Rydzek fühlte sich damals vor allem von den Leistungen Ronny Ackermanns und Georg Späths inspiriert. Auf die Heim-WM 2021 freue er sich riesig. „Die Anlagen, die vorhanden sind und die Bevölkerung, die dahinter steht, das ist ein Traum“, meinte er und betonte, dass eine solche Großveranstaltung nur im Miteinander funktionieren kann.
Katharina Althaus, damals als Fahnenträgerin für den Skiclub im Einsatz, hätte 2005 noch keine Vorbilder ihrer Sportart entdecken können, denn Frauenskispringen gab es damals noch nicht. Für die Zukunft wünscht sich die Olympiamedaillengewinnerin, dass es in Oberstdorf, anders als zuvor bei der WM in Seefeld 2019, mit dem Teamwettbewerb einen weiteren Wettkampf für die Frauen gibt.
Vinzenz Geiger staunte, wie schnell doch die Zeit vergeht. In einem guten halben Jahr finde die WM in Seefeld statt und dann dürfe man sich bereits auf Oberstdorf freuen. Eine Heim-WM sei zwar vom Druck her nicht ausschließlich „toll“. Umso mehr freue er sich aber, auf den vertrauten Sportanlagen starten zu dürfen.
Bürgermeister Laurent Mies berichtete von der riesigen Arbeit, die, hochprofessionell auf vielen Schultern verteilt, im Vorfeld der WM geleistet werde. Das große Ziel der Marktgemeinde sei die Nachhaltigkeit, für die Oberstdorf das beste Beispiel sei. Es gehe darum, die Anlagen für den Nachwuchs in Ordnung zu halten und Perspektiven für den Leistungssport zu liefern.
Landrat Anton Klotz wünscht sich das gleiche Feuer der Begeisterung wie bei der Ski-WM 2005, deren Strahlkraft weit über Oberstdorf und den Landkreis hinausging. Der Landkreis leiste neben der Unterstützung bei der Finanzierung einen wesentlichen Beitrag durch den Ausbau der Straßen und des ÖPNV.
Dr. Franz Steinle vom Deutschen Skiverband sagte, dass die Nachhaltigkeit der Ski-WM 2005 über zwei Sportlergenerationen angehalten habe. „Das Gleiche erwarte ich von der kommenden WM“, so der DSV-Präsident.
Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer ist sich sicher, dass die Nachwuchsgewinnung durch die WM einen Schub erhält. „Das ist der Motor für den Skiclub, generiert neue Athleten und fördert den Zusammenhalt“, sagte Kruijer. Die Unterstützung durch den eigenen Verein sei groß. Aber bei der Austragung einer WM brauche man zudem Hilfe von auswärts, mehr sogar als die 1600 Helfer, die das letzte Mal dabei waren.

Foto-Copyright: Dominik Berchtold
Bild: von links Vinzenz Geiger, Katharina Althaus und Johannes Rydzek.

Trinkwasserverordnung: Neuordnung der Vorschriften

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via Markt Oberstdorf
am 27.07.2018
Die Neuordnung trinkwasserrechtlicher Vorschriften vom 3. Januar 2018 setzt Umfang und Häufigkeit erforderlicher Untersuchungen von Wasserversorgungs-anlagen – hier Kleinanlagen zur Eigenversorgung - durch das Landratsamt Oberallgäu fest.

Darin sind Inhaber von Kleinanlagen angehalten, unaufgefordert mindestens einmal im Jahr eine Trinkwasseruntersuchung in den Monaten April bis November durchzuführen zu lassen. Die Kosten der Untersuchungen hat der Inhaber der Wasserversorgungsanlage zu tragen. Die Probennahme muss durch einen zertifizierten Probenehmer und die Analyse in einem akkreditierten Labor erfolgen. Das Ergebnis ist innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss der Untersuchung dem Gesundheitsamt am Landratsamt Oberallgäu zu übersenden.
Jede Grenzwertüberschreitung oder andere negative Beeinflussung der Trinkwasserqualität ist dem Gesundheitsamt unverzüglich mitzuteilen. Verstöße gegen die Untersuchungs-, Anzeige-, Übersendungs- und Aufbewahrungspflichten (10 Jahre) können geahndet werden.

Weitere Informationen über den Vollzug der Trinkwasserverordung erteilt das Landratsamt Oberallgäu, Gesundheitsamt, Oberallgäuer Platz, 87527 Sonthofen, Telefon 08321 612-520, Fax-Nr. 08321 612-521, E-Mail: gesundheitsamt@lra-oa.bayern.de, Internet: http://www.oberallgaeu.org/gesundheit_verbraucherschutz/gesundheitsamt

Information:
Kleinanlagen zur Eigenversorgung sind Anlagen einschließlich dazugehörender Wassergewinnungsanlagen und einer dazugehörenden Trinkwasser-Installation, aus denen pro Tag weniger als 10 Kubikmeter Trinkwasser zur eigenen Nutzung entnommen werden.
Dies bedeutet, dass das Trinkwasser nicht im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit an Dritte abgegeben wird (Vermietung von Wohnungen, Hotels, Bewirtung, Herstellung von Lebensmitteln o.ä.), sondern lediglich für den Eigengebrauch innerhalb der Familie verwendet wird.

Neue Geschwindigkeitsanzeigen

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 27.07.2018
Seit Juli werden Autofahrer in Tiefenbach, Rubi und Reichenbach sowie in Oberstdorf in der Alpgaustraße, der Stillachstraße und der Lorettostraße per Geschwindigkeitsanzeige mit ihrem Fahrtempo konfrontiert.

Hier setzt der Markt Oberstdorf neue mobile Anlagen der Firma Elan City GmbH ein.
Ziel ist es, die Autofahrer zu einer angepassten Fahrweise zu veranlassen und damit eine Verkehrsberuhigung und mehr Verkehrssicherheit zu erreichen. Dafür investierte die Gemeinde rund 2.000 Euro pro Standort.

Senioren informieren Senioren

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via Markt Oberstdorf
am 25.07.2018
Die Polizei bietet seit langer Zeit das erfolgreiche Präventionsprogramm „Senioren informieren Senioren“ an. Dies ist wörtlich zu nehmen, da ehrenamtlich tätige Rentnerinnen und Rentner in altersgerechter Art Wissenswertes über aktuelle Kriminalitätsphänomene informieren, durch die überwiegend ältere Menschen zum Opfer werden.

Zielgruppenorientiert können unter anderem die Bereiche Betrug, Diebstahl und Einbruch, sowie falsche Gewinnversprechen und Kaffeefahrten erläutert werden. Auch über Themen wie Nachbarschaftshilfe, Gefahren im Internet und Zivilcourage kann beraten werden. Die zu besprechenden Themenfelder werden dabei im Vorfeld abgestimmt.

Die Ehrenamtlichen freuen sich über Anfragen von entsprechenden Gruppen oder Vereinen und Einrichtungen, wie beispielsweise betreutes Wohnen, Seniorenstammtische oder Pfarrgemeinden und Volkshochschulen. Ein Besuch ist bei Ihnen vor Ort möglich.

Für die Beschulung und Terminierung ist das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten zuständig. Sowohl die dortigen Beamten wie auch die Seniorenberater freuen sich unter der Rufnummer (0831) 9909-1330 auf einen Anruf, oder unter der Mailanschrift pp-sws.kempten.pp.e3[at]polizei.bayern.de auf eine schriftliche Anforderung. Die Beratungen sind kostenfrei.

Telefonhotline des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht gestartet

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via Markt Oberstdorf
am 10.07.2018
Bayerns Innen- und Datenschutzminister Joachim Herrmann möchte Vereinen und Ehrenamtlichen bei der Umsetzung der neuen europäischen Datenschutzregelungen rasch und individuell unter die Arme greifen.

Zu diesem Zweck startete der Präsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht, Thomas Kranig, am 9. Juli 2018 eine Telefonhotline des Landesamts.

Von Montag bis Freitag von 8.00 bis 19.00 Uhr steht geschultes Personal unter der Telefonnummer 0981/531810 Ehrenamtlichen aus Vereinen für Fragen rund um das neue Datenschutzrecht zur Verfügung und beantwortet sie. "Außerdem wird das bayerische Innenministerium demnächst zentrale und gebündelte Informationen im Internet zum Umgang mit den neuen Datenschutzregelungen zur Verfügung stellen“, kündigte Herrmann an.

Ziel der Hotline ist es, den Vereinen und ehrenamtlich Tätigen in Bayern Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen, die ihnen ihre Fragen rasch und unkompliziert beantworten. Die meistgestellten Fragen und Antworten werden auch auf der Homepage des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht veröffentlicht (www.lda.bayern.de).

Herrmann betont: "Die Datenschutz-Grundverordnung soll weder ehrenamtliches Engagement mit zusätzlicher Bürokratie überfordern, noch in den Alltag der Bürger mit lebensfremden Anforderungen eingreifen. Vor allem Vereinen und den vielen dort tätigen Ehrenamtlichen wollen wir bei der Umsetzung der neuen europäischen Datenschutzvorschriften helfen. Sie sollen nicht unnötig mit bürokratischen Regeln kämpfen, sondern sich auf ihren überaus wichtigen Dienst für das Allgemeinwohl konzentrieren können."

„Traurige Tage rund um die Geburt“

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via Markt Oberstdorf
am 10.07.2018
Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre des Kindes gehören zu den sensibelsten Zeiten im Leben von Menschen, die eine Familie gründen. Nicht immer verläuft diese Zeit wie erwartet glücklich und sorglos, immer häufiger erleben Mütter sie als seelisch belastet. Dabei sind psychische Erkrankungen von Müttern nach wie vor ein Thema, über das nicht gern gesprochen wird.

Über Krisen rund um die Geburt wollen deshalb die Beratungsstellen Kempten und Oberallgäu mit dem Flyer „Traurige Tage rund um die Geburt" aufklären. Die Kooperationspartner sind die "Kokis" Oberallgäu und Kempten - Netzwerk Frühe Kindheit, pro familia Kempten, die Schwangerenberatungsstelle im Landratsamt Oberallgäu, die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen Kempten, die Mamababyhilfe der KJF Kinder- und Jugendhilfe Kempten-Oberallgäu, die Beratungsstelle im Familienzentrum Kinderschutzbund Immenstadt und das Bezirkskrankenhaus Kempten.

„Nicht jede Mutter erlebt vor und nach der Geburt ihres Kindes ein tiefes Glücksgefühl“, erklärt Luise Steinmetz von der Koordinierenden Kinderschutzstelle Oberallgäu. In den ersten Wochen nach der Geburt seien Stimmungsschwankungen, Unsicherheit und Zweifel ganz normal, man nenne dies den „Baby-Blues“. Bei einem Fünftel der Frauen stellten sich darüber hinaus lang anhaltende Erschöpfung und Traurigkeit ein, die sogenannte Wochenbettdepression oder „postpartale Depression“. Unter Umständen könnten auch schwerwiegende psychische Krisen ausgelöst werden. "Es handelt sich hierbei um Erkrankungen, die gut behandelbar sind, und nicht um ein persönliches Versagen der Mutter", wie Sozialpädagogin Steinmetz betont.

Der Flyer hat die Absicht, (werdende) Mütter und Väter und ihre Angehörigen über psychische Krisen rund um die Geburt zu informieren und Betroffene und Personen aus dem persönlichen Umfeld zu ermutigen, professionelle Beratung und fachärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Flyer werden die beteiligten Kooperationspartner als fachkundige Beratungsstellen in Kempten und im Oberallgäu benannt. Sie können zeitnah Beratung anbieten und Unterstützungs- und Entlastungsangebote in die Wege leiten, wie z.B. den Einsatz von Familienhebammen oder Familienkinderkrankenschwestern durch die KoKis. „In akuten Krisen können sich Betroffene rund um die Uhr an unsere psychiatrische Notfallambulanz wenden“, so Lisa Birke vom Sozialdienst des Bezirkskrankenhauses Kempten.

Fachkundige Beratungsstellen:
• KoKi Kempten - Netzwerk Frühe Kindheit, Tel. 0831/9606083
• KoKi Oberallgäu - Netzwerk Frühe Kindheit, Tel. 08321/612-603
• Schwangerenberatung pro familia Kempten, Tel. 0831/9607740
• Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen Kempten, Tel. 0831/26051
• Schwangerenberatungsstelle im Landratsamt Oberallgäu, Tel. 08321/612-896 für Kempten, Tel. 08321/612-129 für Sonthofen
• Mamababyhilfe der KJF Kinder- und Jugendhilfe Kempten-Oberallgäu, Tel. 0175/9387556
• Beratungsstelle im Familienzentrum Kinderschutzbund Immenstadt, Tel. 08323/4195
• In akuten Krisen rund um die Uhr: Bezirkskrankenhaus Kempten, psychiatrische Notfallambulanz, Tel. 0831/54026-0

Veranstaltungshinweis zum Thema:
Filmvorführung „Das Fremde in mir“ im Union Filmtheater Immenstadt am Dienstag, den 09.10.2018 um 19.00 Uhr im Rahmen der „Tage der seelischen Gesundheit“. Anschließend Gespräch mit Fachkräften der Beratungsstellen.

Gibt es Energielabel auch für das Internet?

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via Markt Oberstdorf
am 09.07.2018
Zunächst zwei Zahlenvergleiche zum Nachdenken: • Wäre das Internet ein Land, hätte es nach einer Studie von Greenpeace den weltweit sechstgrößten Stromverbrauch. • das Fraunhofer-Institut hat ermittelt: um den Energiebedarf deutscher Rechenzentren zu decken, ist die Leistung von umgerechnet vier mittelgroßen Kohlekraftwerken notwendig.

Doch dazu gibt es eine gute Nachricht, denn große Internetfirmen wie Google sind mittlerweile auf Ökostrom umgestiegen und verringern damit die negativen Umweltauswirkungen des Stromverbrauchs.

Die schlechte Nachricht ist, dass der gesamte Energieverbrauch für das Internet vor einigen Jahren noch gar nicht angefallen ist. Und dieser Verbrauch wächst rasch – dabei wäre die beste Energie doch die, die gar nicht erst erzeugt werden muss.

