Bauprogramm zu den FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu

Zum Ende hin wird´s noch mal sportlich +++ Zeitplan konnte bisher eingehalten werden.

Dank einer guten Bauplanung und einem vorbildlichen Hand-in-Hand der beteiligten Gewerke konnte der Zeitplan für die Baumaßnahmen in der Audi Arena und im Langlaufzentrum bisher eingehalten werden. Auch kostenseitig bleiben die Arbeiten zum jetzigen Stand voll im Budget. Damit die Anlagen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb sowie für die Testläufe in der Wintersaison freigegeben werden können, sind bis zum Wintereinbruch jedoch noch viele Arbeiten nötig. Während ein Großteil der Rohbaukörper in beiden Sportstadien fertiggestellt ist, gilt es nun, die Innenausstattung der Gebäude samt Elektrik, EDV, Sanitärinstallationen, Heizung und Klimatisierung zu installieren. Bei diesen Arbeiten werden besonders viele Gewerke parallel arbeiten, wozu eine entsprechend gute Abstimmung und ein präzises Timing nötig sind.

Im Langlaufzentrum stehen bereits das neue Funktionsgebäude und die Trainingskalthalle. In beiden Gebäuden hat der Innenausbau bereits begonnen. Für die neue Maschinenhalle wird aktuell das Fundament gegossen. Das neue Stadionlayout ist bereits jetzt gut zu erkennen. Der neue Schneiteich samt Pumpstation und Entnahmebauwerk an der Stillach ist fertig und es werden aktuell die Anlagentechnik und die Verrohrung installiert. Am Egli-Hügel sind bereits die meisten Arbeiten zur Loipenanpassung abgeschlossen.

Auch im Skisprungstadion wird derzeit mit Hochdruck an allen Anlagenteilen gearbeitet. Während das dreiteilige Gebäude für den neuen Athletenbereich von Tag zu Tag mehr Form annimmt und bereits gut zu erkennen ist, werden parallel die Fundamente für die neuen Kleinschanzen und für den Schrägaufzug erstellt. Auch haben die Betonarbeiten für die neue, zusätzliche Pumpstation begonnen. Die Aufsprunghänge für die neuen Schanzen werden derzeit modelliert und an der HS 137 unter anderem die Stufenerweiterung vorbereitet. Ein Großteil der Tribünenfläche ist neu beschichtet und damit die Betonoberfläche wieder hergestellt. In der Audi Arena gestalten sich die Arbeiten angesichts der vielen beteiligten Gewerke und beengten Platzverhältnisse besonders herausfordernd.

Im Gegensatz zu vielen anderen kommunalen Bauprojekten in Deutschland, bei denen die Kosten zum Teil während der Bauphase exorbitant steigen, blieb man im Rahmen der Baumaßnahmen zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu bisher voll im Budget. Das Gesamtvolumen von 39,3 Mio. Euro teilt sich auf 14,1 Mio. Euro für die Skisprunganlagen und auf 25,2 Mio. Euro für das Langlaufzentrum auf. Der Markt Oberstdorf beteiligt sich mit 4 Mio. Euro an den Gesamtkosten.
Eine besondere Aufgabe wird in diesem Zusammenhang der Projektleitung zuteil. Projektleiter Florian Speigl sowie die beauftragte Projektsteuerung koordinieren und überwachen den Fortschritt des Gesamtprojekts unter Wahrung des Zeit- und Kostenrahmens. Dies ist bei einem Projekt dieser Größenordnung eine echte Mammutaufgabe, denn schon kleine Verzögerungen – sei es aufgrund von ungünstigen Wetterbedingungen oder sonstigen unvorhersehbaren Ereignissen auf der Baustelle – können schnell große Auswirkungen haben.

„Die Projektsteuerung ist ein laufender Prozess und erfordert eine permanente Überwachung des Vorhabens sowie regelmäßige Eingriffe in den Ablauf“, erklärt Speigl und ergänzt: „Da viele Arbeiten im Gelände stattfinden, sind beide Baustellen stark wetterabhängig. Es ist vor allem der Motivation aller Beteiligter, den Sportlern rechtzeitig moderne und nachhaltige Sportstätten übergeben zu können, zu verdanken, dass bisher alles nach Plan verläuft. Ich möchte mich an dieser Stelle schon mal herzlich bei allen Involvierten für die professionelle Zusammenarbeit bedanken. Wir hoffen nun auf ein gutes Herbstwetter, das uns hilft, die gesteckten Ziele zu erreichen. Die Sportstätten werden soweit fertig werden, dass die Testwettbewerbe stattfinden können. Die Herausforderung ist, die technisch komplexen Anlagen ohne größere Fehler oder Störungen in Betrieb zu nehmen. Der Praxistest im kommenden Winter wird dann zeigen, ob alle Bauten und Einrichtungen auch genau so funktionieren, wie dies in den Planungen überlegt worden ist und ob die Sportler und Betreuer mit der Modernisierung der Anlagen zufrieden sind.“

Neben dem Schrägaufzug für die Sportler in der Audi Arena werden auch die Außenanlagen an beiden Sportstadien samt Grünflächen und Straßen sowie Restarbeiten an der neuen Maschinenhalle und einer Loipenbrücke im Ried erst im Frühjahr, bzw. im Frühsommer fertiggestellt. Gleiches gilt für den ambitionierten und vom beauftragten Landschaftsarchitekten koordinierten „Waldumbau zu einem Bergmischwald“ mit umfangreichen Aufforstungsarbeiten als Ausgleichsmaßnahme für die Eingriffe in die Landschaft.

