Erneuerung Wasserleitungsnetz Oberstdorf

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Tiefbauarbeiten im Rahmen der Erneuerung des Wasserleitungsnetzes in Oberstdorf.

Die Wasserversorgung Oberstdorf GmbH (WVO) ist Ihr kompetenter Partner rund um das Thema Trinkwasser. Die Hauptaufgaben des modernen und serviceorientierten Trinkwasser-Versorgungsunternehmens bestehen in der Gewinnung, Speicherung von frischem Wasser höchster Qualität und der Verteilung in Oberstdorf mit den Ortsteilen Kornau, Tiefenbach und Schöllang sowie Teilbereiche im Oytal und Trettachtal. Ohne weitere Aufbereitung kommt das Trinkwasser direkt aus fünf Tiefbrunnen im Gewinnungsgebiet Christlessee. Weiterhin sorgt die Wasserversorgung Oberstdorf für die Errichtung und Unterhaltung der erforderlichen technischen Anlagen und Einrichtungen.

Häufig gestellte Fragen

Kein Plan? Warum geht es so langsam? Faule Bagage!

Solche und weitere Aussagen, auch Beschimpfungen, Diskussionen und Beschwerden belasten unsere Mitarbeiter und sorgen für zusätzlichen Arbeitsaufwand bei den Verantwortlichen.
Hier wird übersehen, dass ein sehr hoher Organisations- und Planungsaufwand hinter einer Maßnahme steht und den Monteuren hohes Engagement abverlangt wird.

Warum wird aufgegraben?

Die Wasserversorgung Oberstdorf arbeitet intensiv daran, das Wasserleitungsnetz den heutigen Anforderungen anzupassen. Daher ist ein Leitungsaustausch - verbunden mit Tiefbauarbeiten - unumgänglich. Häufig ist die WVO selbst der Maßnahmenträger und stimmt sich dann mit den anderen Sparten wie Strom, Telekom, Breitband, Gas, usw. ab. Ziel ist es, soviel Sparten wie möglich in einem Schritt mit zu erneuern.

Warum ausgerechnet in der Saison?

Tiefbauarbeiten können nur in der frostfreien Zeit durchgeführt werden. Es ist in den Wintermonaten nicht möglich Verfüllmaterial und Asphalt bei Minustemperaturen einzubauen. Sand und Kies können nicht richtig verdichtet werden, Setzungen sind die Folge.
Erfahrungsgemäß sind Tiefbauarbeiten von April (Weißer Sonntag) bis Mitte November (je nach Wetterlage) möglich. In diesen rund sieben Monaten müssen die erforderlichen Aufgaben erledigt werden.

Warum wird gerade bei uns gebaut und nicht erst wo anders?

Bei der Terminplanung sind viele Faktoren zu berücksichtigen, wie andere Baustellen, bestehende Umleitungsstrecken, Rettungswege, Verfügbarkeit von beauftragten Tiefbaufirmen, Geschäfte, Vermieter, Haupt- und Nebensaison, Terminierung mit anderen Spartenträgern etc.

Stehen die Monteure nur herum?

Werden PE-Leitungen verlegt, werden sie in einem speziellen Schweißverfahren verbunden. Bei jeder Schweißung wird das Material soweit erhitzt, das sich die Rohrstücke und Formteile unlösbar miteinander verbinden. Nach dem Schweißen müssen die Verbindungen abkühlen. Je nach Rohrdurchmesser kann das bis zu 45 Minuten pro Schweißung dauern. In dieser Zeit darf das Rohr nicht bewegt oder erschüttert werden. Es ist notwendig, dass ein Monteur die Abkühlzeit überwacht.

Immer wieder Löcher auf, Löcher zu?