Was bedeutet das für unseren Alltag? Sicher nicht, dass wir auf Internet und EDV verzichten sollten. Die Herstellung von Papier für allen Schriftverkehr wäre nämlich noch viel energieaufwändiger.
Tatsächlich gilt jedoch im Internet genauso, wie in der realen Welt, dass wir Nutzer entscheiden, wie klimaschonend die angebotenen Dienste sind. Greenpeace hat dafür vor wenigen Jahren kurzerhand ein Energielabel namens „Clickclean“ für die größten Internetunternehmen eingeführt. Nach dem englischen Schulnotensystem erhält z.B. das bekannte WhatsApp dort ein A = sehr gut, Twitter hingegen ein F = ungenügend.

Für unseren Alltag ist sicher auch die Wahl der Suchmaschine relevant, denn jede Suchanfrage verbraucht Strom. Und während das bei Google immerhin schon überwiegend Ökostrom ist, gibt es dennoch jede Menge Anbieter, die es noch besser machen. Das bedeutet, dass sie beispielsweise ihren Gewinn aus Werbeeinnahmen zum überwiegenden Teil in Klimaschutz investieren. Nach persönlichem Belieben lässt sich eine Seite z.B. hier aussuchen: https://utopia.de/ratgeber/alternative-suchmaschinen-google/.

Noch ein Hinweis zum Thema Strom sparen: Noch immer besteht die Möglichkeit, sich zum aktuellen Stromsparwettbewerb anzumelden und attraktive Preise zu gewinnen!
https://www.allgaeu-klimaschutz.de/allgaeuer-klimameisterschaft.html

Quellen:
Greenpeace: Bewertung von Internet-Unternehmen nach Energieeinsatz.
http://www.clickclean.org/germany/de/ (abgerufen am 28.5.2018).

SWR-Bericht vom 3.1.2017 mit weiterführenden Quellen:
https://www.swr.de/natuerlich/stromfresser-internet-wie-viel-energie-braucht-das-netz/-/id=100810/did=14939750/nid=100810/17wfi2i/index.html (abgerufen am 28.5.2018).

Klimaschutz im Allgäu jetzt online

115px-Wappen Landkreis Oberallgaeu svg Landkreis Oberallgäu
via Markt Oberstdorf
am 18.06.2018
Der Klimaschutz im Allgäu hat nun einen eigenen Webauftritt im frischen Design. Seit Donnerstag, 14. Juni ist die neue Landkreis-Website zum Klimaschutz, www.allgaeu-klimaschutz.de, online.

Www.allgaeu-klimaschutz.de ist die Plattform für die vielfältigen Klimaschutz-Aktivitäten im Allgäu. Hier wird das Engagement in Sachen Klimaschutz von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Kommunen gebündelt und sichtbar gemacht. Die Präsentation von guten Beispielen und kleinen und großen Maßnahmen zum Klimaschutz stellt eine Wertschätzung dar und soll die Nutzer inspirieren und motivieren.

Bürger, Unternehmen und Kommunen, das sind die Partner, die der Landkreis Oberallgäu zur Verwirklichung seiner ehrgeizigen Klimaschutzziele unbedingt braucht. Und auf diese Zielgruppen ist die neue Web-site ausgerichtet.

Neben der Präsentation von „Allgäuer KlimabürgerInnen“, „Allgäuer Klimaschutz-Unternehmen“ und Klimaschutzmaßnahmen in Gemeinden bietet sie vielfältige Informationen zu Veranstaltungen, aktuellen Kampagnen, Beratungsangeboten, Fördermöglichkeiten und vielem mehr.

Und nun sind SIE gefragt! Melden Sie uns Ihren großen oder kleinen Beitrag zum Klimaschutz –egal ob als BürgerIn, Unternehmen oder Kommune. Machen Sie Ihr Engagement öffentlich und helfen Sie dabei, www.allgaeu-klimaschutz.de mit guten Beispielen zu füllen und zu einem interessanten und lebendigen Schaufenster für den Klimaschutz im Allgäu zu machen!

Infos und Kontakt: Koordinationsstelle Klimaschutz im Landratsamt Oberallgäu; Simon Steuer und Heike Schmitt: Tel.: 08321/612-743; klimaschutz@lra-oa-bayern.de.

Energiesparen_2018

Gemeindewerke Oberstdorf

Gemeindewerke Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 07.05.2018
Kostenlose Energieberatung jeden 2. Mittwoch im Monat: Die Gemeindewerke Oberstdorf bieten für alle Oberstdorfer Bürgerinnen und Bürger eine kostenlose Energieberatung an.

Energieberater Gerhard Schmid berät zu allen energierelevanten Themen, wie Neubau, Altbau-Sanierung, Solarenergie, Heizung, Wärmedämmung, effizienter Stromeinsatz, Stromsparpotentiale, Förderungen, etc. Die Beratungen finden jeden zweiten Mittwoch im Monat statt, in der Zeit zwischen 17 und 18:30 Uhr.

Beratungstermine erhalten Sie bei den Gemeindewerken Oberstdorf, Telefon 08322 911-131.

Energiesparen_2018

Machen Sie mit beim Energiesparen

Logo EVO Energieversorgung Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 18.04.2018
Kostenlose Energieberatung jeden 2. Mittwoch im Monat + 1. Oberallgäuer Klimameisterschaft

Kostenlose Energieberatung jeden 2. Mittwoch im Monat
Die Gemeindewerke Oberstdorf bieten für alle Oberstdorfer Bürgerinnen und Bürger eine kostenlose Energieberatung an. Energieberater Gerhard Schmid berät zu allen energierelevanten Themen, wie Neubau, Altbau-Sanierung, Solarenergie, Heizung, Wärmedämmung, effizienter Stromeinsatz, Stromsparpotentiale, Förderungen, etc. Die Beratungen finden jeden zweiten Mittwoch im Monat statt, in der Zeit zwischen 17 und 18:30 Uhr.
Beratungstermine erhalten Sie bei Ulrike Metternich, Gemeindewerke Oberstdorf, Telefon 08322 911-131.

1. Oberallgäuer Klimameisterschaft
Machen Sie mit bei der Klimameisterschaft. Sie werden feststellen: Energiesparen ist einfach, macht Spaß und bringt keinerlei Komforteinbußen mit sich.
Die 1. Oberallgäuer Klimameisterschaft ist eine Initiative im Rahmen des Masterplan 100% Klimaschutz im Landkreis Oberallgäu.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlichen eingeladen, sich an den Aktionen zu beteiligen und durch die Senkung ihres Energieverbrauchs einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Helfen Sie mit, bis 2050 100% Klimaschutz für das Oberallgäu zu verwirklichen – das heißt 100% erneuerbare Energien und 0% CO2-Ausstoß.
Der Flyer zur Teilnahme liegt im Eingangsbereich der Gemeindewerke Oberstdorf (Nebelhornstr. 51-53) aus.

Barrierefrei1

Masterplan barrierefreies Oberstdorf

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 09.04.2018
Der Markt Oberstdorf beauftragte im Februar 2017 die Planungsgemeinschaft Raab + Kurz, Regional- und Stadtplanung, mit der Erstellung eines Masterplans „barrierefreies Oberstdorf“.

Beteiligt waren über eine so genannte Arbeitswerkstatt auch Mitglieder des Gemeinderats, Mitarbeiter des Marktes, aus Tourismus, Gewerbeverband, Seniorenheimen, VdK und Senioren- und Behindertenbeirat.

Um sich die Grundanforderungen an Barrierefreiheit bewusst zu machen, starteten die Mitwirkenden mit einem Gang durchs Dorf. Der Erkenntnis der Ausgangssituation in Oberstdorf folgte die Bestandserhebung. Der öffentliche Raum, ÖPNV, Grün- und Freibereiche, öffentliche Gebäude und Geschäftszugänge wurden unter Berücksichtigung der Grundlagen bewertet. Erarbeitet wurde ein Konzept mit Handlungsanforderungen, die kategorisiert und priorisiert aufgelistet sind.
Den Schlussbericht, der im Städtebauförderungsprogramm mit Mitteln des Bundes und des Freistaates Bayern gefördert wurde, legte die Planungsgemeinschaft im Februar 2018 vor.

Menschen mit Behinderung haben im täglichen Leben mit zahlreichen Einschränkungen zu kämpfen. Bayern hat daher ein Gleichstellungsgesetz erlassen, um Menschen mit Behinderung die gleichen Chancen zur freien Gestaltung ihres Lebens zu bieten. Es trat am 1. August 2003 in Kraft, seit dem 31. Juli 2008 gilt es unbefristet.
Große Teile des öffentlichen Raums - zum Beispiel Straßen, Wege und Plätze - befinden sich in der Verantwortung der Kommunen. Mithilfe der Städtebauförderung unterstützt der Freistaat die barrierefreie Umgestaltung der Stadt- und Ortszentren sowie die barrierefreie Gestaltung von öffentlichen Gebäuden und des öffentlichen Raums. Der Markt Oberstdorf hat mit dem Masterplan jetzt die Aufgabe methodisch in der Verwaltung für die Zukunft verankert.

Bei dem Masterplan handelt es sich um eine umfassende Grundlagenermittlung für weitere Detail- und Objektplanungen. Er schafft eine Vorstufe zur Umsetzung in Bezug auf räumliche Schwerpunkte, Funktionalität und Materialität. Der Masterplan dient somit als Entscheidungshilfe für die Abwägung von Umsetzungsmaßnahmen.
Er zeigt nachhaltige Lösungen zur Barrierefreiheit im Gesamtzusammenhang auf. Die ausführliche Untersuchung beleuchtet das gesamte Untersuchungsgebiet hinsichtlich der Barrierefreiheit und leitet entsprechende Maßnahmen ab. Diese fließen beispielsweise in zukünftige Straßenplanungen ein. Kein Ziel des Masterplans ist es, alle Maßnahmen sofort umzusetzen.
Die Grundlagenermittlung dient auch zur Vorbereitung eines kommunalen Förderverfahrens für den privaten Einzelhandel und die Wirtschaftsbetriebe in Oberstdorf. Dafür wurde der Bestand aufgenommen und es sind Vorschläge für den Umbau der Eingangsbereiche und der Infrastruktur erarbeitet worden. Diese Umbauten sollen mit dem Masterplan förderfähig werden und damit den innerörtlichen Wirtschaftsstandort stärken.

Wussten Sie schon?
Barrierefreiheit bedeutet nicht nur eine bauliche Anpassung und den Abbau physischer Hindernisse. Nach dem Behindertengleichstellungsgesetz bedeutet barrierefrei „grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich, erreichbar und nutzbar“ zu sein. Viele Barrieren, die einzelne Menschen einschränken, sind der Allgemeinheit kaum bewusst.
Nicht nur schwer behinderte Menschen sind auf eine barrierefreie Umgebung angewiesen. Auch Menschen mit vorübergehender Einschränkung, ältere Menschen,
Schwangere, Eltern mit Kleinkindern und auch Reisende mit Gepäck profitieren von einem barrierefreien Umfeld. Letztlich ziehen alle Nutzer des öffentlichen Raumes Vorteile aus der Verbesserung der Benutzbarkeit. Speziell vor dem Hintergrund der älter werdenden Gesellschaft mit einer verlängerten Teilhabe am aktiven Leben gewinnt Barrierefreiheit für alle an Bedeutung.

Hürden auf dem Weg zur Barrierefreiheit:
Ortsräume sind gebaut und können nur nach und nach umgebaut werden.
Umbaumaßnahmen erfordern Investitionen.
Für den Bestand müssen praktikable und akzeptable Kompromisse gefunden werden.
Barrierefreiheit für ein ganzes Gemeindegebiet ist nur schwer erreichbar. Die Benutzbarkeit kann jedoch deutlich verbessert werden, in Teilräumen kann ein barrierefreier Zustand geschaffen werden.

Qualitätssiegel "Reisen für Alle"
Das Thema Barrierefreiheit gewinnt in allen Lebensbereichen zunehmend an Bedeutung, so auch im Tourismus. Initiativen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene befassen sich mit der Etablierung barrierefreier Reise- und Urlaubsmöglichkeiten - zum einen ethisch motiviert, weil Barrierefreiheit als erster Schritt zu einer inklusiven Gesellschaft anzusehen ist, zum anderen aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus.
Der Leitgedanke der Barrierefreiheit zielt darauf ab, eine Umwelt für Alle komfortabel und zugänglich zu gestalten. Das Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ soll in diesem Sinne dazu beitragen, die Angebotsstruktur transparent zu gestalten sowie Sensibilisierungs- und Entwicklungsprozesse anzuregen.
Das Deutsche Seminar für Tourismus Berlin e.V. hat sich der Problematik der unterschiedlichen Kennzeichnungssysteme / Mindeststandards in Deutschland zur Barrierefreiheit angenommen und mit dem Verein Tourismus für Alle in Deutschland e.V. ein einheitliches, bundesweites Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ geschaffen.
„Reisen für Alle“ ist ein Informations- und Bewertungssystem, dass es dem Gast ermöglicht, die Eignung des Angebotes für seine Ansprüche eigenständig zu beurteilen. Gäste können so die Nutz- und Erlebbarkeit touristischer Angebote anhand verlässlicher Detailinformationen im Vorfeld der Reise prüfen und gezielt die für sie geeigneten Angebote auswählen. Gehandicapte Gäste sind potentielle Stammgäste!
In 2016 war Oberstdorf Pilotdestination für das Qualitätssiegel „Reisen für Alle“. Hierbei konnten 19 Betriebe erhoben, zertifiziert und damit ein kleines Angebot geschaffen werden, dass sich für den mobilitäts- und/oder aktivitätseingeschränkten Gast an der touristischen Servicekette orientiert. www.oberstdorf.de/reisen-alle
Tourismus Oberstdorf hat sich das Ziel gesetzt, das Angebot an geprüften barrierefreien Unterkünften/Gastronomiebetrieben/Freizeiteinrichtungen zu steigern - dafür wird Ihre Unterstützung für das Qualitätssiegel „Reisen für Alle“ benötigt.
Sind Sie barrierefrei eingerichtet und möchten Ihre Qualität steigern? So setzen Sie sich bitte mit Tourismus Oberstdorf in Verbindung:
Kontakt: Stefanie Probst, Tel. 08322/700-128, probst@oberstdorf.de

Wohnraum_Trettachkanal_Variante 1.1_2018

Startschuss für bezahlbaren Wohnraum

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 09.04.2018
Der Marktgemeinderat machte Anfang März den Weg frei für den Bau von 45 neuen Wohnungen am Trettachkanal.