Die Baumaßnahmen an den Schanzen sowie im Langlaufzentrum steigern nicht nur die Qualität der Sportanlagen für Wettkämpfe und vor allem für den Trainingsbetrieb, sondern schaffen auch die Grundlage für Nachfolgeinvestitionen. Ein positives Investitionsklima animiert Investoren dazu, sich auch in Zukunft in Oberstdorf und der Region zu engagieren. Aktuelle Beispiele hierfür sind die neue Sportalp in der Audi Arena oder das Engagement neuer Investoren am Söllereck.

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ARBEITEN IM SKISPRUNGSTADION VOLL IM PLAN
Viele Verbesserungen für den Sport und für die Besucher der Schanze

In der Audi Arena liefen die Bauarbeiten in den vergangenen Wochen auf Hochtouren. Mittlerweile sind die Rohbauten für den neuen Athletenbereich und die erweiterte Pumpstation in vollem Gange. Die Unterführung zum Schrägaufzug ist inzwischen fertiggestellt. Aktuell werden die Fundamente für den Neubau der beiden Kleinschanzen HS 25 und HS 42 sowie für das neue Windnetzsystem an der Großschanze erstellt.

Die Neuerungen haben viele positive Auswirkungen auf den Leistungssport und
damit auch für Oberstdorf und seine Bürger.

Trotz des wechselhaften Wetters der vergangenen Wochen gingen die Bauarbeiten an den Skisprunganlagen planmäßig voran. Nach umfangreichen Hangsicherungsmaßnahmen im Bereich der Kleinschanzen wird nun mit dem Neubau der HS 25 und HS 42 begonnen. Ein Neubau beider Schanzen war nötig geworden, da die Holzkonstruktionen durchgängig marode waren. Beide Kleinschanzen werden nun das gleiche Profil wie die anderen Schanzen erhalten, sodass erstmals in der Geschichte der Anlage alle Schanzen die gleiche Grund-Geometrie haben werden. Das ermöglicht einen reibungslosen Umstieg für den Springer-Nachwuchs auf größere Schanzen und damit bessere sportliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Auch der neue Athletenbereich neben den Schanzentürmen ist bereits gut zu erkennen. Der Athletenbereich wird zukünftig neben beheizbaren Wachs- und Lagerräumen sowie Sanitärbereichen auch anforderungsbasiert abtrennbare Aufenthalts- und Aufwärmbereiche für die Athleten bieten. Damit werden sich die Bedingungen für Athleten, Trainer und das Servicepersonal im Vergleich zur bisherigen Situation mit temporären Behelfsbauten massiv verbessern.

Da alle fünf Schanzen den gleichen Auslaufbereich nutzen und häufig auf mehreren Anlagen gleichzeitig trainiert wird, kam es hier in der Vergangenheit immer wieder zu heiklen Situationen. Denn nach ihren Sprüngen von den Kleinschanzen galt es für den Springer-Nachwuchs, den Auslaufbereich der Großschanzen zu kreuzen, um zum Schrägaufzug zu gelangen. Erstmals wird die Anlage deshalb eine Unterführung erhalten, durch die die Athleten gefahrlos zum Schrägaufzug gelangen können.
Sicherheitstechnisch wird auch das neue Windnetz den sportlichen Betrieb maßgeblich optimieren.

Bisher wurde ein Windnetz nur zur Vierschanzentournee temporär errichtet. Zukünftig wird ein festinstalliertes Windnetz für mehr Sicherheit und gleichbleibende Windbedingungen auch im Trainingsbetrieb sorgen, welches bei Bedarf ausgefahren werden kann.

Um die Trainingsausfallzeiten in der Übergangszeit von Sommer- auf Winterbetrieb möglichst kurz zu halten, muss auch die Beschneiungsanlage angepasst werden. Eine zusätzliche Pumpstation und ein unterirdisches Wasserbecken als Pufferspeicher werden die Schneeproduktion zukünftig absichern.

Mit den neuen Kleinschanzen, den neuen Banden an den Aufsprunghängen und dem neuen, architektonisch interessanten Athletenbereich wird sich das Gesicht der neuen Audi Arena spürbar verändern und die gesamte Anlage ein modernes Erscheinungsbild erhalten. Der Athletenbereich und der neue Schrägaufzug werden barrierefrei zugänglich sein, was auch bei Veranstaltungen und für den Tourismus Verbesserungen bedeutet.

All diese Maßnahmen haben zum Ziel, den seit 2005 veränderten sportlichen Anforderungen gerecht zu werden, um den Status eines Bundesstützpunktes Ski nordisch beizubehalten und weiterhin Austragungsort der Vierschanzentournee bleiben zu können. Dadurch wird nicht nur die Springertradition in Oberstdorf weitergeführt und für die Zukunft aufgestellt, sondern auch das internationale Image des Ortes als Wintersport-Destination gestärkt.

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OBERSTDORF UND LEISTUNGSSPORT - EINE STARKE VERBINDUNG
Baumaßnahmen an den Sportstätten kommen allen zugute

Seit vielen Jahrzehnten ist Oberstdorf eng mit dem Thema Sport verbunden. Dies gilt nicht nur für den Breiten- und Hobbysport, sondern auch für den Leistungssport. Mit mehreren Bundesstützpunkten des Wintersports und einer langen Geschichte ausgetragener Wintersportveranstaltungen auf höchstem Niveau ist Oberstdorf ein kompetenter und wichtiger Partner des Leistungssports und nicht zuletzt deshalb international bekannt. Dieser Status hat zudem einen großen Effekt auf viele Bereiche des Dorflebens – von der Infrastruktur über die Bildung bis hin zum Vereinswesen.

