Bauprogramm zu den FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu

Baumaßnahmen liegen voll im Zeitplan

NWM 2021_LL Zentrum Ried
NWM 2021_Audi Arena

DIE BAUSTELLEN IM LANGLAUFZENTRUM RIED SOWIE AN DEN SCHANZEN VERÄNDERN DERZEIT TÄGLICH IHR GESICHT

So sportlich wie der Zeitplan für das Bauprogramm zu den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu ist, gehen auch die Arbeiten voran. Sowohl an den Sprungschanzen der Audi Arena als auch im Langlaufzentrum gilt es die Anlagen bis zum Winterbeginn fertig zu stellen.
Trotz des Hubschrauber-Unglücks von letzter Woche, welches bei allen Beteiligten für große Bestürzung gesorgt hat, und obwohl bis zur Fertigstellung noch viel zu tun ist, liegen die Arbeiten aktuell voll im Plan.

In der Audi Arena wurde bereits mit den Hangsicherungsmaßnahmen für die Athletenunterführung sowie mit dem Aushub für den neuen Athletenbereich oberhalb der Schanzenanlage begonnen. Zudem werden an der HS 137 mithilfe eines Schreitbaggers derzeit die Banden erneuert. Die neu zu errichtenden Kleinschanzen HS 25 und HS 42 wurden bereits gänzlich zurückgebaut.

Im Langlaufzentrum wurde der bestehende Schneiteich inzwischen komplett mit Kiesmaterial aus dem neu ausgehobenen Schneiteich verfüllt. Die ersten Fundamente und Stützwände für die Funktionsgebäude konnten bereits errichtet und die Ver- sowie Entsorgungsleitungen verlegt werden.
Als erste Ausgleichsmaßnahme wurden entlang der Rollerbahn im Riedwald fast 90 Wurzelstöcke nach Vorgabe der Umweltbaubegleitung verteilt. Sie bieten zukünftig vielen Tieren Unterschlupf. In speziell angelegten Teichen haben die Amphibien trotz Baumaßnahmen eine Laichmöglichkeit erhalten und diese sehr gut angenommen.

Im Zuge der Baumaßnahmen verbessern sich sowohl das touristische Angebot Oberstdorfs als auch die Bedingungen für den Nachwuchs-, Hobby- und Leistungssport im Ort maßgeblich. Während die Schanzenanlage eine beliebte Sehenswürdigkeit für die Gäste darstellt, kann das Langlaufzentrum von den Urlaubern im Winter wie im Sommer auch selbst intensiv genutzt werden. Die ehemaligen brach liegenden Kiesflächen werden zukünftig durch Schotterrasen und Grünstreifen landschaftlich attraktiver
gestaltet. Mit dem neuen, naturnah angelegten Speicherteich wird das Gelände zu einem
Naherholungsgebiet aufgewertet und kommt so den Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugute.

Die Maßnahmen stärken nicht nur die Alleinstellungsmerkmale von Oberstdorf nachhaltig, sondern sichern auch den Status eines Bundesstützpunktes Ski Nordisch sowie die Austragung der Vierschanzentournee und damit umfangreiche in diesem Zusammenhang stehende Umsätze im Ort langfristig ab.

Das Bauprogramm zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu
Auch im Bereich Beschäftigung sorgen die Maßnahmen für die Absicherung zahlreicher Arbeitsplätze im Ort, die ohne eine Aufwertung der Anlagen nicht gegeben wäre. Vereinzelt werden sogar neue Stellen geschaffen. Zudem werden nach Möglichkeit lokale Unternehmen bei Veranstaltungen mit eventbezogenen Dienstleistungen beauftragt, was ebenfalls Arbeitsplätze vor Ort sichert und die lokale Wertschöpfung steigert. Zudem ist im Zuge der umfangreichen Investitionen mit einer allgemeinen Verbesserung des Investitionsklimas in der lokalen und regionalen Privatwirtschaft zu rechnen. Erste Positivbeispiele hierfür sind die Modernisierung der „Sportalp“ an den Schanzen oder auch die neu gewonnenen privatwirtschaftlichen Investoren für die weitere Modernisierung der Oberstdorfer Bergbahnen.

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MATERIALTRANSPORTE RUND UM DIE AUDI-ARENA

Ab dem 29. April beginnt im Rahmen der Baumaßnahmen zu den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu in der Audi Arena ein Hubschrauber-Transport von Beton-Elementen an den Aufsprunghang der Großschanzen. Zudem wird in den kommenden drei Wochen Aushubmaterial von der Schanzenanlage mit LKW zum Langlaufzentrum transportiert.