Möglich wird dies durch den Bau des neuen Wasserkraftwerks Illerursprung. Das neue Kraftwerk ersetzt die alte Anlage an der Trettach, Gebäude und Kanal werden nicht mehr gebraucht. Dadurch wird eine Fläche von rund 10.000 qm frei, die für vier Mehrfamilienhäuser und, weiter südlich, für fünf Einfamilienhäuser genutzt werden kann.
In seiner Sitzung am 6. März beschloss das Gremium einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet. Der Bebauungsplan soll auch den Bereich der bestehenden Gebäude an der Hermann-von-Barth-Straße umfassen. Die in den 50er Jahren gebauten SWW-Häuser bleiben zunächst unberührt. Für die Zukunft sollen jedoch alle Möglichkeiten offen gehalten werden.

Über die zweite Säule des Wohnungspaktes Bayern soll das Projekt finanziert werden. Das kommunale Förderprogramm richtet sich an Gemeinden, um Wohnraum für einkommensschwache Haushalte zu schaffen. Der Markt Oberstdorf kann sich mit der Verpflichtung, die Mieten niedrig zu halten, einen hohen Fördersatz sichern.

Landkreis will Klimaschutz weiter voran bringen

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via Markt Oberstdorf
am 20.03.2018
Auch 2018 soll wieder viel voran gehen in Sachen Klimaschutz im Landkreis Oberallgäu.

In seiner ersten Sitzung 2018 befasste sich der Beirat für Energie und Klimaschutz mit einer Vielzahl an Themen und Projekten. Im Mittelpunkt standen die neue Klimaschutz-Webseite des Landkreises, die Solarkampagne 2018 sowie die Weiterführung des Projekts Energiezukunft.

Aktuell entsteht mit der Seite www.allgaeu-klimaschutz.de eine landkreiseigene Klimaschutz-Internetseite. Die Seite wird im Laufe des Frühjahrs online gehen und verfolgt zwei Hauptziele: Zum einen soll sie Bürgern, Kommunen und Unternehmen umfassende Informationen und Tipps bieten, und zum andern eine lebendige Plattform werden, auf der engagierte KlimaschützerInnen aus der Region mit ihren Ideen, Projekten und Maßnahmen vorgestellt werden.

Die neue Seite bietet die Chance sichtbar zu machen, wie viel bereits im Landkreis in Sachen Klimaschutz läuft und sie soll die Besucher dadurch anregen, selbst aktiv zu werden. Jeder, der einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, egal ob Bürger, Unternehmen, Kommune oder Schule ist eingeladen, seine Aktivitäten auf der Seite vorzustellen. Eigens vorgesehene Eingabeformulare sollen künftig ein einfaches und bequemes Hochladen des persönlichen Klimaschutz-Beitrags inklusive Bildern ermöglichen.

Ein weiteres großes Projekt für das Jahr 2018 ist eine Photovoltaik-Kampagne für das Oberallgäu. Noch gibt es auf den Dächern im Landkreis gibt es noch jede Menge ungenutztes Potential für Solaranlagen, welches es für die Erreichung der Klimaschutzziele unbedingt zu Nutzen gilt. Bürgerinnen und Bürger sollen im Rahmen der Kampagne umfassend informiert und ermutigt werden, ihren eigenen Strom, idealerweise in Verbindung mit einem Stromspeicher zu erzeugen und zu nutzen. Wesentlich ist dabei die Einbindung von regionalen Unternehmen aus der Solarbranche und Installationsbetrieben, die die Kampagne mittragen und mit Aktionen und Angeboten unterstützen. Um interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den Energieteams in den Gemeinden eine optimale Planungs- und Informationsgrundlage bieten zu können, wird der Landkreis zudem ein neues webbasiertes Solarkataster nach Vorbild des Unterallgäus erstellen lassen.

Für das Projekt „Energiezukunft vor Ort“ war im Jahr 2017 die Gemeinde Wiggensbach ausgewählt worden. Dank des Engagements von Bürgermeister und Gemeindeverwaltung wurde das Angebot einer kostenlosen Energieberatung von zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen im Gewerbepark der Gemeinde gerne angenommen.
Nach diesen positiven Erfahrungen soll dieses Projekt auch 2018 weitergeführt werden, allerdings in etwas abgewandelter Form. In der Neuauflage ist das gesamte Oberallgäu Projektgebiet. Allerdings erfolgt eine Beschränkung auf das Hotel- und Gastgewerbe – also auf eine Branche, die mit den bisherigen Beratungen in einem Gewerbegebiet nicht erreicht werden konnte, in der es aber gerade bei kleinen und mittleren Betrieben ein hohes Potential für Energiesparmaßnahmen gibt. Für kostenlose Einstiegsberatungen steht hierfür eine LEADER-Förderung in Aussicht, das Projekt ist auf 2 Jahre angelegt.

Kontakt und Info
Wer seine Aktivitäten auf der der neuen Internetseite darstellen möchte oder wer sich sich für das Projekt "Energiezukunft im Hotel- und Gaststättengewerbe" interessiert, kann sich gerne an das Klimaschutzteam im Landratsamt Oberallgäu wenden.

E-Mail an klimaschutz@lra-oa.bayern.de oder
telefonisch unter 08321 612-617 (Simon Steuer) bzw. 08321 612 743 (Heike Schmitt).

Nichts Neues kaufen, sondern etwas Altes repariert

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via Markt Oberstdorf
am 20.03.2018
Herzlich Willkommen beim Ökumenischen Energiefasten 2018! Schön, dass Sie mit dabei sind und sich dazu entschieden haben, in den sieben Wochen der Fastenzeit Ihren Energie- und Ressourcenverbrauch in den Fokus Ihrer Wahrnehmung zu rücken.

Mit unserem Newsletter geben wir Ihnen einfache und interessante Tipps für eine klimaschonende Lebensweise. Wir hoffen, Sie finden Anregungen und Inspiration!

Nichts Neues kaufen, sondern etwas Altes repariert – das ist das Motto dieser Woche!

In der heutigen Gesellschaft stellt sich oft die Frage: „Was brauche ich für ein glückliches Leben?“ In der Werbung ist die Antwort klar: Viel von Allem. Doch stimmt das auch? Ist unser Leben nur glücklich, wenn wir immer mehr Dinge anhäufen, die wir bei ehrlicher Betrachtung vermutlich doch gar nicht unbedingt brauchen?
Es gibt einen recht einfachen Weg, herauszufinden, was wir wirklich brauchen um glücklich zu sein: Indem wir einfach einmal versuchen, das wegzulassen, was wir nicht unbedingt benötigen. Dinge wegzulassen fällt uns schwer, vor allem in einer Welt in der es alles im Überfluss gibt. Wir rufen daher diese Woche zum Selbstversuch auf: Probieren Sie doch mal aus, nichts Neues zu kaufen, sondern etwas Altes zu reparieren!

Ein paar einfache Tipps helfen dabei:

  • Diese Woche nichts Neues kaufen – das ist aktiver Ressourcenschutz. Lebensmittel sind übrigens davon ausgenommen….
  • Computer und andere technische Geräte so lange wie möglich nutzen. Ein funktionsfähiges altes Gerät wegzuwerfen, nur weil es vielleicht eine schickere neue Version gibt, ist unnötige Ressourcenverschwendung.
    Lieber zweimal über den tatsächlichen Nutzen bei Neuanschaffungen nachdenken und sich die Frage stellen: Brauche ich das wirklich?
  • Gegenstände leihen ist auch eine gute Möglichkeit, um einen Neukauf zu vermeiden – daher einfach einmal den Nachbarn fragen, dies fördert zugleich die Kommunikation und das soziale Umfeld.
  • Second Hand ist „in“! Egal ob Kleidung, Sportgeräte, Möbel oder Kinderausstattung: in Second Hand - Läden oder auf Basaren erhalten Sie oft perfekt erhaltene Gegenstände zu einem Bruchteil des Normalpreises
  • Lieber Verschenken als Wegwerfen: Versuchen Sie einmal Dinge, die nicht mehr genutzt werden über Ebay, Secondhandläden, auf Basaren oder Kleiderkreisel, zu verschenken oder einzutauschen.
  • Das Radio funktioniert nicht mehr? Der Stuhl wackelt? Der Wecker weckt Sie nicht mehr zuverlässig? Kein Grund, die Dinge gleich zu entsorgen! Versuchen Sie sich doch einmal an der Reparatur solcher Alltagsgegenstände. Bei Repair Cafés erhalten Sie dabei kostenlos Unterstützung von Profis und können sich in einer schönen Umgebung gemeinschaftlich ans Werk machen.

Repair Cafés gibt es z.B. in Kempten: http://www.repaircafekempten.de/ und in Sonthofen.
Das nächste Repair Café in Kempten findet am 12.5.2018 im Kempodium, Untere Eicher Str. 2 von 15 bis 18 Uhr statt.
Das nächste Repair Café in Sonthofen findet am 28.4.2018 von 15 bis 18 Uhr, in der Aula der Realschule Sonthofen statt, Eingang: Ecke Sudetenstr. / Martin-Luther-Str.

Wir schenken reines Wasser ein

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via Markt Oberstdorf
am 07.03.2018
Bayerischer BauernVerband, Zweckverband Fernwasserversorgung Oberes Allgäu, MUVA Kempten GmbH und der Landkreis Oberallgäu informieren: „Wir schenken reines Wasser ein – Zahlen, Fakten und Daten zur Wasserqualität im Oberallgäu und Kempten“.

Die öffentliche Diskussion um die Trinkwasserqualität, hat im vergangenen Jahr teilweise zu großer Verunsicherung auch bei den Oberallgäuer und Kemptener Bürgern geführt.

Seit vielen Jahren verfügen wir in unserer Region über ausreichend Trinkwasser in guter Qualität. Auch die Nitratwerte liegen unter dem Grenzwert. Wir können stolz auf unser Wasser sein! Grund dafür ist unter anderem auch die einzigartige, seit vielen Jahren gelebte Kooperation zwischen Landwirten und Wasserversorgern.

Der neue Flyer informiert Sie zum Thema Trinkwasser.

Genuss ohne Reue

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via Markt Oberstdorf
am 27.02.2018
Das bedeutet bewusstes und nachhaltiges Einkaufen und Konsumieren von hochwertigen Lebensmitteln.

Der Einkauf von Lebensmitteln ist für uns ein alltäglicher, vielleicht nicht selten auch „nerviger“ Vorgang. Etwas, das schnell noch nach der Arbeit oder an einem ohnehin mit Erledigungen schon voll gepackten Samstag getan werden muss. In keinem anderen Geschäft sind wir öfter anzutreffen und geben wir mehr Geld aus, als in unserem „Stamm-Supermarkt“. Über 11% der Konsumausgaben in Deutschland werden für Nahrungsmittel und (alkoholfreie) Getränke aufgewendet.
Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, den Einkauf unserer LEBENS-MITTEL bewusst zu gestalten und kurz darüber nachzudenken wie und v.a. was man für das eigene Leben konsumieren möchte.

Ein paar einfache Tipps helfen dabei:

Vor dem Einkaufen eine Einkaufsliste schreiben und sich daran halten.

Nicht zu viel Einkaufen.

Nicht durch Schnäppchenangebote zu einem unbewussten Kauf verleiten lassen.

Auf regionale, saisonale und Bio-Produkte achten.
Bio-Labels und andere Siegel, bei denen Gentechnik im Futter ausgeschlossen ist – wie das „Ohne Gentechnik“-Siegel – geben eine Hilfestellung.

Auf Plastikverpackungen verzichten und loses Obst und Gemüse kaufen.
Oder noch besser: eine Bio-Kiste von einem Bauern aus der Umgebung beziehen.

Wurst, Fleisch und Käse an der Bedientheke kaufen, das spart Müll.
Generell tierische Produkte nur in Maßen genießen.

Vielleicht können Sie sich in Ihrem Supermarkt frische Produkte in einer von zu Hause mitgebrachten Dose verpacken lassen? Fragen Sie doch mal nach.
In manchen Orten gibt es bereits komplette „Unverpackt“-Supermärkte.

Nicht erwarten, dass abends noch das komplette Sortiment an Frisch- und Backwaren verfügbar ist - andernfalls müsste sehr viel weggeschmissen werden.

Auf Fertigprodukte und „to-go“-Angebote, z.B. bei Salaten, verzichten.
Selber kochen schmeckt besser, Reste könne problemlos eingefroren werden.

Produkte mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum nicht einfach wegschmeißen, sondern zuerst in Augenschein nehmen. Oft sind diese noch einwandfrei. Vertrauen Sie Ihren Sinnen.

daran denken, eigene Taschen zum Einkauf mitzubringen. Eine Stofftasche an der Kasse zu kaufen ist schön und gut, aber auch deren Herstellung belastet die Umwelt. Und wer braucht schon 50 Stofftaschen zu Hause….

Birne raus

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via Markt Oberstdorf
am 27.02.2018
Wie wir einfach Strom sparen können durch die richtige Beleuchtung und unserem Umgang mit Licht.

Licht ist für jeden Menschen eine notwendige Quelle für Wohlbefinden. Jeden Tag nutzen wir auf unterschiedliche Weise Licht, das aus Strom erzeugt wurde.
Für unseren Stromverbrauch ist dabei nicht nur unser Umgang mit Licht ausschlaggebend, sondern auch die Wahl des richtigen Leuchtmittels wird eine positive Veränderung mit sich bringen: Das Stromsparpotential bei Licht liegt bei 80 Prozent, wenn man statt einer Glühbirne eine Energiesparlampe benutzt. Im Vergleich zur LED-Lampe ist es sogar noch drastischer, dabei kann der Stromverbrauch durch Licht um 90 Prozent reduziert werden.
Kennen Sie noch die 60 Watt-Glühbirnen? Angenommen eine Birne brennt pro Tag 8 Stunden und Sie bezahlen rund 30 Cent pro Kilowattstunde Strom, dann kostet Sie diese Birne im Jahr über 50 Euro für Strom. Eine gleichhelle LED-Lampe benötigt Strom für deutlich unter 10 Euro.

Hier ein paar einfache Tipps die helfen können Strom bei der Beleuchtung zu sparen:

Ersetzen Sie Ihre alten Glühbirnen durch moderne LED-Leuchten.

Schalten Sie das Licht aus wenn Sie den Raum für mehrere Minuten verlassen. LED-Lampen leiden kaum darunter.

Viele Geräte besitzen einen Stromsparmodus, stellen Sie diesen ein.