Oberstdorf beheimatet insgesamt fünf Bundesstützpunkte für die Wintersportarten Ski Nordisch, Ski Alpin, Ski Freestyle, Snowboard und Eiskunstlauf. Allein im Bereich Ski Nordisch leben und trainieren in Oberstdorf derzeit ein Drittel der Bundeskaderathleten. Neben Oberhof, Oberwiesenthal, Ruhpolding und Hinterzarten gilt die Gemeinde als eine der zentralen und bedeutendsten Bundesstützpunkte Ski Nordisch. Mit bis zu fünf Weltcupveranstaltungen pro Jahr ist Oberstdorf zudem der Bundestützpunkt mit den meisten internationalen Wettbewerben.

Im Nachwuchsbereich werden viele Kinder und Jugendliche innerhalb der Skiclubs durch hervorragend qualifizierte Trainer ausgebildet und an den Skisport herangeführt.

Als eine der führenden touristischen Destinationen Deutschlands ist Oberstdorf jedes Jahr Gastgeber für mehr als 500.000 Besucher aus aller Welt mit insgesamt 2,6 Millionen Übernachtungen. Die internationale Beliebtheit des südlichsten Kur- und Erholungsortes Deutschlands ist neben der einzigartigen Naturlandschaft zu einem wesentlichen Teil auch auf die Bekanntheit und das Image als gastfreundliche und vielseitige Urlaubsdestination zurückzuführen, die durch die Weltklasse-Leistungen der Oberstdorfer Sportler und die zahlreichen Weltcups und Weltmeisterschaften maßgeblich unterstützt werden.

Somit hat der Leistungssport als Marken-Botschafter einen wichtigen Anteil am Wohlstand der Oberstdorfer Bevölkerung, ist aber abgesehen davon auch noch Triebfeder für viele andere gesellschaftliche Aspekte im Ort. So stehen die Sportanlagen neben den Leistungssportlern auch der einheimischen Bevölkerung und den Gästen zur Verfügung – sei es zur sportlichen Betätigung oder als beliebte Sehenswürdigkeit.
Auch auf den Bereich Bildung hat der Leistungssport einen großen Einfluss. Nicht nur das erstklassige Skiinternat Oberstdorf, sondern auch die Einstufung des Oberstdorfer Gymnasiums als Eliteschule des Sports sind letztendlich auch auf den Status als Bundesstützpunkt zurückzuführen.

In Oberstdorf hängen viele Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit der Bedeutung des Ortes für den Leistungssport zusammen. Für die Sicherung dieser Arbeitsplätze und damit der Einkünfte vieler einheimischer Familien ist der Status als Bundesstützpunkt essentiell. In den neu entstehenden Infrastrukturen im Langlaufzentrum sowie an den Schanzen als auch im Eissportzentrum und an der Skiflugschanze sind heute rund 50 Mitarbeiter beschäftigt.

Somit trägt der Leistungssport maßgeblich zur Wertschöpfung im Ort, zum allgemeinen Wohlstand der Bürger, zur touristischen Attraktivität und zum gesellschaftlichen Leben in Oberstdorf bei.

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BESSERE ARBEITSBEDINGUNGEN IM RIED
Neue Maschinenhalle für das Langlaufzentrum Oberstdorf bietet mehr Sicherheit, Möglichkeiten und Komfort

Ende Juli beginnen im Rahmen der Baumaßnahmen zu den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu die Arbeiten für eine neue Maschinenhalle im Langlaufzentrum Ried. Die neue Halle mit direktem Zugang zu Loipennetz und Rollerbahn wird zukünftig nicht nur genügend Platz für die Loipenfahrzeuge samt Anbaugeräten und Materialien bieten, sondern auch über eine Werkstatt, eine Tankstelle, einen Waschplatz sowie über beheizte Bereitschaftsräume für die Mitarbeiter verfügen.
Damit verbessern sich die Arbeitsbedingungen für das Personal sowie die Möglichkeiten für Wartung und Instandhaltung der Geräte maßgeblich.

Im Vergleich zu dem Standard der neuen Halle bot der bisherige Walzenstadel keine zufriedenstellenden Rahmenbedingungen für Mitarbeiter, Material und Maschinen. So konnte in der alten Garage lediglich ein Loipenfahrzeug in gerüstetem Zustand untergebracht werden. Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten waren bisher nur unter erschwerten Bedingungen möglich und konnten teilweise nur im Freien erledigt werden. Ebenso gab es keine ausgestattete Werkstatt und auch keine Bereitschaftsräume für die Mitarbeiter. Die Platzverhältnisse waren so beengt, dass benötigtes Material notdürftig in Containern gelagert werden musste.

Zudem mussten die Loipenfahrzeuge oft die Parkplatzfläche überqueren, um zu ihren Einsatzgebieten zu gelangen, was insbesondere bei Veranstaltungen problematisch war. Der neue Standort zwischen Schneiteich und Stadion bietet zukünftig einen direkten Zugang zu den Loipen sowie zur Rollerbahn und sorgt zugleich für eine räumliche Trennung der technischen Bereiche von den Trainingsstätten und Funktionsgebäuden.

Dank der neuen Maschinenhalle werden sich nicht nur die Arbeitsbedingungen und die Arbeitssicherheit vor Ort verbessern, sondern auch die gesamte Infrastruktur für die Pflege der Anlagen wird erheblich aufgewertet. So können zukünftig alle drei Loipenfahrzeuge in gerüstetem Zustand sowie alle Anbaugeräte und sonstige für die Loipenpflege und den Unterhalt der Rollerbahn benötigte Materialien und Maschinen trocken gelagert werden. Der Einbau einer Grube sowie eines Krans ermöglicht die Wartung und Instandsetzung der Pistenraupen sowie aller weiteren für den ganzjährigen Betrieb des Langlaufzentrums erforderlichen Geräte. Neben den Bereitschaftsräumen für die Mitarbeiter kann auch eine Garage beheizt werden, so dass darin etwa die Schneeerzeuger bei Bedarf aufgetaut und repariert werden können.