Beide Maßnahmen werden im Ort punktuell für Beeinträchtigungen durch Fluglärm und Baustellenverkehr sorgen.

Der Hubschrauber-Transport der Beton-Elemente, die für die Bandenkonstruktion der Großschanzen benötigt werden, wird voraussichtlich bis Ende Juni abgeschlossen sein, wobei nie ganztägig, sondern nur etwa eine Stunde pro Tag tatsächlich geflogen wird. Dabei wird die Baustelle vom Schanzenturm her bedient, um die Immissionen so gering wie möglich zu halten. Der Hubschrauber wird hierzu auf der Freifläche hinter den Anlaufbauwerken starten, landen und auch aufgetankt. Die Elemente können nur per Hubschrauber an den Aufsprunghang geflogen werden, da dieser Bereich nicht mit einem Baukran erreicht werden kann.
Bis zum Ende der Baumaßnahmen sind weitere vereinzelte Hubschraubereinsätze möglich.

Um im Bereich der Audi Arena Platz für die neuen Schanzenbauwerke, den neuen Athletenbereich und für den neuen Schrägaufzug zu schaffen, muss hier in der nächsten Zeit eine Menge Erde bewegt werden. Das Aushubmaterial wird dabei zum Streckenbau und in den Außenanlagen des Langlaufzentrums genutzt. Der Transport des Aushubmaterials erfolgt zur Aufbereitung in das Kieswerk Ziegelbach und wird später von dort ins Langlaufzentrum verbracht. Ab kommender Woche beginnt der Transport und wird etwa drei Wochen in Anspruch nehmen. Somit ist in den kommenden Tagen mit verstärktem LKW Verkehr im Ort zu rechnen.

Die für die Baumaßnahmen Verantwortlichen betonen in diesem Zusammenhang, dass sie planerisch alles tun werden, um die Beeinträchtigungen für Bürger und Gäste so gering wie nur möglich zu halten.

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BAUBEGINN IM RIED UND AN DEN SCHANZEN
In den kommenden Monaten entsteht das Fundament für Oberstdorfs Zukunft

Am 25. März fiel – pünktlich gemäß Bauzeitenplan – der Startschuss für die Baumaßnahmen zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu.

Neben der Baustelleneinrichtung ging es in den vergangenen Tagen darum, möglichst rasch mit den eigentlichen Arbeiten beginnen zu können. Insbesondere im Langlaufzentrum gilt es nämlich, die Sommermonate bestmöglich zu nutzen, um die
zahlreichen Maßnahmen rechtzeitig bis zur nächsten Langlaufsaison abschließen zu können.

In der Audi Arena wurde in den letzten Tagen ein Gerüst für die bevorstehende Betonsanierung in die Faltenbachüberbauung eingebracht. Parallel dazu wurde der verbleibende Schnee in der gesamten Anlage verteilt, damit er schneller abschmilzt. Auch die Abbrucharbeiten an den neu zu errichtenden Kleinschanzen HS 25 und HS 42 sowie die Arbeiten zur Ertüchtigung der Park- und Lagerflächen am TVCompound oberhalb der Anlage haben bereits begonnen.

Im Langlaufzentrum, wo sich die Baustellen über eine wesentlich größere Fläche verteilen, musste zu Beginn der Arbeiten auch eine entsprechend größere Menge Altschnee entfernt werden. Mittlerweile haben hier die ersten Erdarbeiten für die Errichtung des neues Funktionsgebäudes, für die Anpassungen an den Loipen im Bereich des Egli-Hügels sowie für den Aushub des neuen Speicherteiches begonnen.

Die Langläufer dürfen sich zukünftig auf deutlich verbesserte Trainingsbedingungen freuen. Dank der Loipen-Überarbeitung, dem neuen Funktionsgebäude mit Athletenbereich, Umkleide-, Wachs- und Lagerräumen, einem kreuzungsfreiem Zugang in den Stadioninnenbereich sowie der neuen Trainingskalthalle im bestehenden Funktionsgebäude stehen ihnen nach der Fertigstellung Anlagen in Weltcup-Qualität zur Verfügung. Durch die zahlreichen Maßnahmen wird das Langlaufen in Oberstdorf
für Einheimische und Gäste sowie für Leistungs-, Freizeit- und Nachwuchssportler auf ein völlig neues Niveau gehoben und für die Zukunft aufgestellt.