In der Regel werden die Leitungen erneuert. Die bestehenden Leitungen müssen solange aufrecht erhalten bleiben, bis die neuen in Betrieb genommen werden können. Folgende Vorgehensweise ist dafür nötig:
• Die zu erneuernde Versorgungsleitung wird auf einer Seite vom Leitungsnetz getrennt.
Dies ist der Anschlusspunkt für die neue Versorgungsleitung.
• Die neue Versorgungsleitung wird verlegt. An deren Ende wird ein Spülstück für die Wasserprobe sowie die Druckprüfung eingebaut.
• Die Versorgungsleitung wird eingesandet und der Graben muss wieder verfüllt werden.
• Die Leitung wird gespült und es wird eine Wasserprobe zur Untersuchung in ein Labor
gegeben. Bei einwandfreiem Laborergebnis (nach ca. drei Tagen) kann mit der
Erneuerung der Hausanschlussleitungen begonnen werden.
• Die Hausanschlussleitung beginnt mit einem Schieber an der Versorgungsleitung und
endet mit der Wasserzähleinrichtung. Oftmals sind kleinere Umbaumaßnahmen an der
Hausinstallation notwendig um die Wasserzählanlage wieder an den Bestand
anzuschließen. Nicht selten sind die Hausanschlussleitungen überbaut und können nur
mit erhöhtem Aufwand erneuert werden. Ausgebaute Keller und verkleidete
Zähleinrichtungen erschweren ebenfalls das Vorgehen.
• Ist die Anschlussleitung erneuert, muss die alte Hausanschlussleitung zurückgebaut
werden. Hierzu ist es notwendig die alte Leitung an der alten Versorgungsleitung zu
trennen. Dies erfordert eine erneute Aufgrabung.
• Dieses Vorgehen wiederholt sich bei fast jedem zu erneuerndem Hausanschluss.
• Sind weitere Spartenträger beteiligt, wiederholt sich das Prozedere in ähnlichem
Umfang.

Umleitungen durch Wohngebiete?

Gemeinsam mit dem Ordnungsamt werden entsprechende Umleitungsstrecken bestimmt und entsprechend ausgeschildert. Dabei führen die Umleitungen in der Regel über die Hauptverkehrswege. Ortskundige nutzen jedoch die Abkürzungen durch die Wohngebiete. Dieses Verhalten lässt sich leider nicht verhindern, auch wenn es für Unmut bei den betroffenen Anwohner sorgt.

Warum Vollsperrungen?

Vollsperrungen sind dann notwendig, wenn der Verkehr nicht mehr gefahrlos an der Baustelle vorbeifahren kann.
Für die Tiefbauarbeiten muss ein gewisser Arbeitsbereich freigehalten werden. Das dient zum Schutz der Arbeiter und beinhaltet den notwendigen Arbeitsraum für die Maschinen und Baufahrzeuge (z.B. Schwenkbereich eines Baggers).
Es gestaltet sich häufig schwierig, alle diese Vorschriften einzuhalten. Denn es ist der Wasserversorgung Oberstdorf ein Anliegen, die Einschränkungen für Anwohner und Gäste so gering wie möglich zu halten, z. B. bei der Anfahrbarkeit der Grundstücke. Gewisse Behinderungen oder Einschränkungen lassen sich bei einer Tiefbaumaßnahme jedoch nicht verhindern.

Die Bürgerinnen und Bürger nehmen es als selbstverständlich wahr, dass das Wasser in bester Qualität, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, zur Verfügung steht.
Und das ist auch der Anspruch der Wasserversorung Oberstdorf an sich selbst, darum:
• Versorgungsunterbrechungen werden so kurz wie möglich gehalten
• Einen Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr besetzt
• Im Störfall werden die Mitarbeiter auch außerhalb der Arbeitszeit (nachts, an
Wochenenden und Feiertagen) zu Einsätzen herangezogen.

Kontakt

Wasserversorgung Oberstdorf GmbH
Nebelhornstraße 51-53
87561 Oberstdorf
Tel.: 08322 911-0
Fax: 08322 911-198
Email: info@wasserversorgung-oberstdorf.de

Störmeldestelle, Notfallnummer

Im Störungsfall erreichen Sie die WVO unter
Tel. 0163 3191114 täglich rund um die Uhr.