Winterzeit – Schneeräumzeit

Der Winter steht vor der Türe und damit auch wieder die wenig erfreuliche Pflicht rund um das eigene Grundstück zu räumen und zu streuen.

Leider sorgt das Thema Schneeräumung in jedem Winter auch für Ärger, bei Gästen und Einheimischen. Ob der risikoreiche Schulweg oder der mühsame Gang ins Dorf – schlecht, oder gar nicht geräumte Gehbahnen sind nicht nur für die Fußgänger beschwerlich und gefährlich, es kommen, z. B. bei einem Sturz, auch Schadenersatzforderungen auf denjenigen zu, der seiner Verpflichtung nicht nachgekommen ist. Die Vernachlässigung der Räumpflicht stellt außerdem eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.
Und wenn es einmal kräftig schneit, stellt sich auch wieder die Frage: Wohin mit der weißen Pracht? Bitte beachten Sie: Schnee von Privatgrundstücken darf nicht auf öffentliche Straßen, Wege, Plätze oder Anlagen geschaufelt oder gefräst werden. Missachtungen können ebenfalls ein Bußgeld zur Folge haben und der Verursacher hat zusätzlich die Kosten für die Abfuhr des Schnees zu tragen. Ihre Räum- und Streupflicht sollten Sie daher schon aus eigenem Interesse gewissenhaft erfüllen.

Winterdienstpflichten der Haus- und Grundstückseigentümer:

- Räumen und Streuen von Gehsteigen, die an die Grundstücke grenzen
- Räumen und Streuen eines ein Meter breiten Streifens am Straßenrand, sofern kein Gehweg vorhanden ist
- an Werktagen von 7 Uhr bis 20 Uhr
- an Sonn- und Feiertagen von 8 Uhr bis 20 Uhr
- der geräumte Schnee ist so zu lagern, dass der Verkehr nicht gefährdet oder erschwert wird
- bei Tau- und Regenwetter sind Abflussrinnen, Hydranten, Straßeneinlaufschächte und Löschwasserentnahmestellen frei zu halten

Bis Ende des Winters ist die KDO wieder in der Pflicht, 230 km Straßen und 140 km Wanderwege zu räumen und zu streuen. Dafür stellt der Markt Oberstdorf jährlich ein Budget von 875.000 Euro bereit. Dazu kommen etwa 100.000 Euro für die benötigten Streumittel.

Die Einsatzleiter der KDO führen je nach Wetterlage tägliche Kontrollfahrten ab circa 2.30 Uhr in der Früh durch, um einen differenzierten Winterdienst zu organisieren. Dies bedeutet, dass täglich die Einsätze nach Bedarf koordiniert werden, was die Kosten senkt. Mit einer sogenannten Cloudphone Lösung werden dann die Fahrer mit einem Mausklick telefonisch durch eine individuelle Sprachansage alarmiert.
Pro Räumeinsatz sind rund 40 Fahrzeuge im Einsatz. Alle Strecken und Standorte der Räumfahrzeuge sind digital in einem Geo-Informationssystem erfasst. So können unter anderem die Prioritäten und verwendeten Streumittel festgelegt werden. Die Streuer werden zu Beginn jeder Saison überprüft und kalibriert, um die Streumittel genau den Straßenverhältnissen angemessen und dadurch möglichst umweltfreundlich auszubringen.
Auf den Wanderwegen wird in der Regel Splitt gestreut, auf den Straßen ist Salz das Mittel der Wahl. Salz ist sowohl in Sachen Verkehrssicherheit als auch in der ökologischen Bilanz dem Splitt überlegen, so das Ergebnis einer Untersuchung des Öko-Instituts Freiburg.