Eine neue Beschneiungsanlage für das gesamte Langlaufzentrum samt neuem Speicherteich wird die Langlaufsaison zukünftig absichern und für eine bessere Planbarkeit für die Aktiven sorgen. Der neue Speicherteich wird naturnah angelegt und mit einem Rundweg ausgestattet, sodass hier zugleich ein neues Freizeitangebot für die Bürger und Gäste entsteht. Der alte Speicherteich wird verfüllt und als
Versickerungsanlage weitergenutzt.

Mit der Aufwertung des Langlaufzentrums wird letztlich auch den jüngsten Entwicklungen hin zu einem regelrechten Trendsport Rechnung getragen. Seit Jahren erfreut sich das Langlaufen immer größerer Beliebtheit in allen Altersgruppen. Kein Wunder, denn beim Langlauf handelt es sich um einen schonenden und den ganzen Körper kräftigenden Sport mit vielen positiven Effekten für Körper und Geist. Letztendlich trägt Oberstdorf so auch dem Megatrend Gesundheitstourismus Rechnung.

Mit den Baumaßnahmen zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu wird nicht nur Oberstdorfs Status eines Bundesstützpunkts Ski Nordisch gestärkt, sondern auch das international etablierte Image des Ortes als Sport- und Bewegungszentrum.

Die Verantwortlichen bitten um Verständnis, dass es in den kommenden Wochen angesichts der anstehenden Abbruch- und Erdarbeiten im Bereich der Skisprunganlagen zu vermehrtem Baustellenverkehr im Ort kommen kann. Die Bauleitung wird allerdings stets dafür sorgen, dass das baustellenbedingte Verkehrsaufkommen so gering wie möglich gehalten wird. Es wird voraussichtlich im Mai einen Beton-Transport via Helikopter an den Aufsprunghang der Schanzen geben. Die Maßnahme, bei der mit entsprechendem Fluglärm zu rechnen ist, wird jedoch so schnell wie nur möglich
abgeschlossen, um die Beeinträchtigung für Bürger und Gäste auf ein Minimum zu begrenzen.

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WAS, WANN, WOZU?
Das Bauprogramm im Überblick + Erste Vorarbeiten bereits im Herbst 2018 erfolgreich abgeschlossen

Im Frühjahr 2019 beginnen die Haupt-Baumaßnahmen im Rahmen der FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu an den Skisprunganlagen sowie im Langlaufzentrum Ried.
Beide Anlagen werden umfangreich saniert und teilweise umgebaut, um vor dem Hintergrund sportlicher Weiterentwicklungen auch für die kommenden Jahre bestmögliche Trainingsbedingungen für den Spitzen-, Nachwuchs- und Breitensport gewährleisten zu können. Bereits im Herbst 2018 wurden an beiden Sportanlagen erste Vorarbeiten erfolgreich abgeschlossen.
Seit vielen Jahrzehnten steht Oberstdorf für intakte Natur, Gastfreundschaft und den nordischen Skisport. Dabei fungieren Natur, Tourismus und Sport als Partner, die sich gegenseitig unterstützen und in direkter Beziehung zueinander stehen.
Das Thema nordischer Skisport ist im Image von Oberstdorf fest verankert und prägt das Bild der Tourismus-Destination maßgeblich. Für viele Gäste – genauso wie für viele Einheimische – ist beispielsweise das Langlaufzentrum im Winter ein wichtiges Aktivitäts-
Angebot und auch ein Schanzen-Besuch steht bei vielen Gästen ganz oben auf der Agenda. Durch die sportliche Betätigung im Oberstdorfer Naturraum wiederum wird bei Gästen wie Einheimischen das Bewusstsein für eine intakte Natur geschärft.