Hinzu kommt, dass durch die neue Halle die Kosten für Maschinen und Material aufgrund einer verlängerten Lebensdauer durch Trockenlagerung und verbesserter Wartungsmöglichkeiten gesenkt werden.

„Das Konzept der neuen Maschinenhalle und der gewählte neue Standort sind gut“, erklärt auch der Leiter der Sportstätten Hans-Peter Jokschat und fügt hinzu: „Die neue Maschinenhalle wird die Betriebsabläufe und Bedingungen für unsere Mitarbeiter deutlich verbessern und wir erhoffen uns eine bessere Effektivität und Arbeitserleichterung bei vielen Tätigkeiten. Wir freuen uns auf das neue Arbeitsumfeld.“

Insgesamt kümmern sich im Winter vier Mitarbeiter (im Sommer drei Mitarbeiter) und zwei technische Leiter um die Loipenpflege. Diese umfasst beispielsweise Arbeiten wie das Ausstecken der Loipen, die Errichtung von Zäunen, Absturzsicherungen und Beschilderungen, die Beschneiung und Präparierung der Loipen, Maschinenwartung und -Instandhaltung, Mäharbeiten, Säubern der Rollerbahn und die Unterstützung bei Veranstaltungen. Der Maschinenpark besteht aus drei Pistenraupen, einem Skidoo, einem Quad mit Nachlaufwalze, einem Unitrac-Transportfahrzeug, einem Transporter mit Anhänger, einem Traktor mit diversen Anbaugeräten, mehreren Mähern, Kleingeräten und zukünftig 30 Schneeerzeugern.

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SAISONSICHERUNG IM LANGLAUFZENTRUM DANK NEUER BESCHNEIUNGSANLAGE
DIE ARBEITEN FÜR DIE ERNEUERUNG DES BESCHNEIUNGSSYSTEMS IM RIED GEHEN ZÜGIG VORAN

Im Rahmen der Baumaßnahmen zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu wird auch das in die Jahre gekommene und für die zukünftigen Anforderungen nicht mehr ausreichende Beschneiungssystem erneuert und erweitert. Insgesamt 30 Schneeerzeuger in Kombination mit einem größeren Schneiteich und der Möglichkeit, Schnee zu übersommern, werden die Saison auf den Loipen zukünftig absichern.
Nach dem Verfüllen des alten Schneiteichs und dem Aushub des neuen Schneiteichs im Frühjahr wurde in den vergangenen Tagen bereits mit dem Abdichten des neuen Teichs begonnen, neue Zapfstellen für die Schneeerzeuger wurden errichtet und die Baugrube für die neue Pumpstation ausgehoben. Somit ist der Weg nun frei für den Bau der neuen, leistungsfähigeren Pumpstation, die zukünftig bis zu 45 statt wie bisher nur 7 Schneeerzeuger versorgen kann.
„Bei einer Stauhöhe von etwa sieben Metern wird der neue Speicherteich ca. 40.000 m³ Wasser fassen und damit die Grundbeschneiung für Trainings-Loipen und Skiflugschanze sowie einen großen Teil einer möglichen Nachbeschneiung sichern“, erläutert Projektleiter Florian Speigl und fügt hinzu: „Der alte Speicherteich fasste lediglich 12.000 m³ Wasser. Wir haben diese Dimensionierung gewählt, damit im Winter bei Niedrigwasser keine Entnahme aus der Stillach mehr erfolgen muss.“
Auch bei den Arbeiten am neuen Schneiteich wurden Umweltaspekte konsequent berücksichtigt. So wurden etwa die vereinzelten Baumfällungen bereits im Herbst – vor der Vogelbrutzeit und dem Wintereinbruch – durchgeführt.

Für die in dem Gebiet ansässige Haselmaus wurden an verschiedenen
Stellen Nistkästen aufgehängt, die von den Mäusen sehr gut angenommen wurden.

Wurden die Schneeerzeuger bei der bestehenden Anlage über in der Erde verlegte Kabel gesteuert, was aufgrund des verzweigten Leitungsnetzes häufig für Fehler im Ansteuern der Erzeuger sorgte, wird die neue Anlage mithilfe einer modernen, zuverlässigen Funk-Kommunikation computergesteuert durch einen Leitrechner hocheffizient betrieben. Um den besten Schnee bei maximaler Effizienz zu
produzieren, wird ein Wasser-, Ressourcen- und Powermanagement eingesetzt, das die Anlage optimal reguliert und überwacht. So werden Energie und Kosten gespart.

Der Marktgemeinderat hat in der Sitzung vom 18. Juni der Übersommerung von bis zu 5.000 m³ Schnee im Langlaufzentrum zugestimmt.
Beim sogenannten „Snowfarming“ wird technisch erzeugter Schnee auf ein Depot gelegt und mittels Hackschnitzel als Isolierschicht abgedeckt. Mithilfe der Maßnahme soll ein rechtzeitiger Start in die Langlaufsaison und in die Wettkampfvorbereitung auf Schnee ermöglicht werden.