Geräte wirklich ausstecken wenn sie nicht benötigt werden, da allein durch das Anstecken Strom bezogen wird. Auch den Stand-by Modus meiden, erkennbar, z.B. an dem roten Licht am Fernseher.

Ladegeräte ausstecken, wenn sie nicht benutzt werden.

Akkubetriebene Geräte nicht mit vollem Akku am Stromnetz hängen lassen, sie ziehen auch dann kontinuierlich Strom. Generell die Geräte nur neu laden, wenn Sie fast leer sind.

Abschaltbare Mehrfachstecker benutzen. Dies sorgt zusätzlichen für mehr Komfort.

Achten Sie beim Kauf einer neuen Glühlampe auf das Umweltzeichen (z.B. eu-ecolabel: www.eu-ecolabel.de).

Eine durchgängige „Festbeleuchtung“ im ganzen Haus wird auch mit LED-Lampen teuer. Sparsamer ist es, die Beleuchtungsstärke gezielt zu wählen.

Diesen Tipp können Sie ganz sicher heute noch umsetzen: Auch das Anzünden einer Kerze reduziert den Stromverbrauch und erzeugt Licht. Das Kerzenlicht schafft eine angenehme Atomsphäre aus Ruhe und Frieden.

Oberstdorf entwickelt Ökokonto

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 15.02.2018
Seit mehr als einem Jahr beschäftigt sich der Markt Oberstdorf mit der Aufwertung von Flächen, die im Rahmen eines so genannten Ökokontos eingetragen werden können.

Ein Ökokonto ist eine freiwillige Vorleistung. Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft, wie sie durch den Straßen- oder Leitungsbau, die Ausweisung von Baugebieten oder durch sonstige Vorhaben entstehen, erfordern Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.
Die Gemeinde muss daher auf anderen Flächen landschaftspflegerische und der Natur dienliche Maßnahmen durchführen, und die ökologische Qualität dieser Flächen deutlich steigern. Die ökologisch höherwertigen Flächen erfordern eine dauerhafte Sicherung und Erhaltung. Die Aufwertungen, die mit Wertpunkten bemessen werden, können in das Ökokonto „eingezahlt“ werden.
Die Maßnahmen werden mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, die auch die Ermittlung der Wertpunkte bestätigt.
Vorteil eines Ökokontos ist die Erhöhung der Planungssicherheit und die Beschleunigung der Verfahren, da die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen bei Bedarf aus dem Guthaben des Ökokontos entnommen werden können.

Der Markt Oberstdorf soll bei der Suche nach geeigneten Flächen und deren Aufwertung durch ein Beratungs- bzw. Planungsbüro unterstützt werden. Ziel ist die Erarbeitung eines Flächenpools von ca. 100 Hektar Untersuchungsfläche.
Im Gemeindegebiet des Marktes Oberstdorf kommen beispielsweise Waldflächen in unteren Lagen in Frage, die sich für einen Waldumbau eignen. Eine weitere Option sind feuchte, saure Wiesenflächen, die sich für eine Aufwertung anbieten und dabei der Landwirtschaft nicht entgegenstehen.

Für die Ermittlung der Aufwertung ist der Zustand vor und nach der Maßnahme entscheidend. Die Biotopwertliste zur Anwendung der Bayerischen Kompensationsverordnung weist hier jeder Art von Fläche eine bestimmte Wertigkeit zu. Wird eine bestimmte Waldfläche vor einer Maßnahme mit 5 Wertpunkten/m² und im Anschluss mit 10 Wertpunkten/m² kategorisiert, lässt sich die Differenz der Wertpunkte in das Ökokonto einbuchen. Bei einer Fläche von 2,0 ha wären dies 100.000 Wertpunkte, die man sich „ansparen“ und für zukünftig notwendige Baumaßnahmen einsetzen kann.

Der Bau-, Planungs-, Umwelt- und Liegenschaftsausschuss des Marktes Oberstdorf beschäftigt sich in seiner Sitzung am 22. Februar mit der ersten Maßnahme die für das Ökokonto umgesetzt werden soll.

FIS Nordische Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 06.02.2018
Bereits im Dezember 2016 gründeten die DSV Leistungssport GmbH (45 Prozent), der Markt Oberstdorf (35 Prozent), der Landkreis Oberallgäu und die Skisport- und Veranstaltungs GmbH (je 10 Prozent) die FIS Nordische Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH.

Das Unternehmen soll Planung, Organisation und Durchführung der FIS Nordischen Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu und der damit verbundenen
Veranstaltungen übernehmen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 800.000 Euro.
Die Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführer, die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat sowie Beiräte und Ausschüsse.

Die Geschäftsführer der WM 2021 GmbH, Robert Büchel und Florian Stern, stellen wir Ihnen hier vor.

Robert Büchel
49 Jahre, geboren in Vaduz / Fürstentum Liechtenstein, verheiratet, 2 Töchter im Alter von 2 und 5 Jahren.
Ich bin seit über 25 Jahren im Sport- und Eventmanagement tätig, habe das Geschäft von Grund auf gelernt, und die Welt des Sports aus den verschiedensten Blickwinkeln als Aktiver und Manager betrachten können.
Persönliches Motto: Es gibt keine Probleme, es gibt nur Lösungen.
Hobbies:Meine Familie, Skifahren, Golf, Theater, mein Beruf.

Die Basis des Sportmanagement-Geschäftes habe ich ab 1992 im Wintersport erlernt. Nach einigen Zwischenstationen war ich dann von 2008 bis 2012 als „Senior Director“ von Lagardere Sports Deutschland für alle Wintersport Engagements zuständig und mit meinem Team direkt im Gebäude des Deutschen Skiverbandes in Planegg angesiedelt. Aus dieser Zeit haben sich sehr gute und vertrauensvolle Kontakte entwickelt. Nach meiner Rückkehr von der Fußball Weltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Sommerspielen 2016 hat mich der DSV kontaktiert um über die FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf/Allgäu zu sprechen und es war bald klar, dass wir bei diesem Thema zusammenarbeiten möchten. Nach einem Treffen mit dem Vorstand des Ski Club Oberstdorf beim Skiflug Weltcup 2017, und dessen Zustimmung zu meiner Person, haben wir uns dann schnell auf eine Zusammenarbeit geeinigt.

Die Sportler, die Fans, die FIS und alle anderen Interessierten oder Beteiligten erwarten von Oberstdorf die perfekte Durchführung der FIS Nordischen Weltmeisterschaften 2021 (NWM 2021). Und diese Erwartung werden wir Dank der hervorragenden Basis welche die Skisport- und Veranstaltungs GmbH und der Skiclub Oberstdorf über die Jahre gelegt haben, auch erfüllen.
Darüber hinaus ist es mir ein großes Anliegen dass die NWM 2021 vor allem auch ein Fest für die Oberstdorfer und die Region wird. Wir möchten gerne, dass sich die Menschen als Teil der NWM 2021 sehen, und nicht als unbeteiligte Außenstehende. Wir hoffen, dass die Oberstdorfer stolz sind auf die Tatsache, dass die FIS und ihre Mitglieder zum wiederholten Male der Meinung sind, dass Oberstdorf der richtige Ort ist, um deren wichtigste Veranstaltung, die Weltmeisterschaften, durchzuführen. Denn darauf kann man, ja darauf sollte wir alle gemeinsam stolz sein! Wir stehen zwar erst am Anfang der Organisation dieses großartigen Sport-Festivals, aber ich kann jetzt schon versprechen, dass wir in den kommenden Monaten alles dafür tun werden, um die Oberstdorfer und die Region für die NWM 2021 weiter zu begeistern. Dazu gehört auch, dass wir immer ein offenes Ohr haben werden, für Wünsche, Ideen oder sonstige Anliegen - gleich welcher Art. Wir wollen und werden die NWM 2021 nicht an der Bevölkerung „vorbei“ planen, Wenn es uns gelingt, die volle Unterstützung der Bevölkerung zu bekommen, dann wird die NWM 2021 ein noch viel größerer Erfolg werden als wir es uns im Moment vorstellen können.

Florian Stern
43 Jahre, geboren in Bayreuth, verheiratet, 3 Kinder im Alter von 2, 7 und 11 Jahren.
Freiberufliche Beschäftigungen bei Sportveranstaltungen sowie eine langjährige Beschäftigung im Eventmanagement sind meine Basis
Persönliches Motto: Locker bleiben aber nicht locker lassen
Hobbies: Familie, Snowboarding, Mountainbiking

Das Handwerk Eventmanagement habe ich zum einen durch jahrelange freiberufliche Tätigkeiten bei Sport- und Wintersportveranstaltungen gelernt. Dazu gehörte unter anderem die Wettkampfleitung als Technischer Delegierter von Snowboard Veranstaltungen bis hin zum Weltcup. Zusätzlich absolvierte ich von 1997 bis 2003 an der Sporthochschule Köln eine Studium in Sportmanagement/Sportökonomie.
Meine Ausbildung und Erfahrungen erlaubten es mir im Jahr 2004 in Laax, Schweiz die Stelle des Eventmanagers für ein grosses Skigebiet anzutreten. Dort war ich bis Juni 2017 im Bereich Veranstaltungen und Projektmanagement Tourismus in führender Position beschäftigt.
Nach intensiven Gesprächen im Frühjahr 2018 konnte ich zum Juli 2018 die Geschäftsführung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH übernehmen. Die vorgesehene Organisationsstruktur der Nordischen WM 2021 bedingt für mich als Geschäftsführer der Skisport- und VeranstaltungsGmbH ebenfalls die Geschäftsführung der NWM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH, die ich seit Herbst 2017 gemeinsam mit meinem Co Geschäftsführer Robert Büchel innehabe.

Eine erfolgreiche FIS Nordische Ski WM 2021 in Oberstdorf/Allgäu bedeutet für mich, dass eine Vielzahl der Beteiligten vor, während und vor allem nach der Veranstaltung zufrieden sind. Natürlich erwarten wir begeisterte Zuschauer und Athleten während der Wettkämpfe. Wichtig ist aber, dass es für Oberstdorf und die Region unter dem Strich ein positives Fazit gibt. Ich bin überzeugt, dass die Nordische WM 2021 Oberstdorf und die Region positiv beeinflusst. Großveranstaltungen verursachen kurzfristig betrachtet hohen Aufwand und auch Investitionen. Für eine Sport- und Tourismus Region ist es jedoch unerlässlich, am Ball zu bleiben und die Grundlagen für den Erfolg der Zukunft zu schaffen. Die Möglichkeit, internationale Großveranstaltungen bei uns zu haben ist ein unschätzbarer Wert, um welchen uns vergleichbare Orte und Regionen beneiden. In diesem Sinne freue ich mich gemeinsam mit allen Beteiligten auf eine Nordische Ski WM 2021, die uns Freude macht und unsere Zukunft sichert.

FIS Nordische Ski Weltmeisterschaft 2021 Oberstdorf/Allgäu

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 09.01.2018
Sportliche Entwicklung des Standortes Oberstdorf von 2005 bis 2017:

In Oberstdorf sind neben dem Bundesstützpunkt Ski Nordisch auch die Bundesstützpunkte Ski Alpin und Ski Freestyle des Deutschen Skiverbandes anerkannt. Hinzu kommen die Bundesstützpunkte Snowboard und Eiskunstlauf.

Oberstdorf ist neben Oberhof, Oberwiesenthal, Ruhpolding und Hinterzarten einer der bedeutendsten Bundesstützpunkte Ski Nordisch.
In den vergangenen 12 Jahren, seit der Nordischen Ski WM 2005, hat sich der Stützpunkt Oberstdorf extrem positiv entwickelt. In den letzten fünf Jahren kamen allein 45 Weltcup-Teilnehmer aus dem Bundesstützpunkt Oberstdorf. Im Winter 2016/2017 errangen vier Stützpunktathleten WM Medaillen: Johannes Rydzek, Nordische Kombination, Markus Eisenbichler, Skisprung, Carina Vogt und Svenja Würth, beide Skisprung. Bei den Juniorenweltmeisterschaften erreichten Tim Fuchs, Agnes Reisch, Luisa Görlich, Pauline Hessler und Gianina Ernst (alle Skisprung) Colette Rydzek (Skilanglauf), Vinzenz Geiger (Nordische Kombination) und Kira Weidle (Alpin) Medaillenränge.

Im Skisprung findet in Oberstdorf eine Zentralisierung der Nationalmannschaft Damen ab dem C-Kader statt. Im Herrenbereich trainiert täglich ein hoher Prozentsatz an A-/B-Kader-Athleten (Lehrgangsgruppe Ia/b) am Stützpunkt. Im Skilanglauf trainieren hier zwölf Kaderathleten im A- bis C-Kader, das sind 27 Prozent Anteil am Gesamtkader. In der Nordischen Kombination sind es sechs von 23 Athleten und somit 26 Prozent im A- bis C-Kader.
Im Nachwuchs- sowie im Spitzensportbereich trainieren seit 2005 kontinuierlich zwischen sieben und 14 D/C-Kaderathleten am Standort. Die Anzahl der Bundeskaderathleten im A- bis C-Kader stieg von sechs auf 34 Athleten und versechsfachte sich.
Der Bundesstützpunkt Oberstdorf ist neben Ruhpolding/Berchtesgaden und Garmisch-Partenkirchen auch zentraler Trainingsstützpunkt für Athleten aus Bayern. Darüber hinaus besteht eine Kooperationsvereinbarung mit den Landes-Skiverbänden aus Baden-Württemberg, die zahlreiche Spitzen-Athleten in Oberstdorf zentralisieren. Zusätzlich werden Athleten aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, punktuell auch aus Thüringen und Sachsen, nach Oberstdorf delegiert. Derzeit sind unterhalb des DC Kaders 43 Landeskader über sämtliche Skidisziplinen dem Standort zugeordnet.
Der Allgäuer Skiverband ist gemeinsam mit den Landes-Skiverbänden aus Baden-Württemberg die Keimzelle für die Zentralisierung der Nachwuchsathleten am Bundesstützpunkt. Im Skisprung und der Nordischen Kombination sorgen neben dem Skiclub Oberstdorf die Vereine Buchenberg, Isny und Füssen für die Nachwuchsgewinnung. Im Skilanglauf erstreckt sich der Nachwuchsleistungssport über das gesamte Allgäu, in Nordrichtung bis hinter Kempten.
Neben den idealen Trainingsbedingungen ist die Unterstützung des Spitzensports im Bereich der schulischen und universitären Ausbildung, im Bereich Duale Karriere sowie im Dienstleistungssektor Spitzensport essentiell. Im Allgäu stehen dafür zur Verfügung der Eliteschulverbund mit Gymnasium, Realschule, Mittelschule, Fachoberschule, das Skiinternat Oberstdorf, die Hochschule Kempten als Partnerhochschule des Spitzensportes, der OSP Bayern – Regionalzentrum Allgäu, die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Sonthofen und das Zoll Ski-Team in Sonthofen.
Am Bundesstützpunkt Oberstdorf leben und trainieren derzeit 107 Athleten in acht Disziplinen des Deutschen Skiverbandes vom D/C-Kader bis zum A-Kader. Zusätzlich zu den Bundeskaderathleten trainieren weitere 43 Athleten der Landeskader am Stützpunkt. In den Disziplinen Skilanglauf, Skisprung und Nordische Kombination befinden sich am Standort derzeit 15 Trainingsgruppen, die von 22 hauptamtlichen Trainern ausgebildet werden.
Zu den Trainingsgruppen ist aufgrund der modernen Sportinfrastruktur die Anzahl der Lehrgangsgruppen deutlich gestiegen. Im Vergleich zu 2005 ist eine Verdreifachung der Lehrgangstage zu verzeichnen.
Durch das Stützpunkttraining und die Lehrgangsgruppen werden derzeit pro Jahr auf den Skisprunganlagen in Oberstdorf 25.500 Sommer- und Wintersprünge absolviert (Durchschnitt der letzten fünf Jahre). 35 Prozent der Sprünge finden im Schnitt im Winter und 65 Prozent im Sommer statt. Die Haupttrainingsschanze ist hierbei die HS 106 mit rund 10.500 Sprüngen pro Jahr.
Beim Langlauftraining absolvieren die Stützpunktmannschaften 80.000 km auf der Rollerbahn sowie 107.000 km im Winter auf den Loipen. Hinzu kommen die Kilometerlaufleistungen der Lehrgangsgruppen (Rollerbahn 40.000 km, Loipe 50.000 km). Insgesamt werden also auf der Rollerbahn jährlich rund 120.000 km sowie auf den Loipen rund 160.000 km zurückgelegt.