Diesem Hintergrund möchten die Projektverantwortlichen im Rahmen der Baumaßnahmen konsequent Rechnung tragen. So zielen die Maßnahmen darauf ab, den Trainingsstützpunkt Oberstdorf in den nordischen Disziplinen zukunftsweisend und nachhaltig weiterzuentwickeln und den Status eines Bundesstützpunktes und Landesleistungszentrum Ski nordisch auch in Zukunft beizubehalten.
Verbesserte Trainingsbedingungen kommen dabei neben dem Spitzensport auch dem Nachwuchs- und Breitensport und damit auch den Einheimischen sowie den Gästen zugute.
Den Projektverantwortlichen ist es in diesem Zusammenhang wichtig zu erwähnen, dass ausschließlich Bauten errichtet werden, die für die Aufrechterhaltung des
Trainingsbetriebs auf Weltcup-Niveau zwingend erforderlich sind. Zur WM oder sonstigen
Großveranstaltungen werden die Sportstadien mit notwendigen temporären Bauten ergänzt, die nach den Veranstaltungen wieder abgebaut werden.
Naturschutz und Erhalt des Ortsbildes wurden bei der Bauplanung intensiv berücksichtigt und die vom Marktgemeinderat zu Projektbeginn erlassenen Nachhaltigkeits-Leitlinien sind unmittelbar in den Bauplanungs-Prozess eingeflossen. Elemente dieser Leitlinien, die für den Erhalt des Landschaftsbildes sorgen, sind unter anderem die Verwendung regionaltypischen Materials, die Beachtung von
Das Bauprogramm zur
FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu
Blickbeziehungen oder auch ein möglichst geringer Flächenbedarf. Ein landschaftspflegerischer Begleitplan legt fest, wie die erforderlichen Eingriffe minimiert werden oder ein Ausgleich geschaffen wird. Eine eingesetzte Umweltbaubegleitung wird bereits während der Bauphase sicherstellen, dass die Bauarbeiten umweltschonend erfolgen.
Der Hauptteil der Baumaßnamen findet von März bis November 2019 statt. Restarbeiten sind für 2020 vorgesehen. Im Frühjahr 2021 nach der WM werden die letzten Bepflanzungen erfolgen.

Die Vorarbeiten im Herbst 2018
Im Langlaufzentrum wurden im Herbst bereits die Loipen oberhalb des Burgstallanstieges überarbeitet, ein neuer Anstieg angelegt und einige bisher als gefährlich geltende Abfahrten „entschärft“. Diese Passagen entsprachen nicht mehr den aktuellen FIS Anforderungen und mussten daher angepasst werden. 80% der bisherigen Strecken bleiben für die Weltmeisterschaften jedoch unverändert.
Auch wurde im Herbst 2018 der vorhandene Materialstadl abgetragen und etwa 200 Meter weiter nördlich wieder aufgebaut, um am alten Standort Platz für das ab Frühjahr 2019 neu zu errichtende Funktionsgebäude zu schaffen. An einigen Stellen der Skisprunganlage wurden im Herbst diverse Betonbauteile altersbedingt saniert.
Durch das Vorziehen einzelner Arbeiten werden die Haupt-Maßnahmen auf den Baustellen räumlich und zeitlich entzerrt. Zusätzlich können die betroffenen Weideflächen nach dem Winter wieder schnell anwachsen, wodurch ein Futterausfall für das Vieh bestmöglich vermieden wird.
Im Bereich der Sprungschanzen sowie im Langlaufzentrum wurden im Herbst zudem – außerhalb der Vogelbrutzeit und vor dem Wintereinbruch – vereinzelte Baumfällarbeiten durchgeführt.

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GEBAUT WIRD, WAS WIRKLICH NÖTIG IST UND LANGFRISTIG GENUTZT WIRD

Der Anspruch nachhaltiger Weltmeisterschaften zeigte sich eindrucksvoll bei den geplanten Baumaßnahmen

Nach dem Wintermärchen von 2005 wird Oberstdorf vom 23. Februar bis zum 07. März 2021 zum dritten Mal Austragungsort der FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu und Gastgeber für Wintersportbegeisterte aus aller Welt. Oberstdorf hat sich zur Aufgabe gemacht, eine nachhaltige Weltmeisterschaft auszurichten, die in jeder Hinsicht Vorbildcharakter hat. Speziell hierzu entwickelte Leit- und Richtlinien garantieren, dass nur das gebaut wird, was auch wirklich nötig ist und vor allem langfristig – auch außerhalb sportlicher Großveranstaltungen – intensiv von Einheimischen, Kinder- und Jugendlichen, Vereinen und Gästen genutzt wird. Zur Beibehaltung des Status eines Bundesstützpunktes und Landesleistungszentrum Ski nordisch sind verschiedene Anpassungen der Sportanlagen nötig.

Bereits seit Monaten werden die geplanten Baumaßnahmen im Allgäu und natürlich auch im Ort selbst zum beliebten Gesprächsthema. Große Vorfreude und Stolz sind dabei bei den Einheimischen ebenso zu spüren wie Skepsis und Vorbehalte. Kein Wunder, boten Vergabe-Praktiken und Rahmenbedingungen internationaler Sport-Großveranstaltungen in den vergangenen Jahren doch genügend Anlass für Kritik und Unverständnis.