Die zukünftige, hochmoderne Beschneiungsanlage gewährleistet perfekt präparierte Loipen über die gesamte Wintersaison und verbessert die Trainingsbedingungen für Athleten und Sportler maßgeblich, was letztendlich auch dem Image Oberstdorfs als schneesicherer Wintersportort zugute kommt. Somit stellt die neue Anlage für Einheimische, Gäste und Spitzensportler eine wesentliche infrastrukturelle Verbesserung dar.

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DIE BAUSTELLEN IM LANGLAUFZENTRUM RIED SOWIE AN DEN SCHANZEN VERÄNDERN DERZEIT TÄGLICH IHR GESICHT

So sportlich wie der Zeitplan für das Bauprogramm zu den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu ist, gehen auch die Arbeiten voran. Sowohl an den Sprungschanzen der Audi Arena als auch im Langlaufzentrum gilt es die Anlagen bis zum Winterbeginn fertig zu stellen.
Trotz des Hubschrauber-Unglücks von letzter Woche, welches bei allen Beteiligten für große Bestürzung gesorgt hat, und obwohl bis zur Fertigstellung noch viel zu tun ist, liegen die Arbeiten aktuell voll im Plan.

In der Audi Arena wurde bereits mit den Hangsicherungsmaßnahmen für die Athletenunterführung sowie mit dem Aushub für den neuen Athletenbereich oberhalb der Schanzenanlage begonnen. Zudem werden an der HS 137 mithilfe eines Schreitbaggers derzeit die Banden erneuert. Die neu zu errichtenden Kleinschanzen HS 25 und HS 42 wurden bereits gänzlich zurückgebaut.

Im Langlaufzentrum wurde der bestehende Schneiteich inzwischen komplett mit Kiesmaterial aus dem neu ausgehobenen Schneiteich verfüllt. Die ersten Fundamente und Stützwände für die Funktionsgebäude konnten bereits errichtet und die Ver- sowie Entsorgungsleitungen verlegt werden.
Als erste Ausgleichsmaßnahme wurden entlang der Rollerbahn im Riedwald fast 90 Wurzelstöcke nach Vorgabe der Umweltbaubegleitung verteilt. Sie bieten zukünftig vielen Tieren Unterschlupf. In speziell angelegten Teichen haben die Amphibien trotz Baumaßnahmen eine Laichmöglichkeit erhalten und diese sehr gut angenommen.

Im Zuge der Baumaßnahmen verbessern sich sowohl das touristische Angebot Oberstdorfs als auch die Bedingungen für den Nachwuchs-, Hobby- und Leistungssport im Ort maßgeblich. Während die Schanzenanlage eine beliebte Sehenswürdigkeit für die Gäste darstellt, kann das Langlaufzentrum von den Urlaubern im Winter wie im Sommer auch selbst intensiv genutzt werden. Die ehemaligen brach liegenden Kiesflächen werden zukünftig durch Schotterrasen und Grünstreifen landschaftlich attraktiver
gestaltet. Mit dem neuen, naturnah angelegten Speicherteich wird das Gelände zu einem
Naherholungsgebiet aufgewertet und kommt so den Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugute.

Die Maßnahmen stärken nicht nur die Alleinstellungsmerkmale von Oberstdorf nachhaltig, sondern sichern auch den Status eines Bundesstützpunktes Ski Nordisch sowie die Austragung der Vierschanzentournee und damit umfangreiche in diesem Zusammenhang stehende Umsätze im Ort langfristig ab.

Das Bauprogramm zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu
Auch im Bereich Beschäftigung sorgen die Maßnahmen für die Absicherung zahlreicher Arbeitsplätze im Ort, die ohne eine Aufwertung der Anlagen nicht gegeben wäre. Vereinzelt werden sogar neue Stellen geschaffen. Zudem werden nach Möglichkeit lokale Unternehmen bei Veranstaltungen mit eventbezogenen Dienstleistungen beauftragt, was ebenfalls Arbeitsplätze vor Ort sichert und die lokale Wertschöpfung steigert. Zudem ist im Zuge der umfangreichen Investitionen mit einer allgemeinen Verbesserung des Investitionsklimas in der lokalen und regionalen Privatwirtschaft zu rechnen. Erste Positivbeispiele hierfür sind die Modernisierung der „Sportalp“ an den Schanzen oder auch die neu gewonnenen privatwirtschaftlichen Investoren für die weitere Modernisierung der Oberstdorfer Bergbahnen.

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MATERIALTRANSPORTE RUND UM DIE AUDI-ARENA

Ab dem 29. April beginnt im Rahmen der Baumaßnahmen zu den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu in der Audi Arena ein Hubschrauber-Transport von Beton-Elementen an den Aufsprunghang der Großschanzen. Zudem wird in den kommenden drei Wochen Aushubmaterial von der Schanzenanlage mit LKW zum Langlaufzentrum transportiert.

Beide Maßnahmen werden im Ort punktuell für Beeinträchtigungen durch Fluglärm und Baustellenverkehr sorgen.

Der Hubschrauber-Transport der Beton-Elemente, die für die Bandenkonstruktion der Großschanzen benötigt werden, wird voraussichtlich bis Ende Juni abgeschlossen sein, wobei nie ganztägig, sondern nur etwa eine Stunde pro Tag tatsächlich geflogen wird. Dabei wird die Baustelle vom Schanzenturm her bedient, um die Immissionen so gering wie möglich zu halten. Der Hubschrauber wird hierzu auf der Freifläche hinter den Anlaufbauwerken starten, landen und auch aufgetankt. Die Elemente können nur per Hubschrauber an den Aufsprunghang geflogen werden, da dieser Bereich nicht mit einem Baukran erreicht werden kann.
Bis zum Ende der Baumaßnahmen sind weitere vereinzelte Hubschraubereinsätze möglich.