Ein weiterer Schwerpunkt in einem Bundesstützpunkt ist die Durchführung von Sportveranstaltungen mit regionaler Bedeutung, aber auch nationale und internationale Veranstaltungen. Gerade in den Wintermonaten findet sowohl im Skisprungstadion als auch im Skilanglaufstadion fast jedes Wochenende eine Veranstaltung statt. Auf nationaler Ebene handelt es sich um die Nachwuchsserien des Regionalverbandes über Bayerische Wettkampfserien bis hin zum Deutschen Schülercup und dem Deutschlandpokal. Im Bereich der internationalen Wettkämpfe sind es die Vierschanzentournee, das Skifliegen, der Weltcup Damen Skisprung, die Tour de Ski sowie der Weltcup in der Nordischen Kombination.
In der Saison 2016/2017 wurden fünf Weltcupveranstaltungen durchgeführt. Damit ist Oberstdorf der größte Weltcupveranstaltungsort mit unterschiedlichen Disziplinen in Deutschland. Für den Deutschen Skiverband ist der Bundesstützpunkt Oberstdorf damit einer der wichtigsten Standorte in Deutschland.
Quelle: Deutscher Skiverband

Der Deutsche Skiverband (DSV) gehört zu den führenden Spitzenfachverbänden im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und ist Mitglied in den wichtigsten nationalen und internationalen Dachverbänden. Mit seinen 20 Landesskiverbänden betreut der Deutsche Skiverband 975.000 Mitglieder in 4.000 Vereinen und deckt somit das gesamte Bundesgebiet ab. Der Spitzensportbereich wird an insgesamt zehn Bundesstützpunkten (BSP) sowie drei Nachwuchs-Bundesstützpunkten zentralisiert.

Lawinengefahr

Sperrungen bei Lawinengefahr

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 02.01.2018
Bei akuter Lawinengefahr hat der Markt Oberstdorf die Befugnis und die Verpflichtung die Benutzung bestimmter Straßen, Wege, Skipisten oder Loipen für jedermann zu verbieten.

Dabei stützt sich die Gemeinde auf eine fachkundige und objektive Beratung bei der Beurteilung der örtlichen Lawinensituation durch die Lawinenkommissionen.
In der Gemeinde Oberstdorf werden im Winter 76 km Pisten, 75 Loipenkilometer, mehr als 140 km Winterwanderwege und eine Vielzahl öffentlicher Straßen gesichert. Dabei bewerten die örtlichen Lawinenkommissionen die vorherrschende Schnee-, Wetter- und Lawinenlage ständig und reagieren gegebenenfalls schnell auf eine Änderung der Situation. Wegen dieses immens großen Beurteilungsbereichs, dem größten aller Lawinenkommissionen in Bayern, gibt es in Oberstdorf auch drei Gremien: für das Skigebiet Nebelhorn, für das Skigebiet Fellhorn und für die Oberstdorfer Täler und das Skigebiet Söllereck.
Diese Lawinenkommissionen beraten die Sicherheitsbehörden Gemeinde und Landratsamt. Die Mitglieder treten regelmäßig bei Bedarf zusammen, beurteilen die aktuelle Wetter-, Schneedecken- und Lawinensituation und leiten daraus entsprechende Empfehlungen für Lawinensicherungsmaßnahmen, z. B. Sperrungen von Straßen und Skiabfahrten oder künstliche Lawinenauslösungen, ab. Auch die Aufhebung von Sperrungen beruht auf einer Lagebeurteilung durch die örtlichen Lawinenkommissionen. Die ehrenamtlichen Lawinenkommissionen in Oberstdorf bestehen aus ortskundigen, bergerfahrenen und ständig erreichbaren Mitgliedern. Sie sind auf Grund ihrer speziellen Kenntnisse und entsprechender Ausbildung in besonderem Maße geeignet, drohende Lawinengefahren zu erkennen und zu beurteilen. Dabei bemühen sich die Mitglieder, Sperrungen nur im absolut notwendigen Umfang zu empfehlen. Unterstützend sind die Kommissionen auch bei Lawinensprengungen tätig. Dadurch können die betroffenen Bereiche oftmals schnell wieder freigegeben werden.
Nicht nur große Neuschneemengen oder ein starker Temperaturanstieg haben einen wesentlichen Einfluss auf die Lawinengefahr, eine Vielzahl von Faktoren spielt hier zusammen. Die Entscheidungen der Kommissionen sind für Unkundige häufig nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Daher kommt es immer wieder vor, dass die mit großer Sorgfalt eingerichteten Sperrungen missachtet werden. Das ist nicht nur eine bußgeldbewehrte Ordnungswidrigkeit, derart unvernünftige Personen bringen sich selbst und andere in Lebensgefahr. Hier entsteht der Eindruck, die Sperrung müsse nicht ernst genommen werden. Dessen sollten sich gerade diejenigen bewusst sein, die die Örtlichkeiten kennen, die wissen in welchen Abschnitten eines gesperrten Bereichs die Gefahr am größten ist und die dann genau diese Stellen meiden. Unsere Gäste haben diese Kenntnisse nicht und halten sich dann möglicherweise genau im Gefahrenbereich auf.
Auch Lawinensprengungen können nur dann ausgeführt werden, wenn gewährleistet ist, dass sich in dem gesperrten Bereich tatsächlich niemand aufhält. Mit hohem Personalaufwand sichern deshalb Posten die Zugänge ab. Führen aber bereits Fuß- oder Fahrspuren in den Bereich kann die Sprengung nicht durchgeführt werden.

Der Markt Oberstdorf appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, sich ihrer Verantwortung und ihrer Vorbildfunktion bewusst zu sein und angeordnete Sperrungen wegen Lawinengefahr konsequent zu beachten. Auch, wenn das für den Einzelnen möglicherweise mit Einschränkungen oder Belastungen verbunden ist.

Vorsicht vor falschen Polizisten und anderen Tricksern

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 15.12.2017
Derzeit häuft sich das Phänomen des falschen Polizeibeamten. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West rät zur Vorsicht.

Einige Betrüger geben sich am Telefon als Polizeibeamte oder Behördenmitarbeiter aus, andere versprechen Gewinne.

Hinterfragen Sie die Geschichte, denken Sie drüber nach, ob der Anruf einen realen Hintergrund hat.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich
dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in der Nähe!

Bedenken Sie, dass die Polizei nie mit der Rufnummer 110 bei Ihnen anruft! Die Polizei fordert auch niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!

Legen Sie auf und verständigen Sie umgehend unter der Notrufnummer 110 die Polizei!

Verwenden Sie nie die angezeigte Rufnummer und nützen Sie nicht die Wahlwiederholung!

Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Verständigen Sie deshalb auch dann die Polizei, wenn Ihr vermeintlicher Enkel Geld fordert oder Ihnen weisgemacht wird, dass Ihr Geld nicht auf der Bank bleiben kann!

Im Zweifel ...
Polizeinotruf 110

Sachstand zum Bauprogramm: Geplante Maßnahmen für die FIS Nordischen Ski Weltmei

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 27.11.2017
Mit der Durchführung der Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2021 ergeben sich für Oberstdorf einige Vorteile. Die vorhandene Infrastruktur sowohl im sportlichen als auch im kommunalen Bereich wird verbessert. Dies kommt neben den Sportlern auch den Bürgern und den Gästen zu Gute.

An der Erstellung des Bauprogramms haben der Deutsche Skiverband, die Skisport- und Veranstaltungs GmbH und der Markt Oberstdorf mit allen Eigenbetrieben mitgewirkt. Es ging hier in erster Linie darum, Maßnahmen zu definieren, die im Bereich der Sport-Infrastruktur, aber auch im Bereich Tourismus und der Infrastruktur der Gemeinde durchgeführt werden können. Für den Spitzensport sind die FIS-Vorgaben an die Sportanlagen einzuhalten.
In mehreren Sitzungen und Zusammenkünften diskutierte der Marktgemeinderat intensiv das vorgeschlagene Bauprogramm. Es beinhaltet beispielsweise die Ertüchtigung der Beschneiungsanlage im Ried oder auch die Erneuerung der maroden Kleinschanzen in der Erdinger Arena. Im September einigte sich das Gremium auf die Projektbestandteile bzw. Bauinhalte für das Skisprung- und Langlaufstadion, die für das Förderverfahren bei Bund, Land und Landkreis eingereicht werden sollen.

Mit Beschlüssen in den Sitzungen im Juli, September, Oktober und November gab der Marktgemeinderat den Startschuss für die notwendigen Planungsschritte in den ersten Leistungsphasen für das Bauprogramm der WM 2021. In der November-Sitzung beschlossen die Räte nun die Leitlinien für das Bauprogramm, die Grundlage für die Planungsaufträge sind.

Ebenfalls in der November-Sitzung informierte sich der Marktgemeinderat über das
eingeleitete Vergabeverfahren und die teilweise ausgeschriebene Vorplanungsphase.
Die Eckdaten für diese Entscheidungen sind der enge Zeitrahmen, die Anforderungen der Fördermittelgeber an Planungssicherheit und Kostensicherheit sowie das Fördermittelrecht mit Auflagen. Die Ziele sind der frühestmögliche Start der Planung, die Auswahl kompetenter Fachplaner und das Ausschöpfen von vergaberechtlichen Möglichkeiten.
Das Vergaberecht ermöglicht eine Vergabe in der Vorplanungsphase unter 80.000 Euro pro Leistungsbild (Interimsvergabe). Darüber hinaus gehende Planungsleistungen werden im europaweiten Vergabeverfahren ausgeschrieben.
Das weitere Vorgehen:
• Beauftragung der mittels Zuschlagsentscheidung bestimmten Bieter.
• Start Planungsbeginn
• Start Vergabeverfahren sobald die abschließende Bedarfsfeststellung in allen Bereichen erfolgt und beschlossen ist.
Bei der Interimsvergabe handelt es sich um eine dem Projekt dienliche Lösung mit folgenden Vorteilen:
• Kurze Angebotsfristen (10 Kalendertage)
• Generieren einer wettbewerblichen Situation gem. den Anforderungen des VHF Bayern.
• Zeitnaher Planungsbeginn möglich
Die Vergabe- und Vertragsordnungsstelle für Bauleistungen (VOB) der Regierung von Schwaben bestätigte dieses Verfahren:
„Die genannten Zeitansätze für die Vergabeverfahren sind realistisch. Eine getrennte Beauftragung der Vorplanungsphase ist für die Weiterentwicklung des Projektes sachgerecht und zielführend. Das geplante Vorgehen entspricht insgesamt dem Vergaberecht und ist nicht zu beanstanden.“

Auf dieser Grundlage vergab der Marktgemeinderat Planungsaufträge für Tragwerksplanung, Objektplanung Ingenieurbau Bauwerke, Ingenieurbau Gelände,
Freianlagen, Technische Ausrüstung (ELT, HLS), Vermessung, Geotechnik und den
Landschaftspflegerischen Begleitplan jeweils bis zu einem Betrag unter 80.000 Euro.

Über die Beschlüsse, die der Marktgemeinderat in seinen Sitzungen fasst, informiert Sie regelmäßig das Rathaustelegramm. Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail an: c.uebelhoer@markt-oberstdorf.de

Projektleiter für das Bauprogramm
Florian Speigl koordiniert das Bauprogramm für die FSI Nordische Ski WM 2021
Im Oktober beschloss der Marktgemeinderat, Florian Speigl als Projektleiter für das Bauprogramm des Marktes Oberstdorf zur Nordischen Ski WM 2021 einzusetzen. Das Gremium entschloss sich ebenfalls, ihn zum 1. Januar 2018 als Geschäftsführer in die Nordische Skisport-GmbH & Co. KG zu entsenden. Speigl folgt damit Kämmerer Martin Schmalholz, der das Amt viele Jahre ausübte und sich Ende Dezember in den Ruhestand verabschiedet. Kreiskämmerer Reinhard Reitzner ist weiterer Geschäftsführer in der Gesellschaft.
Seit 2001 ist Florian Speigl beim Markt Oberstdorf beschäftigt, zunächst bei den Sportstätten. Seit 2004 ist er kaufmännischer Leiter bei Kurbetrieben und Sportstätten. Bei den Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2005 war Speigl stellvertretender Ressortleiter Sport für den Langlauf und kennt daher die Anlagen im Ried. Seinen Erfahrungsschatz will der stellvertretende Werkleiter der Kurbetriebe in die WM 2021 einfließen lassen. Speigl sieht sich auch als Kontaktperson zwischen Marktgemeinderat und Nordische Skisport-GmbH & Co. KG und will regelmäßig in den Gremien berichten.

