Bekanntmachung: Allgemeine Einsichtnahme

Antrag der Nebelhornbahn AG, Nebelhornstrasse 67, 87561 Oberstdorf zum Neubau einer kuppelbaren Zweiseilumlaufbahn mit 10er Kabinen (Nebelhornbahn) Umweltverträglichkeitsprüfung nach Art. 13 Abs. 2 Bay. Eisenbahn- und Seilbahngesetz - BayESG

1. 10er Kabinenbahn

Die Nebelhornbahn AG plant die Modernisierung ihrer Haupt-Aufstiegshilfe im Ganzjahresgebiet Nebelhorn. Im Rahmen dieses Projektes sollen die beiden bestehenden Sektionen der Zweiseilpendelbahn Nebelhorn durch eine Zweiseilumlaufbahn mit durchgängiger Mittelstation ersetzt werden.

Der Neubau soll erstrangig zur Qualitätsverbesserung bei der Beförderung der Fahrgäste, ausgehend von Oberstdorf über die Mittelstation Seealpe bis zur Bergstation Höfatsblick, beitragen.

Die abzubauende Zweiseil-Pendelbahn mit einer Förderkapazität von insgesamt 600 P/h ist bereits über 42 Jahre alt und technisch veraltet. Der neue Talstationsstandort befindet sich direkt auf dem Standort der Talstation der bestehenden Bahn. Eine leichte Verschwenkung in der Trassenführung der Sektion I in Richtung Süden ermöglicht die Einfahrt auf der Mittelstation Seealpe neben dem bestehenden Bahngebäude. Die Trasse der Sektion II soll parallel südlich zur bestehenden Trasse errichtet werden. Der neue Einfahrtsbereich im Bereich der Bergstation wird talseitig am Bestandsgebäude angebaut.

Die geplante neue Kabinenbahn enthält folgende technische Daten:

- Bahnsystem: Zweiseilumlaufbahn
- Anzahl Stützen: 6
- Förderleistung: 1.200 P/h
- Personen/Kabinen: 10 Personen
- Anzahl der Sessel: 58 Stück
- Fahrgeschwindigkeit: 7 m/s
- Schräge Länge: 4.731,25 m
- Höhendifferenz: 1.103,39 m

2. Umweltverträglichkeitsprüfung

Für die nach Art. 13 Abs. 1 Satz 1 BayESG genehmigungsbedürftige Sesselbahn ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen. (Art. 13 Abs. 2 BayESG).

Im Rahmen dieses Verfahrens hat der Träger des Vorhabens die zur Prüfung notwendigen Unterlagen vorgelegt. Dies sind im einzelnen die allgemeine Projektbeschreibung, die Beschreibung des Vorhabens, das Untersuchungsgebiet, eine Bestandsaufnahme und –bewertung, eine Analyse der Eingriffe, Prognose und Prüfung der Umweltverträglichkeit, eine Berechnung des Ausgleichsbedarfs, ein Landschaftspflegerischer Begleitplan mit Minimierung der Eingriffe und Ausgleichskonzept sowie eine allgemein verständliche Zusammenfassung.

Der Genehmigungsantrag, die Projektunterlagen und die Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung liegen für diese Bahn in der Zeit vom 14.11.2018 – 14.12.2018 jeweils vom Montag – Freitag während der allgemeinen Öffnungszeiten

a) im Landratsamt Oberallgäu, Bauamt, Zimmer Nr. 3.16, Oberallgäuer Platz 2, 87527 Sonthofen und

b) im Rathaus der Marktgemeinde Oberstdorf, Bauamt, 2. Stock, Prinzregentenplatz 1, 87561 Oberstdorf

zur allgemeinen Einsichtnahme aus.

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt wird, kann sich bis einem Monat nach Ablauf der Frist, also bis zum 14.01.2018 schriftlich oder zur Niederschrift beim Landratsamt Oberallgäu zu der Bahn und deren Umwelteinwirkungen äußern.

Mit Ablauf der Äußerungsfrist sind für das Verfahren über die Zulässigkeit des Vorhabens alle Äußerungen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen, ausgeschlossen.

Das Landratsamt wird nach Ablauf der Einwendungsfrist rechtzeitig eingegangene Einwendungen und Stellungnahmen ggfs. mit Vorhabensträger, Behörden, Betroffenen sowie Personen, die Einwendungen erhoben haben, erörtern. In diesem Fall wird das Landratsamt den Termin rechtzeitig im Amtsblatt des Landkreises Oberallgäu und der örtlichen Tageszeitung bekanntgeben. Eine parallele Einzelbenachrichtigung über den Termin an die Einwendungsführer entfällt, wenn mehr als 50 Einzelbenachrichtigungen notwendig wären. Dies gilt entsprechend auch für die Bekanntmachung der Entscheidung über das Vorhaben.

Es wird bereits jetzt darauf hingewiesen, dass bei Ausbleiben eines Beteiligten auch ohne ihn im gegebenenfalls anzuberaumenden Erörterungstermin verhandelt werden kann.

Die Entscheidung über die Zulassung oder Ablehnung des geplanten Seilbahnprojekts (Bau- und Betriebsgenehmigung) wird öffentlich bekannt gemacht.