Um im Bereich der Audi Arena Platz für die neuen Schanzenbauwerke, den neuen Athletenbereich und für den neuen Schrägaufzug zu schaffen, muss hier in der nächsten Zeit eine Menge Erde bewegt werden. Das Aushubmaterial wird dabei zum Streckenbau und in den Außenanlagen des Langlaufzentrums genutzt. Der Transport des Aushubmaterials erfolgt zur Aufbereitung in das Kieswerk Ziegelbach und wird später von dort ins Langlaufzentrum verbracht. Ab kommender Woche beginnt der Transport und wird etwa drei Wochen in Anspruch nehmen. Somit ist in den kommenden Tagen mit verstärktem LKW Verkehr im Ort zu rechnen.

Die für die Baumaßnahmen Verantwortlichen betonen in diesem Zusammenhang, dass sie planerisch alles tun werden, um die Beeinträchtigungen für Bürger und Gäste so gering wie nur möglich zu halten.

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BAUBEGINN IM RIED UND AN DEN SCHANZEN
In den kommenden Monaten entsteht das Fundament für Oberstdorfs Zukunft

Am 25. März fiel – pünktlich gemäß Bauzeitenplan – der Startschuss für die Baumaßnahmen zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu.

Neben der Baustelleneinrichtung ging es in den vergangenen Tagen darum, möglichst rasch mit den eigentlichen Arbeiten beginnen zu können. Insbesondere im Langlaufzentrum gilt es nämlich, die Sommermonate bestmöglich zu nutzen, um die
zahlreichen Maßnahmen rechtzeitig bis zur nächsten Langlaufsaison abschließen zu können.

In der Audi Arena wurde in den letzten Tagen ein Gerüst für die bevorstehende Betonsanierung in die Faltenbachüberbauung eingebracht. Parallel dazu wurde der verbleibende Schnee in der gesamten Anlage verteilt, damit er schneller abschmilzt. Auch die Abbrucharbeiten an den neu zu errichtenden Kleinschanzen HS 25 und HS 42 sowie die Arbeiten zur Ertüchtigung der Park- und Lagerflächen am TVCompound oberhalb der Anlage haben bereits begonnen.

Im Langlaufzentrum, wo sich die Baustellen über eine wesentlich größere Fläche verteilen, musste zu Beginn der Arbeiten auch eine entsprechend größere Menge Altschnee entfernt werden. Mittlerweile haben hier die ersten Erdarbeiten für die Errichtung des neues Funktionsgebäudes, für die Anpassungen an den Loipen im Bereich des Egli-Hügels sowie für den Aushub des neuen Speicherteiches begonnen.

Die Langläufer dürfen sich zukünftig auf deutlich verbesserte Trainingsbedingungen freuen. Dank der Loipen-Überarbeitung, dem neuen Funktionsgebäude mit Athletenbereich, Umkleide-, Wachs- und Lagerräumen, einem kreuzungsfreiem Zugang in den Stadioninnenbereich sowie der neuen Trainingskalthalle im bestehenden Funktionsgebäude stehen ihnen nach der Fertigstellung Anlagen in Weltcup-Qualität zur Verfügung. Durch die zahlreichen Maßnahmen wird das Langlaufen in Oberstdorf
für Einheimische und Gäste sowie für Leistungs-, Freizeit- und Nachwuchssportler auf ein völlig neues Niveau gehoben und für die Zukunft aufgestellt.

Eine neue Beschneiungsanlage für das gesamte Langlaufzentrum samt neuem Speicherteich wird die Langlaufsaison zukünftig absichern und für eine bessere Planbarkeit für die Aktiven sorgen. Der neue Speicherteich wird naturnah angelegt und mit einem Rundweg ausgestattet, sodass hier zugleich ein neues Freizeitangebot für die Bürger und Gäste entsteht. Der alte Speicherteich wird verfüllt und als
Versickerungsanlage weitergenutzt.

Mit der Aufwertung des Langlaufzentrums wird letztlich auch den jüngsten Entwicklungen hin zu einem regelrechten Trendsport Rechnung getragen. Seit Jahren erfreut sich das Langlaufen immer größerer Beliebtheit in allen Altersgruppen. Kein Wunder, denn beim Langlauf handelt es sich um einen schonenden und den ganzen Körper kräftigenden Sport mit vielen positiven Effekten für Körper und Geist. Letztendlich trägt Oberstdorf so auch dem Megatrend Gesundheitstourismus Rechnung.

Mit den Baumaßnahmen zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu wird nicht nur Oberstdorfs Status eines Bundesstützpunkts Ski Nordisch gestärkt, sondern auch das international etablierte Image des Ortes als Sport- und Bewegungszentrum.

Die Verantwortlichen bitten um Verständnis, dass es in den kommenden Wochen angesichts der anstehenden Abbruch- und Erdarbeiten im Bereich der Skisprunganlagen zu vermehrtem Baustellenverkehr im Ort kommen kann. Die Bauleitung wird allerdings stets dafür sorgen, dass das baustellenbedingte Verkehrsaufkommen so gering wie möglich gehalten wird. Es wird voraussichtlich im Mai einen Beton-Transport via Helikopter an den Aufsprunghang der Schanzen geben. Die Maßnahme, bei der mit entsprechendem Fluglärm zu rechnen ist, wird jedoch so schnell wie nur möglich
abgeschlossen, um die Beeinträchtigung für Bürger und Gäste auf ein Minimum zu begrenzen.