Schneeräumen

Winterzeit - Schneeräumzeit

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 22.11.2017
Der Winter steht vor der Türe und damit auch wieder die wenig erfreuliche Pflicht rund um das eigene Grundstück zu räumen und zu streuen. Leider sorgt das Thema Schneeräumung in jedem Winter auch für Ärger, bei Gästen und Einheimischen.

Ob der risikoreiche Schulweg oder der mühsame Gang ins Dorf – schlecht, oder gar nicht geräumte Gehbahnen sind nicht nur für die Fußgänger beschwerlich und gefährlich, es kommen, z. B. bei einem Sturz, auch Schadenersatzforderungen auf denjenigen zu, der seiner Verpflichtung nicht nachgekommen ist. Die Vernachlässigung der Räumpflicht stellt außerdem eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Und wenn es einmal kräftig schneit, stellt sich auch wieder die Frage: Wohin mit der weißen Pracht? Bitte beachten Sie: Schnee von Privatgrundstücken darf nicht auf öffentliche Straßen, Wege, Plätze oder Anlagen geschaufelt oder gefräst werden. Missachtungen können ebenfalls ein Bußgeld zur Folge haben und der Verursacher hat zusätzlich die Kosten für die Abfuhr des Schnees zu tragen. Ihre Räum- und Streupflicht sollten Sie daher schon aus eigenem Interesse gewissenhaft erfüllen.

Winterdienstpflichten der Haus- und Grundstückseigentümer:
- Räumen und Streuen von Gehsteigen, die an die Grundstücke grenzen
- Räumen und Streuen eines ein Meter breiten Streifens am Straßenrand, sofern kein Gehweg vorhanden ist
- an Werktagen von 7 Uhr bis 20 Uhr
- an Sonn- und Feiertagen von 8 Uhr bis 20 Uhr
- der geräumte Schnee ist so zu lagern, dass der Verkehr nicht gefährdet oder erschwert wird
- bei Tau- und Regenwetter sind Abflussrinnen, Hydranten, Straßeneinlaufschächte und Löschwasserentnahmestellen frei zu halten

Auf Mottfeuer verzichten

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 08.11.2017
Urlaubsgäste und Bürger beschweren sich häufig über die Belästigungen durch Mottfeuer (Forstfeuer). Gerade bei Inversionswetterlagen zieht der Rauch nicht ab und führt zu weithin sichtbaren Luftverschmutzungen.

Denn nach wie vor werden pflanzliche Abfälle aus der Land- und Forstwirtschaft oft einfach verbrannt. Dabei entstehen bei der Verbrennung Kohlenmonoxid, Staub und schädliche organische Verbindungen (z. B. PAK - polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Die Schadstoffkonzentrationen sind dabei aufgrund des feuchteren Holzes und der im allgemein niedrigeren Verbrennungstemperaturen deutlich höher als bei der Verbrennung lufttrockenen Holzes in Holzöfen.
Nach der Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb zugelassener Beseitigungsanlagen (PflAbfV) dürfen pflanzliche Abfälle aus der Forstwirtschaft unter bestimmten Maßgaben zwar dort verbrannt werden, wo sie angefallen sind. Zur Vermeidung von Luftverunreinigungen appelliert der Markt Oberstdorf an alle Land- und Forstwirte - ebenso wie die Gemeinde - auf ihren Waldflächen auf Mottfeuer zu verzichten. Die Verwertung der Grünabfälle durch Kompostieren ist bedeutend umweltverträglicher. Auch wenn ein Abtransport nicht möglich oder sinnvoll ist, so können die pflanzlichen Abfälle immer noch vor Ort der Verrottung überlassen werden. Dies schafft auch Lebensraum für Kleinstlebewesen. Zudem bleiben so die Nährstoffe des abgebauten Materials dem Wald erhalten.
Sollte dennoch im Einzelfall nicht auf die Verbrennung verzichtet werden können, ist dies Vorab bei der Polizei und bei der Leitstelle Allgäu Tel. 0831 96096689 anzuzeigen.
Dabei ist zu beachten, dass das Verbrennen nur außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und nur an Werktagen von 8 Uhr bis 18 Uhr zulässig ist. Gefahren, Nachteile oder erhebliche Belästigungen durch Rauchentwicklung sowie ein Übergreifen des Feuers über die Verbrennungsfläche hinaus, sind zu verhindern. Das Feuer ist von mindestens zwei mit geeignetem Gerät ausgestatteten, leistungs- und reaktionsfähigen Personen über 16 Jahre ständig zu überwachen. Bei starkem Wind oder erhöhter Waldbrandgefahr darf kein Feuer entzündet werden; brennende Feuer sind dann umgehend zu löschen. Um die Brandflächen sind Bearbeitungsstreifen von 3 Metern Breite zu ziehen, die von pflanzlichen Abfällen freizuhalten sind. Außerdem ist sicherzustellen, dass die Glut beim Verlassen der Feuerstelle, spätestens jedoch bei Einbruch der Dunkelheit erloschen ist.

Fairtrade-Gemeinde Oberstdorf

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 16.08.2017
Fairtrade war auch beim Oberstdorfer Dorffest Mitte August ein Thema. Der katholische Frauenbund bot neben selbst gemachtem Kuchen wieder Kaffee aus fairem Handel an. Herzlichen Dank für die Unterstützung der Fairtrade-Gemeinde.

Im Bild von links: Angela Zapf, Marianne Imminger, Pia Gehring, Klara Schweer, Resi Herzog und Petra Mies.

Blumengießen bei Regen?

Logo KDO Kommunale Dienste Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 25.07.2017
Auch bei Regenwetter sind die Mitarbeiter der Kommunalen Dienste in Oberstdorf unterwegs und pflegen die öffentlichen Anlagen. Mancher Bürger fragt sich dabei, warum um Himmels Willen werden die Blumen gegossen, wenn es ohnehin schon regnet?

Ganz einfach: Um den ganzen Sommer üppig blühenden Blumenschmuck und damit ein schönes Ortsbild für Einheimische und unsere Gäste anbieten zu können, ist regelmäßiges Düngen unerlässlich.

Und diese Regelmäßigkeit wird eben auch bei Regenwetter eingehalten.

Straßenbeleuchtung am Tag?

Logo EVO Energieversorgung Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 20.07.2017
Manch einer reibt sich verwundert die Augen, wieso am helllichten Tag die Straßenbeleuchtung eingeschaltet ist. Das hat einen einfachen Grund: nur so lässt sich feststellen, welche Laterne defekt ist.

Die Mitarbeiter der Energieversorgung Oberstdorf GmbH (EVO) nehmen die Hinweise der Bürger auf, schalten im entsprechenden Bereich die Beleuchtung ein und kümmern sich um eine schnelle Reparatur.

Bürgerportal

Behördengänge online erledigen

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 12.07.2017
Der Markt Oberstdorf bietet auf seiner Homepage ein neues, virtuelles Bürgerportal an. Der Link www.markt-oberstdorf.de/leistungen/buergerportal führt Sie zu unserem Online-Service.

eGovernment ist vielen von Ihnen sicher schon ein Begriff. Mit dem eGovernment-Gesetz der Bundesregierung soll die elektronische Kommunikation zwischen behördlichen Institutionen, Unternehmen und Bürgern durch den Einsatz von digitalen Technologien gefördert werden.
Bund, Länder und Kommunen sollen damit einfachere, nutzerfreundlichere und effizientere elektronische Verwaltungsdienste anbieten können.

Mit unserer 2015 neu gestalteten Homepage www.markt-oberstdorf.de haben wir bereits eine breite Informationspalette für Sie geschaffen. Satzungen, Verordnungen und Formulare sind hier ebenso zu finden wie aktuelle Mitteilungen, Rathaustelegramm und Gemeindeblatt.

Jetzt gehen wir einen Schritt weiter, mit dem neuen virtuellen Bürgerportal. Der Link www.markt-oberstdorf.de/leistungen/buergerportal führt Sie zu unserem Online-Service.
Hier bieten wir Ihnen an, viele Behördengänge online zu erledigen, bequem und unkompliziert von zu Hause aus, rund um die Uhr und auch am Wochenende.
Für den Fall, dass ein persönliches Erscheinen aus rechtlichen Gründen erforderlich ist, z. B. für eine Unterschrift, können Sie die Formulare bereits zuhause ausfüllen, ausdrucken und verkürzen so den Gang ins Rathaus.
Die Daten werden mit einem sicheren Verschlüsselungsverfahren an die Kommune übermittelt und können dort direkt weiterverarbeitet werden. Mit dem Online-Bezahlverfahren giropay lassen sich anfallende Gebühren ebenso einfach begleichen. Selbstverständlich wird das Serviceangebot im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten laufend erweitert.

Und für noch schnellere Informationen aus der Gemeinde laden Sie sich die App Oberstdorfer auf Ihr Mobile. Kostenlos im App Store oder goople play.

Unterhalt der Wanderwege

Logo KDO Kommunale Dienste Oberstdorf
via Markt Oberstdorf
am 03.07.2017
Der Beginn der Wandersaison ist für den Wegetrupp eine besonders arbeitsreiche Zeit. Das Wegenetz der Marktgemeinde wird überprüft und Schäden, die durch die Nutzung in den Wintermonaten sowie durch Wettereinflüsse entstanden sind, werden beseitigt.

Zum Start der Wandersaison werden die Wanderwege hergerichtet, Brücken und Geländer gesichert und Hangverbauungen wieder stabilisiert. In Oberstdorf liegt der Fokus auf der Sicherheit der Wanderer.

Die Kurbetriebe der Marktgemeinde Oberstdorf sind verantwortlich für die Wanderwege. Das Team um kaufmännischen Leiter Florian Speigl wahrt den Überblick über den Leistungskatalog für den Unterhalt, Beschilderungen und die Wegenetzlisten. Zur Umsetzung der laufenden Unterhaltsleistungen ist der Wegetrupp beauftragt, der bei den Kommunalen Diensten Oberstdorf (KDO) angesiedelt ist.

Vom Wegetrupp werden 200 Kilometer Sommerwanderwege und 140 km Winterwanderwege betreut. Das Gebiet umfasst im Wesentlichen die Tallagen und mittleren Lagen von Hinang bis zur Buchrainer Alpe, von den Sonnenköpfen bis weit ins Rohrmoos. Die hochalpinen Lagen rings um Oberstdorf werden von vier Sektionen des Deutschen Alpenvereins betreut. Die Bergbahnen kümmern sich um die Wege rings um ihre Bergstationen. Die Rechtler sowie viele Alp- und Wegegenossenschaften pflegen und unterhalten die Wege im Bereich ihrer Grundstücke.
Dank dieser vielen Partner kann Oberstdorf so ein großes Wegenetz für Einheimische und Gäste überhaupt erst anbieten und unterhalten.

Die Wanderwege in Oberstdorf sind je nach Bedeutung in verschiedene Kategorien eingeteilt und werden entsprechend gepflegt. Jetzt im Frühsommer rücken die Spezialisten der Abteilung Wegebau aus, um die Schäden, die während der Wintermonate durch Eis und Schnee entstanden sind, zu sichten und zu beheben.
„Im Frühling müssen vor allem Ausspülungen der Wegeoberfläche ausgebessert werden. Starke Regenfälle oder auch die Schneeschmelze sorgen dafür, dass der Wegekies an Stellen, wo das Wasser nicht direkt abfließen kann, weggespült wird. So entstehen Pfützen und Rinnen, die immer größer werden, sofern diese Stellen nicht möglichst rasch bearbeitet werden“, erklärt Peter Herb vom Wegetrupp der KDO und ergänzt: „Neben dem Auftragen neuer Kiesschichten legen die Mitarbeiter neue Gräben an, machen bestehende Gräben, Drainagen und Durchlässe wieder gangbar und setzen marode Brüstungen oder Ruhebänke wieder in Stand.“ Ebenso wird liegengebliebener Abfall eingesammelt.
Zusätzlich gilt es nach dem Winter die Schneezeichen – insgesamt mehrere Tausend Stück – zu entfernen. Diese sorgen während der Wintermonate dafür, dass sich die Fahrer der Schneeräumfahrzeuge orientieren können. Beim Stecken der Stangen im Herbst muss sehr penibel vorgegangen werden, denn bereits eine nicht markierte Abflussrinne oder eine fehlende Stange an einem Baumstumpf können enorme Schäden am Fahrzeug verursachen und zugleich Mitarbeiter in ernsthafte Gefahr bringen. So ist vor einigen Jahren ein Fahrzeug vom vereisten Weg abgekommen und an einem Baum hängen geblieben. „Gott sei Dank gab es nur einen Sachschaden“, zeigt sich Florian Speigl erleichtert.

Die Arbeiten an den Wanderwegen erfolgen das ganze Jahr über. In den Sommermonaten stehen Instandhaltungen und Mäharbeiten im Vordergrund. Im Winter werden bei Schneefall ab 04.00 Uhr in der Früh die Wege geräumt und präpariert. Angesichts des vielfältigen Aufgabengebietes und der Lage in der freien Natur ist der Wegeunterhalt eine Aufgabe, die viel Erfahrung erfordert.

Das Team der KDO benötigt für den Unterhalt der Wanderwege jährlich etwa 7.250 Arbeitsstunden. Die jährlichen Aufwendungen für den Wegebau belaufen sich auf etwa 500.000 €. Dieser Betrag wird mehrheitlich über den Kurbeitrag der Oberstdorfer Gäste finanziert.

Fairtrade-Gemeinde Oberstdorf_Logo_2017

Was ist Fairer Handel?

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 27.06.2017
Mit der Auszeichnung zur Fairtrade-Gemeinde im März hat sich der Markt Oberstdorf für die Verwendung Fair gehandelter Produkte verpflichtet. Die Verbindung von regionaler Landwirtschaft, Fairem Handel und biologischer Herstellung unterstützt heimische Betriebe ebenso wie Kleinbauern im Süden der Welt. Mit der Enscheidung für diese Produkte sorgen die Verbraucher für angemessene Bezahlung und faire Bedingungen.