In Oberstdorf möchte man alles anders und besser machen. So wurde bereits zu Beginn der Organisation eine Nachhaltigkeits-Strategie samt entsprechenden Leitlinien für die Bereiche Sport, Infrastruktur, Umwelt und Kommunikation entwickelt. Mit diesen Leitlinien soll die Vision zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu konkret umgesetzt und ein „Grünes Erbe“ entwickelt werden. Zur konsequenten Einhaltung der Leitlinien wurde bereits in der frühen Planungsphase der Ausschuss „Umwelt und Nachhaltigkeit“ einberufen.

Das Konzept nachhaltiger Weltmeisterschaften zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass:

  • die bestehenden Sportstätten und Infrastruktur bestmöglich genutzt werden.
  • nachhaltig nutzbare, multifunktionale Einrichtungen sinnvoll ergänzt und modernisiert werden.
  • Gebäude und Räumlichkeiten, die ausschließlich zur WM genutzt werden, als temporäre Bauten konzipiert und so die Eingriffe in die Landschaft minimiert werden. Unvermeidbare Eingriffe werden – von einer Umweltbaubegleitung koordiniert – umfassend kompensiert.
  • die Wege für Athleten, Offizielle und alle Beteiligten zwischen Wettkampfstätten, Unterbringung und allen wichtigen WM-Einrichtungen möglichst kurz sind.
  • die Besucher die Veranstaltungsorte schnell erreichen können.
  • die örtliche Verkehrsinfrastruktur verbessert und leistungsfähiger wird.
  • umweltfreundliche und energiesparende Verkehrsmittel fokussiert werden.
  • höchste Effektivität im Bezug auf Sicherheit und Logistik gewährleistet wird.

Die Baumaßnahmen betreffen sowohl die Skisprung-Anlagen als auch das Langlaufzentrum. Beide Sportanlagen werden bis zur Weltmeisterschaft umfangreichen Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten unterzogen. Diese sind notwendig, um die Anlagen wettkampftauglich zu halten und den laufenden Trainingsbetrieb auf Weltcupniveau durchführen zu können. Seit 2005 haben sich beide Sportarten enorm weiter entwickelt. Sowohl Langlaufzentrum als auch die Skisprunganlagen entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen der FIS und müssen daher in Teilen angepasst werden. Die Maßnahmen sind somit ohnehin erforderlich, um den Status eines Bundesstützpunktes und Landesleistungszentrum Ski nordisch auch weiterhin aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus werden weitere öffentliche Infrastrukturen im Umfeld der Weltmeisterschaften verbessert, wie die bereits abgeschlossene Sanierung der Westumgehung zum Langlaufzentrum Ried.

Eine nachhaltige Nutzung der Anlagen hat für die Projektverantwortlichen oberste Priorität. Es werden ausschließlich Anlagen gebaut, die auch und vor allem nach der WM intensiv genutzt werden. Ausschließlich zur WM benötigte, bzw. nicht nachhaltig genutzte Infrastruktur wird mit temporären Bauten geschaffen, die nach der WM wieder abgebaut werden. Zudem erfolgt die gewährte finanzielle Förderung insbesondere für den Trainingsstützpunkt in Oberstdorf. Das bedeutet, dass die Baumaßnahmen hauptsächlich die Modernisierung der Wettkampfstätten vorsehen, die zwar zur WM modernisiert werden, aber vor allem danach als Trainingsanlage (vom Breitensport bis zum Leistungssport) und für nachfolgende Wettbewerbe (vom Nachwuchswettbewerb bis hin zum Weltcup) dauerhaft genutzt werden.

Die Sportanlagen sind ein wesentlicher Teil der Infrastruktur von Oberstdorf und fördern den Tourismus im Ort maßgeblich. Die Sportveranstaltungen unterstützen das Image, sorgen für zusätzliche Bekanntheit und tragen so wesentlich zur Wertschöpfung und damit zum Wohlstand von Oberstdorf und seinen Bürgern bei. Die Anlagen können von den Gästen wie Einheimischen besucht oder im Fall des Langlaufzentrums auch selbst genutzt werden. Durch die Baumaßnahmen verbessert sich letztendlich das Angebot von Oberstdorf.

Eine Übersicht der Leitlinien im Rahmen der Nachhaltigkeits-Strategie entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage.

NWM 2021_Nachhaltigkeitsstrategie

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Angelegt am 11.02.2019

NWM 2021 Gesamt-Baumaßnahmen

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Angelegt am 28.02.2019
NWM2021 CC Funktionsgebäude_Feb. 2019
NWM21 SJ Gesamtübersicht 3D_Feb 2019
NWM 2021_Ried_Baubeginn
NWM 2021_AudiArena_Baubeginn