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WAS, WANN, WOZU?
Das Bauprogramm im Überblick + Erste Vorarbeiten bereits im Herbst 2018 erfolgreich abgeschlossen

Im Frühjahr 2019 beginnen die Haupt-Baumaßnahmen im Rahmen der FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu an den Skisprunganlagen sowie im Langlaufzentrum Ried.
Beide Anlagen werden umfangreich saniert und teilweise umgebaut, um vor dem Hintergrund sportlicher Weiterentwicklungen auch für die kommenden Jahre bestmögliche Trainingsbedingungen für den Spitzen-, Nachwuchs- und Breitensport gewährleisten zu können. Bereits im Herbst 2018 wurden an beiden Sportanlagen erste Vorarbeiten erfolgreich abgeschlossen.
Seit vielen Jahrzehnten steht Oberstdorf für intakte Natur, Gastfreundschaft und den nordischen Skisport. Dabei fungieren Natur, Tourismus und Sport als Partner, die sich gegenseitig unterstützen und in direkter Beziehung zueinander stehen.
Das Thema nordischer Skisport ist im Image von Oberstdorf fest verankert und prägt das Bild der Tourismus-Destination maßgeblich. Für viele Gäste – genauso wie für viele Einheimische – ist beispielsweise das Langlaufzentrum im Winter ein wichtiges Aktivitäts-
Angebot und auch ein Schanzen-Besuch steht bei vielen Gästen ganz oben auf der Agenda. Durch die sportliche Betätigung im Oberstdorfer Naturraum wiederum wird bei Gästen wie Einheimischen das Bewusstsein für eine intakte Natur geschärft.

Diesem Hintergrund möchten die Projektverantwortlichen im Rahmen der Baumaßnahmen konsequent Rechnung tragen. So zielen die Maßnahmen darauf ab, den Trainingsstützpunkt Oberstdorf in den nordischen Disziplinen zukunftsweisend und nachhaltig weiterzuentwickeln und den Status eines Bundesstützpunktes und Landesleistungszentrum Ski nordisch auch in Zukunft beizubehalten.
Verbesserte Trainingsbedingungen kommen dabei neben dem Spitzensport auch dem Nachwuchs- und Breitensport und damit auch den Einheimischen sowie den Gästen zugute.
Den Projektverantwortlichen ist es in diesem Zusammenhang wichtig zu erwähnen, dass ausschließlich Bauten errichtet werden, die für die Aufrechterhaltung des
Trainingsbetriebs auf Weltcup-Niveau zwingend erforderlich sind. Zur WM oder sonstigen
Großveranstaltungen werden die Sportstadien mit notwendigen temporären Bauten ergänzt, die nach den Veranstaltungen wieder abgebaut werden.
Naturschutz und Erhalt des Ortsbildes wurden bei der Bauplanung intensiv berücksichtigt und die vom Marktgemeinderat zu Projektbeginn erlassenen Nachhaltigkeits-Leitlinien sind unmittelbar in den Bauplanungs-Prozess eingeflossen. Elemente dieser Leitlinien, die für den Erhalt des Landschaftsbildes sorgen, sind unter anderem die Verwendung regionaltypischen Materials, die Beachtung von
Das Bauprogramm zur
FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu
Blickbeziehungen oder auch ein möglichst geringer Flächenbedarf. Ein landschaftspflegerischer Begleitplan legt fest, wie die erforderlichen Eingriffe minimiert werden oder ein Ausgleich geschaffen wird. Eine eingesetzte Umweltbaubegleitung wird bereits während der Bauphase sicherstellen, dass die Bauarbeiten umweltschonend erfolgen.
Der Hauptteil der Baumaßnamen findet von März bis November 2019 statt. Restarbeiten sind für 2020 vorgesehen. Im Frühjahr 2021 nach der WM werden die letzten Bepflanzungen erfolgen.

Die Vorarbeiten im Herbst 2018
Im Langlaufzentrum wurden im Herbst bereits die Loipen oberhalb des Burgstallanstieges überarbeitet, ein neuer Anstieg angelegt und einige bisher als gefährlich geltende Abfahrten „entschärft“. Diese Passagen entsprachen nicht mehr den aktuellen FIS Anforderungen und mussten daher angepasst werden. 80% der bisherigen Strecken bleiben für die Weltmeisterschaften jedoch unverändert.
Auch wurde im Herbst 2018 der vorhandene Materialstadl abgetragen und etwa 200 Meter weiter nördlich wieder aufgebaut, um am alten Standort Platz für das ab Frühjahr 2019 neu zu errichtende Funktionsgebäude zu schaffen. An einigen Stellen der Skisprunganlage wurden im Herbst diverse Betonbauteile altersbedingt saniert.
Durch das Vorziehen einzelner Arbeiten werden die Haupt-Maßnahmen auf den Baustellen räumlich und zeitlich entzerrt. Zusätzlich können die betroffenen Weideflächen nach dem Winter wieder schnell anwachsen, wodurch ein Futterausfall für das Vieh bestmöglich vermieden wird.
Im Bereich der Sprungschanzen sowie im Langlaufzentrum wurden im Herbst zudem – außerhalb der Vogelbrutzeit und vor dem Wintereinbruch – vereinzelte Baumfällarbeiten durchgeführt.