Die Kriterien, die unsere Kaufentscheidungen heute beeinflussen, haben sich erweitert um die Begriffe Regionalität, Biologische Herstellung und auch Fairer Handel. Heimische Lebensmittel wie Milch, Käse, Fleisch, Brot oder Obst sind nachvollziehbar hergestellt, wir wissen, wo sie herkommen und dass wir etwas Gesundes essen. Bei Lebensmitteln die bei uns nicht wachsen, wie Tee, Kaffee, Kakao, Bananen und Orangen, vertrauen die Verbraucher zunehmend auf die Fairtrade-Zertifizierung.

Die Kriterien des Fairen Handels
Fairtrade verbindet Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte.

Die Fairtrade-Standards sind das Regelwerk, das Kleinbauernorganisationen, Plantagen und Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette einhalten müssen. Sie umfassen soziale, ökologische und ökonomische Kriterien, um eine nachhaltige Entwicklung der Produzentenorganisationen in den Entwicklungs- und Schwellenländern zu gewährleisten.

Stärkung der Kleinbauern, Kleinbäuerinnen und Arbeiter und Arbeiterinnen:
• Organisation in demokratischen Gemeinschaften (bei Kooperativen)
• Förderung gewerkschaftlicher Organisation (auf Plantagen)
• Geregelte Arbeitsbedingungen
• Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit
• Diskriminierungsverbot

Umweltschutz: Mensch im Mittelpunkt
• Umweltschonender Anbau
• Schutz natürlicher Ressourcen
• Verbot gefährlicher Pestizide
• Kein gentechnisch verändertes Saatgut
• Förderung des Bio-Anbaus durch den Bio-Aufschlag

Anforderungen an Händler und Hersteller
• Bezahlung von Fairtrade-Mindestpreis und Fairtrade-Prämie
• Nachweis über Waren- und Geldfluss
• Richtlinien zur Verwendung des Siegels
• Transparente Handelsbeziehungen
• Vorfinanzierung

Die Fairtrade-Standards bestehen aus Kernanforderungen und so genannten Entwicklungs-Indikatoren. Die Kernanforderungen müssen von jeder Produzentengruppe erfüllt werden, um die Fairtrade-Zertifizierung zu erhalten. Nach der ersten Zertifizierung müssen die Produzentenorganisationen zudem die Entwicklungsanforderungen erfüllen. Diese sind weitreichender und haben unter anderem das Ziel, die Organisation und die Arbeitsbedingungen der Produzenten zu verbessern, aber auch langfristig wirkende Maßnahmen zum Schutz der Umwelt umzusetzen. Quelle: www.fairtrade-deutschland.de

Überprüfung der Standarts
Die Zertifizierungsgesellschaft FLOCERT überprüft vor Ort, ob Produzenten und Händler die Fairtrade-Standards einhalten und die sozialen, ökonomischen und ökologischen Standards erfüllen. Sie kontrolliert auch, ob die Produzentenorganisationen den festgelegten Mindestpreis und die Fairtrade-Prämie ausgezahlt bekommen.
FLOCERT ist ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen und Tochtergesellschaft von Fairtrade International. Das Unternehmen zertifiziert Produzenten, Händler und Hersteller in rund 115 Ländern nach den Fairtrade-Standards. Über 100 hochqualifizierte Auditorinnen und Auditoren nehmen in regelmäßigen Abständen Kontrollen und Audits vor Ort vor.
Quelle: www.fairtrade-deutschland.de

Sie bieten fair gehandelte Waren in ihrem Geschäft an oder verwenden fair gehandelte Produkte in Ihrem Gastronomiebetrieb oder in Ihrer Organisation?
Dann werden Sie doch Teil der Fairtrade-Gemeinde Oberstdorf. Bitte sprechen Sie uns an. Kontakt: Markt Oberstdorf, Christine Uebelhör, Tel. 08322 700-723, E-Mail: c.uebelhoer@markt-oberstdorf.de.

Weitere Informationen unter www.fairtrade-deutschland.de

Unternehmer Wilhelm Geiger 1927

Eine Sensation im Oytal - Oberstdorfer Gemeinde- und Fremdenblatt 27. Juli 1927

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 20.02.2017
Archivar Eugen Thomma hat in alten Zeitungen geschmökert und den Hinweis auf einen sensationellen Vorgang gefunden: „Ein einzigartiges Schauspiel wird sich am Samstag, 30. Juli, bei günstiger Witterung im Oytal abspielen.

In der Zeit von vorm. 1/210 bis 11 Uhr und nachm. von 2 bis 1/24 Uhr werden 100 Holzstämme vom Seewald über die 620 Meter hohen Seewände in das Talbett hinabgestürzt werden. Es dürfte unter den Kurgästen, auch unter den Einheimischenwenige geben, die ein so seltenes Schauspiel jemals gesehen haben. Mit ungeheurer Wucht und unter krachendem Donner werden die Riesen des Waldes über die Wände stürzen, und unten zu Brennholz verarbeitet. Einen anderen Weg, das Holz aus dem Seewald ins Tal zu befördern, gibt es nicht. Dabei ist nicht zu vergessen, daß die Arbeiten des Ablassen der Stämme für die Holzfäller mit Öebensgefahr verbunden ist, weshalb den Mutigen Bewunderung und Anerkennng zu zollen ist. Also auf ins Oytal am nächsten Samstag.“
Die Ankündigung hat ihr Ziel nicht verfehlt. Zu hunderten stürmten Schaulustige ins Oytal um sich diese seltene Art der Holzbringungn aus dem Bergwald anzuschauen. Am 2. August berichtete die Presse wieder von dem Vorgang:
„Das Oytal hatte am letzten Samstag anlässlich des Holzablassens über die 620 Meter hohen Seewände Rekordbesuch. Hunderte von Menschen waren schon in aller Frühe herangepilgert, denen am Nachmittag noch eine stattliche Anzahl folgte, um sich dieses seltene Schauspiel anzusehen. Schon von weitem hörte man das donnerähnliche Krachen vom Fallen der Holzstämme. Vom Garten des Oytalhauses konnte man bequem den Vorgang beobachten. Zuerst kollerten die Stämme die ersten hundert Meter den Hang hinunter, bis sie dann in so unheimlich schnelle Fahrt gerieten, daß sie lotrecht über die Wände sausten und wie eine einschlagende Granate „Marke dicke Berta“ (Anm.: Dicke Berta war im ersten Weltkrieg ein 42 cm Geschütz der Firma Krupp) auf die untersten Hänge aufschlugen, Staubwolken aufwirbelten und weiter zu Tal rollten. Wie solide das Holz ist, dafür zeugte, daß die wenigsten Stämme unten zerschellt ankommen. Sehr schön war das gewaltige Echo, das vielfach von den Wänden zurückgeworfen wurde.“
Die Holzaktion in den Seewänden war damit noch nicht beendet, denn am 6. September wurde wieder durch eine Presse-Vorankündigung auf die neuerliche Ablassung von Holz hingewiesen. In der gleichen Ausgabe wies der Unternehmer in einem Inserat allzu Neugierige auf die Gefährdung während der Holzbergung hin:

Warnung !
In der Zeit vom 7. bis 11. September werden in den
Seewänden im Oytal wieder Holzblöcke abgelassen
und lehne ich beim Betreten des gefährdeten durch
Warnungstafeln abgesperrten Gebietes jede Haftung ab.
Wilhelm Geiger, Holz- und Kohlen-Handlung
NB. Trockene Buchen- und Fichtenscheiter habe ich
fortwährend auf Lager und sehe geneigter Abnahme
Entgegen. Der Obige.

Aus heutiger Sicht fragt man sich, ob so etwas überhaupt noch möglich wäre. Viele Behördengänge wären nötig, viele Absperrposten müssten aufgestellt werden.
Der damals gerade dreißigjährige Unternehmer hatte eine gehörige Portion Risiko auf sich genommen, as er persönlich mit ein paar Helfern die gefährliche Aktion durchführte. Sicher ein guter Werbeeffekt für seine junge Firma. Wenn man heute, nach 90 Jahren, den damaligen Ein-Mann-Betrieb mit dem Unternehmen Geiger-Gruppe vergleicht, kann man erahnen, was dafür an Pioniergeist und unternehmerischem Wagnis notwendig war.
Der damalige Oytal-Wirt Wilhelm Fischer brachte sicher ein paar kräftige Brotzeiten für die Holzer auf den Tisch. Denn die trieben ihm mit dem Holzeinschlag über Tage hinweg den „gebratenen Hasen“ in die Küche.

Bild1: Wilhelm Geiger im Jahr 1927 im Oytal beim Brennholz
schneiden.

Bild 2: Vom Seealpsee fällt der Seebach rund 600 Meter über die
berüchtigten Seewände in die Tiefe

Kein Azubi? Ausbildungsbörse auf www.markt-oberstdorf.de

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 26.01.2017
Der Markt Oberstdorf bietet auf seiner Internetseite eine Ausbildungsbörse für einheimische Betriebe an.

Sie suchen einen Auszubildenden?
Unter www.markt-oberstdorf.de/ausbildungsbörse können Sie über ein Formular Ihren freien Ausbildungsplatz platzieren.

Die Angebote werden auf der Homepage des Marktes für vier Wochen eingestellt. Eine Wiederholung ist jederzeit möglich.

Gesellschaftswagen von Emil Fischer

Altes und Neues?

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 11.01.2017
Archivar Eugen Thomma erinnert an Berichterstattung von 1927.

In alten Zeitungen findet sich oft heute Neues, besonders wenn es sich um Lokalnachrichten handelt: So in der ersten Nummer des "Oberstdorfer Gemeinde- und Fremdenblatt" vom 5.01.1927. Meldungen mit ernsterem Charakter, die einen Bezug zur Gegenwart haben, wechseln mit solchen, die heute zum Schmunzeln anregen.

Gleich auf der Titelseite eine Überschrift: "Nebelhornbahn in Sicht?"
Da wird bei den Oberstdorfern die Werbetrommel zur Zeichnung von Anteilscheinen gerührt, um das Projekt der Bergbahn anzutreiben. Die Befürchtungen sind groß, daß Oberstdorf bedeutungslos wird, wenn der Ort nicht auf den Zug der Zeit aufspringt.
"Man möchte sogar sagen, daß Oberstdorfs Zukunft steht oder fällt mit der Errichtung der Nebelhornbahn. Die Erfahrung dieses Jahres hat gezeigt, daß die bei uns weilenden Fremden zum größten Teile nach Ehrwald mit unseren Gesellschaftswagen befördert werden wollen, um auf die Zugspitze zu fahren. [.....) Soll da Oberstdorf sich den Rang ablaufen lassen und hinter den andern Orten mehrere Jahre nachhinken, wenn dort der Rahm schon abgeschöpft ist? [....]", war der Tenor bei den vielen Versammlungen.
Jetzt, 90 Jahre später: das neue Gipfelrestaurant, die Nordwand-Runde!

Heute undenkbar, folgen namentlich Berichte über Skiunfälle junger Einheimischer beim Skilaufen mit detailgetreuem Unfallhergang. Eine ganze Abteilung von Datenschützern würde heute aufschreien.
Aber auch tierisches Unglück wird genau beschrieben: "Ein Achter-Hirsch wurde am 31. Dezember in Oytal gegen Abend von einer niedergehenden Lawine erfaßt und in die Tiefe gerissen. [....] Das Erstaunen der Jäger, die am andern Morgen den Hirsch holen wollten, war groß, als sie drei Adler sahen, die sich an dem Tiere bereits gütlich taten. In gemessener Entfernung lauerten zwei Füchse und etliche Aasraben auf den Moment in welchem die Adler vollgefressen das Weite suchten.[.........]".

Detailgetreu wird damals weiter berichtet: "Das Sporthotel Trettach ist seit sonntags abends ohne Kapelle, da Kapellmeister Professor Rosé zu Folge Differenzen mit einem Mitwirkenden der Kapelle und einem Kellner seine Tätigkeit niederlegte [.......]." Drei Tage später erscheint nicht nur eine Gegendarstellung des Herrn, sondern auch gleich ein Werbe-Inserat seiner Konzerte, jetzt spielt er im "Hotel Mohren" und das Trettachhotel? Das hatte schon eine neue Kapelle. Die große Zeit der Arbeitslosigkeit brachte es mit sich, dass ein Musikprofessor im hintersten Winkel Deutschlands das Tanz-Qintett eines kleinen Hotels leitete und dass in wenigen Stunden Ersatz zur Verfügung stand.

"Stand der Erwerbslosen im Bezirk Sonthofen am 8. Januar 1927, insgesamt 847.“
Oberstdorf 130, Immenstadt 158, Sonthofen 136, Schöllang 31, Fischen 18, Obermaiselstein 4.
Diese Statistik erschien jeden Monat. Tiefenbach ist als einzige Gemeinde im Bezirk nicht aufgeführt. Es scheint als habe es dort keine Arbeitslosen gegeben.

Der Skilauf wird immer mehr zum Motor der Wintersaison. Oberstdorfs Skisprung-Star Franz Thannheimer siegt mit Weiten von 40, 42 und 47 Metern beim Allgäuer Jugend-Skitag in Oberstaufen und erringt den "Pokal für den besten Allgäuer, den Polkal für den besten Springer des Tages und ein silbernes Zigarettenetui für den weitesten gestanden Sprung des Tages". Ein solch wertvoller Preis brachte damals einen Sportler schon in Gefahr den Amateurstatus zu verlieren.

Der Freude am abendlichen Vergnügen der "Fremden" trägt der Marktgemeinderat Oberstdorf auch dahingehend Rechnung, dass die erst ein Jahr alte Sperrstunden-Festsetzung (24.00 Uhr) aufgehoben und auf 01.00 Uhr verlegt wird. Ein Spielchen das sich mit pro und contra, teils mit andern Uhrzeiten, bis in die heutigen Tage immer und immer wieder fortsetzt.

Aus der "Amtlichen Fremdenliste", die in jeder Ausgabe beinhaltet war, sind Name, Beruf, Begleitung, Wohnort sowie die Unterkunft des Gastes in Oberstdorf zu ersehen. Die Gäste waren damals stolz, daß ihr Name veröffentlicht wurde und kauften diese Listen.
Wir lesen auch, dass sich am 10.01.1927 insgesamt 37 "Fremde" angemeldet haben. Besonders fällt dabei auf, daß nur vier davon privat wohnten und alle andern in Hotels, Pensionen oder Kuranstalten. Ach, wird derzeit nicht nach der höheren Wohnqualität gesucht?

