Gute Luft in Oberstdorf

Am Freitag, 14. November 2008 haben die lufthygienischen Messungen zur Überprüfung der Luftqualität in Oberstdorf begonnen. Insgesamt ein Jahr lang misst der Deutsche Wetterdienst an drei Stationen dabei die Luftqualität. Danach gibt ein abschließendes Gutachten Aufschluss über die erreichte Luftgüte.

Die lufthygienischen Messungen sind deshalb von hoher Bedeutung, weil sie Voraussetzung für die Anerkennung des Marktes Oberstdorf als Heilklimatischer Kurort und Kneippkurort sind.

Bei den letzten, im Jahr 2003/2004 durchgeführten Messungen des Deutschen Wetterdienstes waren die Richtwerte zur Erlangung der Prädikate, die allerdings auch im Vergleich zu früher deutlich verschärft worden waren, nicht mehr in vollem Umfang eingehalten.

Unser aller Ziel ist es nun, die Prädikate Heilklimatischer Kurort und Kneippkurort, die der Markt seit 1937 bzw. 1964 führt, für Oberstdorf zu erhalten.

Jeder Einzelne trägt Verantwortung für eine saubere Luft in Oberstdorf und die damit verbunden Prädikate. Verschiedene kleine Maßnahmen können hierzu bereits Großes bewirken. Maßnahmen, die jeder umsetzen kann, denn die Hauptbelastungen unserer Luft entstehen durch Hausbrand und Verkehr.

Die Gemeinde informiert daher das ganze Jahr über regelmäßig mit Hinweisen, die zum Erhalt der guten Luft in Oberstdorf beitragen. Diese Flyer stellen wir zum Herunterladen im Internet bereit.

Wo, wie und was wird gemessen?

Es gibt insgesamt drei Messstationen:

  • im Ösch
  • in der Walserstraße
  • an der Ecke Sonthofener- / Walserstraße

Jede Woche wird pro Messstation eine neue Probe für den Staub sowie eine für Stickstoffdioxid angebracht. Nach einer Woche werden die vollen Proben durch leere ausgetauscht. Die vollen Proben erhält der Deutsche Wetterdienst und wertet diese nach einem Jahr aus.

Was kann man für gute Luft tun?

Hauptverantwortlich für die Luftbelastung in Oberstdorf sind Hausbrand und Verkehr.
Zahlreiche kleine Maßnahmen können bereits viel bewirken

Richtig heizen – Natürlich Oberstdorf!

  • nur raucharme Brennstoffe (Steinkohle und Steinkohlebriketts, trockenes und naturbelassenes Holz, Holzpresslinge und Holzpellets) verheizen, auf keinen Fall Abfälle
  • nur trockenes Holz verheizen – Holz braucht zum Austrocknen mindestens zwei Jahre
  • in der Anheizphase kleinstückiges Anfeuerholz verwenden
  • nicht zu viel Holz auflegen, lieber öfter kleinere Mengen
  • keinesfalls alte Öfen, die früher mit Kohle und Koks beheizt wurden verwenden, vorzugsweise für den Brennstoff Holz entwickelte Öfen verwenden

Überlegt Auto fahren – Natürlich Oberstdorf!

  • nach dem Start sofort losfahren
  • fahren und schalten bei niedriger Drehzahl, im höchstmöglichen Gang fahren
  • bei längerer Wartezeit den Motor abschalten
  • auf den richtigen Reifendruck achten
  • keine unnötigen Lasten „spazieren fahren“
  • an Tempolimit 30 im Ort und Schrittgeschwindigkeit in verkehrsberuhigten Bereichen halten
  • öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrrad nutzen und das Auto so oft wie
    möglich stehen lassen

Auf Mottfeuer verzichten, statt dessen…

  • kleine dünne Äste, bis etwa 10 Zentimeter Durchmesser, Laub und Reisig in unbefahrenen Lagen auf einen Haufen werfen und verrotten lassen.
  • dickere Äste abtransportieren und als Scheitholz verheizen oder zu Hackschnitzeln verarbeiten

Messergebnis der Luftqualität

Bestätigung_Luftqualität.pdf

Bestätigung_Luftqualität.pdf

Hier finden Sie das Messergebnis der Luftqualität in Oberstdorf