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GEBAUT WIRD, WAS WIRKLICH NÖTIG IST UND LANGFRISTIG GENUTZT WIRD

Der Anspruch nachhaltiger Weltmeisterschaften zeigte sich eindrucksvoll bei den geplanten Baumaßnahmen

Nach dem Wintermärchen von 2005 wird Oberstdorf vom 23. Februar bis zum 07. März 2021 zum dritten Mal Austragungsort der FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu und Gastgeber für Wintersportbegeisterte aus aller Welt. Oberstdorf hat sich zur Aufgabe gemacht, eine nachhaltige Weltmeisterschaft auszurichten, die in jeder Hinsicht Vorbildcharakter hat. Speziell hierzu entwickelte Leit- und Richtlinien garantieren, dass nur das gebaut wird, was auch wirklich nötig ist und vor allem langfristig – auch außerhalb sportlicher Großveranstaltungen – intensiv von Einheimischen, Kinder- und Jugendlichen, Vereinen und Gästen genutzt wird. Zur Beibehaltung des Status eines Bundesstützpunktes und Landesleistungszentrum Ski nordisch sind verschiedene Anpassungen der Sportanlagen nötig.

Bereits seit Monaten werden die geplanten Baumaßnahmen im Allgäu und natürlich auch im Ort selbst zum beliebten Gesprächsthema. Große Vorfreude und Stolz sind dabei bei den Einheimischen ebenso zu spüren wie Skepsis und Vorbehalte. Kein Wunder, boten Vergabe-Praktiken und Rahmenbedingungen internationaler Sport-Großveranstaltungen in den vergangenen Jahren doch genügend Anlass für Kritik und Unverständnis.

In Oberstdorf möchte man alles anders und besser machen. So wurde bereits zu Beginn der Organisation eine Nachhaltigkeits-Strategie samt entsprechenden Leitlinien für die Bereiche Sport, Infrastruktur, Umwelt und Kommunikation entwickelt. Mit diesen Leitlinien soll die Vision zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu konkret umgesetzt und ein „Grünes Erbe“ entwickelt werden. Zur konsequenten Einhaltung der Leitlinien wurde bereits in der frühen Planungsphase der Ausschuss „Umwelt und Nachhaltigkeit“ einberufen.

Das Konzept nachhaltiger Weltmeisterschaften zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass:

  • die bestehenden Sportstätten und Infrastruktur bestmöglich genutzt werden.
  • nachhaltig nutzbare, multifunktionale Einrichtungen sinnvoll ergänzt und modernisiert werden.
  • Gebäude und Räumlichkeiten, die ausschließlich zur WM genutzt werden, als temporäre Bauten konzipiert und so die Eingriffe in die Landschaft minimiert werden. Unvermeidbare Eingriffe werden – von einer Umweltbaubegleitung koordiniert – umfassend kompensiert.
  • die Wege für Athleten, Offizielle und alle Beteiligten zwischen Wettkampfstätten, Unterbringung und allen wichtigen WM-Einrichtungen möglichst kurz sind.
  • die Besucher die Veranstaltungsorte schnell erreichen können.
  • die örtliche Verkehrsinfrastruktur verbessert und leistungsfähiger wird.
  • umweltfreundliche und energiesparende Verkehrsmittel fokussiert werden.
  • höchste Effektivität im Bezug auf Sicherheit und Logistik gewährleistet wird.

Die Baumaßnahmen betreffen sowohl die Skisprung-Anlagen als auch das Langlaufzentrum. Beide Sportanlagen werden bis zur Weltmeisterschaft umfangreichen Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten unterzogen. Diese sind notwendig, um die Anlagen wettkampftauglich zu halten und den laufenden Trainingsbetrieb auf Weltcupniveau durchführen zu können. Seit 2005 haben sich beide Sportarten enorm weiter entwickelt. Sowohl Langlaufzentrum als auch die Skisprunganlagen entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen der FIS und müssen daher in Teilen angepasst werden. Die Maßnahmen sind somit ohnehin erforderlich, um den Status eines Bundesstützpunktes und Landesleistungszentrum Ski nordisch auch weiterhin aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus werden weitere öffentliche Infrastrukturen im Umfeld der Weltmeisterschaften verbessert, wie die bereits abgeschlossene Sanierung der Westumgehung zum Langlaufzentrum Ried.

Eine nachhaltige Nutzung der Anlagen hat für die Projektverantwortlichen oberste Priorität. Es werden ausschließlich Anlagen gebaut, die auch und vor allem nach der WM intensiv genutzt werden. Ausschließlich zur WM benötigte, bzw. nicht nachhaltig genutzte Infrastruktur wird mit temporären Bauten geschaffen, die nach der WM wieder abgebaut werden. Zudem erfolgt die gewährte finanzielle Förderung insbesondere für den Trainingsstützpunkt in Oberstdorf. Das bedeutet, dass die Baumaßnahmen hauptsächlich die Modernisierung der Wettkampfstätten vorsehen, die zwar zur WM modernisiert werden, aber vor allem danach als Trainingsanlage (vom Breitensport bis zum Leistungssport) und für nachfolgende Wettbewerbe (vom Nachwuchswettbewerb bis hin zum Weltcup) dauerhaft genutzt werden.

Die Sportanlagen sind ein wesentlicher Teil der Infrastruktur von Oberstdorf und fördern den Tourismus im Ort maßgeblich. Die Sportveranstaltungen unterstützen das Image, sorgen für zusätzliche Bekanntheit und tragen so wesentlich zur Wertschöpfung und damit zum Wohlstand von Oberstdorf und seinen Bürgern bei. Die Anlagen können von den Gästen wie Einheimischen besucht oder im Fall des Langlaufzentrums auch selbst genutzt werden. Durch die Baumaßnahmen verbessert sich letztendlich das Angebot von Oberstdorf.

Eine Übersicht der Leitlinien im Rahmen der Nachhaltigkeits-Strategie entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage.

NWM 2021_Nachhaltigkeitsstrategie

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Angelegt am 11.02.2019

NWM 2021 Gesamt-Baumaßnahmen

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Angelegt am 28.02.2019