Bild
Der "Gesellschaftswagen" des Oberstdorfer Unternehmers Emil Fischer bei einer Fahrt nach Garmisch-Partenkirchen. Links am Wagen (mit Stock) der Kaufmann Georg Fischer, der Bruder des Emil, der gelegentlich als Reisebegeleiter mitfuhr.

Beschädigung von Schneezeichen kein Kavaliersdelikt

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 03.01.2017
Mutwillige Beschädigungen von Schneezeichen verursachen dem Markt Oberstdorf jährlich Kosten. Für Anschaffung und Aufstellung muss pro Schneezeichen mit rund 15 bis 20 Euro gerechnet werden.

Die kurz vor dem Winter aufgestellten farbigen Holzstangen sind Teil der Straßenausstattung, die den Verlauf der Straßen und Wege bei hoher Schneedecke markieren. Werden die Schneezeichen herausgerissen oder beschädigt, gefährdet der Verursacher die Verkehrssicherheit und begeht damit eine Straftat. Die Polizei wird in nächster Zeit ein besonderes Augenmerk auf auffällige Bereiche richten.

Viehmarkt auf dem Lindenacker um 1910. In der Bildmitte

Lindenacker – Kurpark

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 27.12.2016
Heute würde man den früheren „Lindenacker“ südlich der katholischen Pfarrkirche als Streuobstwiese bezeichnen, berichtet Archivar Eugen Thomma.

Ob dort wirklich die namensgebende Gerichtslinde stand, unter der das Dorfgericht getagt hat, weiß man nicht mit Sicherheit. Dass aber auf dem Lindenacker jährlich Märkte stattfanden, bei dem so manches Rind und mancher Ochse den Besitzer wechselten, ist belegt.

Als Oberstdorf sich zum Beginn des 20. Jahrhunderts gewaltig nach Süden ausdehnte, wurde dieser zentrale Platz als Standort einer dringend notwendigen Kureinrichtungen – eines Kurplatzes und eines Kurhauses – interessant. Angesparte Gelder wurden 1922 geschickt beim Kauf des Grundes angelegt, gerade noch vor der Entwertung durch die Inflation. Der Grundstein für den Kurpark war gelegt.

Die folgenden Jahre galten der Gestaltung des Platzes, auf dem ursprünglich der Bau des Kurhauses geplant war. Weil der Sitzungssaal des Rathauses, der den Gästen als Lesesaal diente, 1924 zum Schulsaal der privaten Realschule wurde, entstand 1925 im Kurpark ein schmuckes Holzhäuschen, das als Lesehalle diente.

Die gelegentlich auf dem Marktplatz abgehaltenen Standkonzerte – anfänglich von Militörkapellen, dann von der Musikkapelle Oberstdorf – konnten nun am neuen Kurplatz stattfinden. In dem 1927 von Zimmermeister Hans Haneberg erbauten runden Pavillon bot die Musikkapelle Oberstdorf künftig in der Sommersaison täglich ein Konzert. Das Repertoire der Musiker war so umfangreich, dass erst nach vier Wochen ein Musikstück wiederholt wurde.

Im Jahr 1933 verbot die Regierung das Konzertieren von Amateuren während Berufsmusiker arbeitslos waren. Im Rahmen der „Arbeitsschlacht“, wie diese Maßnahme pathetisch genannt wurde, hatte die Gemeinde ein Orchester von Berufsmusikern einzustellen. Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, aber auch noch im Rahmen der Arbeitsschlacht, entstand 1936 / 1937 an der Westseite des Kurparks die Wandelhalle. Dort konnten die flanierenden Gäste auch bei Regen dem Kurkonzert lauschen.

Gab die Kurkapelle unter Leitung von Josef Scharrer im Sommer 1942 noch 150 Konzerte, wurden im August 1943 die letzten Musiker zur Wehrmacht einberufen. Die Öffnungen der Wandelhall nach Süden wurden mit Bretterwänden zugenagelt. Dahinter entstand ein Lagerplatz für Möbel von nach Oberstdorf evakuierten Familien aus bombenbedrohten Städten. Bis Anfang der 1950er Jahre dauerte dieser Zustand an.

Ende der 1940er Jahre behalf sich die Kurverwaltung mit Schallplattenkonzerten. Nur mit Hilfe von auswärts konnte 1950 die Musikkapelle die Lücken in den eigenen Reihen, die der Krieg geschlagen hatte, schließen und wieder Konzerte veranstalten.
Wohl mehr als tausend Menschen waren es, die nach der langen musiklosen Zeit im Park den Sonntagskonzerten lauschten.
Oberstdorf entsprach dem Wunsch der Gäste nach mehr Musik. Eine Kurkapelle mit zwölf Musikern unterhielt künftig vormittags das dankbare Publikum. Die Musikkapelle gab ein Sonntagskonzert und überbrückte die freien Tage des Orchesters. Dies geschah alles im neuen Pavillon.
Die Zeit elte und das auch im Kurpark. Zusammen mit der Generalsanierung des Kurhauses erfuhr auch der Kurpark eine Erneuerung, die den Gästen den Aufenthalt auf dem ehemaligen Lindenacker noch angenehmer gestalten sollte.

Das Holzhäuschen, das als Lesehalle diente, wurde später abgebrochen und im Schulhof der Grundschule als Kindergarten wieder aufgebaut. Später war darin die Musikschule unterbracht. 2010 musste das Häuschen dann endgültig weichen.

Bild 1 Viehmarkt auf dem Lindenacker um 1910. In der Bildmitte
der Pfarrhof

Bild 2 Der Kurpark 1928: Links die Lesehalle, in der Mitte das
Lichtspielhaus und rechts der Musikpavillon

Heini Klopfer 1950

Pioniere des Skisprungs

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 05.10.2016
Erinnerungen von Archivar Eugen Thomma an Bruno Biehler, Heini Klopfer, Toni Brutscher und Sepp Weiler

Anläßlich des Grüntentages am 11. September berichtete die Tagespresse auch über das Jägerdenkmal auf dem "Wächter des Allgäus" und über dessen Planer.

Es jährte sich heuer zum 50. Mal der Todestag des Architekten Bruno Biehler. Biehler, selbst Leutnant im 3. Jägerregiment, entwarf dieses Mahnmal zum Gedenken an seine im Ersten Weltkrieg gefallenen rund 3.000 Regimentskameraden.
Bereits während des Krieges hatte er die Planung für den Soldatenfriedhof von Macarlau im Vasertal der Karpathen geschaffen, bei dessen Anlage der Oberstdorfer Holzbildhauer Wilhelm Math und der Hindelanger Kunstmaler Hermann Grosselfinger tätig waren.

Mich hat die Person des Architekten schon als junger Bursche fasziniert. Unsere Generation, die doch kaum Möglichkeit hatte ins Ausland zu kommen, konnte nur staunen, wenn man über Bühlers Reisen las. Indien, Ceylon, Java, China waren Ziele von ihm gewesen. Der Bericht über die Winterbesteigung des Fujiyama in Japan und seine Rückreise mit der Transsibirischen Eisenbahn im Mai 1914 fesselten mich.

Der Skipionier Bruno Biehler war auch in Oberstdorf kein Unbekannter. Bei den ersten Allgäuer Skimeisterschaften errang er auf der 1909 erbauten Haldenschanze mit einem Sprung auf 21 1/2 Metern den Titel des Allgäuer Meisters. Er war in der Nordischen Kombination der härteste Konkurrent des Eugen Heimhuber, der da für den Skiklub Oberstdorf den Titel sicherte.
Das Heimhuber-Foto von Biehlers Meistersprung an der Haldenschanze zeigt auch noch den damaligen Sprungstil, der ein möglichst aufrechtes Stehen verlangte.

Die Postkarte mit den Prinzregenten-Marken konnte ich vor etwa 30 Jahren von einem Franzosen erwerben. Sie ist in Esperanto geschrieben. Interessant ist dabei auf der Bildseite das Datum des Sprunges, der 2.Februar 1910.
Genau 40 Jahre später am 2.Februar 1950 gingen der Planer der Skiflugschanze Heini Klopfer und seine Kameraden Toni Brutscher und Sepp Weiler über diesen Bakken.
Wenige Tage später setzte der Österreicher Willi Gantschnigg dort mit 124 Metern eine neue Weltrekord-Marke. Ja, was für eine Steigerung hier am Ort in 40 Jahren!
Nach weiteren 65 Jahren liegt die Höchstweite bei 225 Meter, also Bruno Biehlers Weite um mehr als 200 Meter übertroffen.
Und wie weit wird es gehen auf der derzeit umgebauten Heini-Klopfer-Schanze?

Verkehrssicherheit: Überhängenden Bewuchs an Straßen und Wegen entfernen

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 04.10.2016
Durch überhängende Äste und Sträucher wird der Verkehr auf Gehsteigen und Fahrbahnen behindert. Gerade Gehsteige sind durch herausragende Sträucher häufig fast nicht passierbar. Gleiches gilt für Straßen ohne Gehsteig, bei denen Sträucher oder Äste Sicht behindernd in die Fahrbahn ragen.

Ebenso tragen nur gut sichtbare Verkehrszeichen zur Verkehrssicherheit bei.

Der Markt Oberstdorf als Straßenbaubehörde hat für die Sicherheit auf öffentlichen Straßen zu sorgen und die Beseitigung von evtl. Gefahren zu veranlassen.
Grundstückseigentümer und Bürger des Marktes Oberstdorf werden daher dringend gebeten, den überhängenden Bewuchses vor dem Wintereinbruch zu beseitigen und dafür zu sorgen, dass Verkehrszeichen gut sichtbar sind. Abgesehen von der Unzulässigkeit können Grundstückseigentümer zum Kostenersatz bei evtl. Schadensereignissen herangezogen werden.

Kontakt zum Marktgemeinderat

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 27.09.2016
Ab sofort haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit allen Marktgemeinderatsmitgliedern direkt und zeitgleich eine Mitteilung zukommen zu lassen.

Auf der Homepage www.markt-oberstdorf.de/politik/gemeinderat ist dafür ein entsprechendes Formular eingestellt. Dateien können mitgeschickt werden.

Dieses Portal ist nicht der offizielle Posteingang des Marktes Oberstdorf.
Die Kontakte zu den Mitarbeitern finden Sie auf der Homepage www.markt-oberstdorf.de.

Geschichte des Marktes Oberstdorf

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 31.08.2016
Band 1 bis 5 der Geschichte des Marktes Oberstdorf sind im örtlichen Buchhandel, im Oberstdorf Lädele, in der OBERSTDORF BIBLIOTHEK und beim Markt Oberstdorf erhältlich.

Grillen in freier Natur

Oberstdorfer Wappen Markt Oberstdorf
am 02.06.2016
Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz (BayNatSchG) darf grundsätzlich jeder zum Genuss der Naturschönheiten und zur Erholung alle Teile der freien Natur ohne behördliche Genehmigung und ohne Zustimmung des Grundeigentümers oder sonstigen Berechtigten unentgeltlich betreten.

Darf man überall draußen in der Natur picknicken und grillen?
Dieses so genannte Betretungsrecht gilt jedoch nur für Freizeitgestaltung und Sportausübung, die dem Naturgenuss und der Erholung dienen. Das Entzünden und Betreiben offener Feuer zum Grillen oder als Lagerfeuer in der freien Natur ist mehr als nur ein „normales Betreten“ und wird daher nicht vom Betretungsrecht gedeckt. Dafür ist stets die Zustimmung des Grundstücksberechtigten - für das Sammeln von Brennholz im Wald auch die Zustimmung des Waldbesitzers - erforderlich.

Das Entzünden und Betreiben offener Feuer ist in Natur-, Wild- und Landschaftsschutzgebieten grundsätzlich verboten. Die Schutzgebiete sind in der Regel beschildert. Alle Seitentäler südlich von Oberstdorf liegen jeweils in einem Landschaftsschutzgebiet, damit ist das Grillen in diesen Bereichen nicht erlaubt.
Wer gegen die naturschutz-, forst-, jagd-, wasser-, abfallrechtlichen oder Brandschutzbestimmungen oder die Anzeigepflicht bei Veranstaltungen verstößt, handelt ordnungswidrig und kann mit Geldbuße belegt werden.

Auch beim erlaubten Feuermachen sollte die allgemeine Verpflichtung zum Schutz der Natur beachtet werden (§ 1 BNatSchG). Verhalten Sie sich stets so, dass die Lebensgrundlagen für wild wachsende Pflanzen und wild lebende Tiere soweit wie möglich erhalten, nicht mehr als unvermeidbar beeinträchtigt und gegebenenfalls wieder hergestellt werden.

  • Machen Sie keinen unnötigen Lärm.
  • Wählen Sie den Platz für eine Feuerstelle so, dass keine Brandgefahr für die Umgebung entstehen kann, mindestens 100 Meter von einem Wald und leicht entzündlichen Stoffen entfernt. Und mindestens fünf Meter von Gebäuden aus brennbaren Stoffen, vom Dachvorsprung ab gemessen mindestens fünf Meter von sonstigen brennbaren Stoffen. Suchen Sie möglichst einen Platz in der Nähe eines Gewässers, um Wasser zum Feuerlöschen zu haben.
  • Verwenden Sie als Brennstoff für das Grillfeuer nur Grillkohle, für Lagerfeuer nur trockenes Holz. Altöle, Altreifen oder Kunststoffe etc. dürfen keinesfalls verwendet werden.
  • Halten Sie das Feuer ständig unter Aufsicht. Löschen Sie es bei starkem Wind. Wenn Sie das Feuer verlassen, müssen Feuer und Glut ganz erloschen sein.
  • Wenn Sie den Platz endgültig verlassen, stellen Sie so weit wie möglich den Zustand her, wie er sein sollte.
  • Lassen Sie keine Abfälle, auch kein Brennmaterial, zurück. Seien Sie sich als echter Naturfreund nicht zu schade, auch einmal liegen gebliebenen Müll anderer zum nächsten Abfallbehälter mitzunehmen.

Jeder Einzelne von uns muss schonend mit Natur und Landschaft umgehen, damit wir und unsere Nachkommen auch in Zukunft darin Lebensgrundlage und Erholung finden können!

Öffentliche Grillplätze
Öffentliche Grillplätze gibt es in Altusried, Balderschwang, Betzigau, Immenstadt, Obermaiselstein, Oy-Mittelberg, Sonthofen, Weitnau und Wertach. In Oberstdorf ist kein Grillplatz ausgewiesen.